We are ABB: Der Ingenieur für Projekt- und Produktdesign

Ideen entwickeln, umsetzen und optimieren – als Ingenieur für Projekt- und Produktdesign kreiert und managt Slavko Markovic Produkte bei PMA Kabelschutz.

Seine verschiedenen Aufgabenbereiche bieten Slavko dabei viel Abwechslung. So entwickelt er auf der einen Seite verschiedenste Produkte im Bereich Kabelschutz von der Grundidee bis zur Einführung in die Produktion. «Die Neuentwicklungen kreieren wir häufig auf Kundenanfrage, wobei diese teilweise auch proaktiv von uns initialisiert werden», erzählt der 27-Jährige. Die für den Kunden optimierten Produkte, wie beispielsweise eine spezifische T-Verbindung für die Kabelschutzprodukte oder ein neues Kugelgelenk für den Automationssektor, welches mit einer computerstützen Design-Software (CAD) entwickelt und designt wurde, werden in vielen Prozessschritten präzise ausgearbeitet. «Dabei müssen viele Faktoren berücksichtigt werden: Neben den Produkteigenschaften, wie Grösse und Material, müssen auch die Produktanforderungen, wie die auftretenden Kräfte, die Anwendungstemperaturen oder die zukünftigen Belastungen, berücksichtigt werden.»

Robotertests im hauseigenen Prüflabor

Diese Produkteigenschaften können dann im hauseigenen Prüflabor auf Herz und Nieren getestet werden. In diesem Testumfeld knüpft auf der anderen Seite ein weiterer Aufgabenbereich von Slavko an: Er ist der alleinige Verantwortliche für die Verwendung des ABB Laborroboters und auch der einzige, der ihn am Standort ausführlich nutzen kann. Die Einrichtung simuliert unterschiedliche Einsatzgebiete, wie beispielsweise die Bewegungen der Kabel bei Schienenfahrzeugen oder einen Schweissprozess in der Automobilproduktion. «Der Roboter bietet uns die Möglichkeit, auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen und die Prototypen realitätsnah zu testen, um Kunden die Produkte schlussendlich möglichst optimiert und schnell anbieten zu können», erzählt Slavko.

Slavko programmiert den Roboter im Testbereich. Dadurch sind individuelle, realitätsnahe Anwendungsbeispiele der Produkte bei Kunden, zum Beispiel im Bahnbereich, simulierbar. ©ABB

Zudem verantwortet er den 3D-Scanner im Labor, mit dem Unterschiede an der Oberfläche analysiert werden. Dieser wird vor allem bei Qualitätsansprüchen, Neuentwicklungen oder Forschungszwecken eingesetzt. «Es ist faszinierend, was mit dem 3D-Scanner möglich ist. Hier werden so auch Unterschiede analysiert, die mit konventionellen Methoden gar nicht mehr erfassbar sind», beschreibt Slavko. Diese Abweichungen liegen unter anderem sogar im tausendstel Bereich und werden besonders bei Beanstandungen relevant, damit die Ursache der Probleme aufgedeckt werden kann.» Da Slavko sich inzwischen so gut mit dem 3D-Scanner auskennt, ist er auch global dafür verantwortlich, Kolleginnen und Kollegen im Umgang damit zu schulen. Erst vor einiger Zeit kamen Mitarbeitende aus Ungarn vorbei: «Wir verfolgen den Ansatz, dass das Know-how innerhalb von ABB weitergegeben werden soll. Diese Synergien teilen wir auch länderübergreifend und versuchen so innerhalb des Business bestmöglich zusammenzuarbeiten. Das gefällt mir sehr.»

Praxis und Theorie im Studium verbinden

Vor etwas über drei Jahren kam Slavko zu ABB – zunächst machte er seine Lehre als Konstrukteur, anschliessend absolvierte er den Bachelor in Maschinenbau und Innovation an der HSR in Rapperswil. Der Job bei ABB passte und reizte ihn: «Mir ist generell wichtig, dass ich eine gewisse Abwechslung und Zugang zu neuen Technologien habe. Dieser Beruf bietet mir genau das.» Doch er wollte sich noch weiterentwickeln und schloss vor über einem Jahr berufsbegleitend noch den Master of Science in Engineering in Industrial Technologies an. Bei seiner aktuellen Projektarbeit definiert er Standards für Labortests bei Kabelschutzprodukten im Automations- und Robotikmarkt und erzielt gleichzeitig einen Mehrwert für den Standort Uster und den Brand PMA. Die Wissbegierde und Offenheit, stetig Neues zu lernen, sind Slavko anzumerken:
«Man sollte sich alles an Wissen aneignen, das man bekommen kann. Deswegen tue ich auch etwas dafür. Hier bei ABB geht das insgesamt gut, jeder ist hilfsbereit, es wird ein guter Austausch in einer offenen Atmosphäre gelebt.»

Slavko besuchte im Rahmen seiner Masterarbeit die Chinesische Botschaft in Bern. ©ABB

Die wenige Freizeit, die ihm momentan noch neben dem Master bleibt, nutzt er für Kurzreisen, Fitness oder für ein Beisammensein mit Freunden und Familie. Auch wenn momentan kaum Zeit für weitere Hobbies bleibt, ist Slavko vollauf zufrieden: «Das Ende des Masters ist schliesslich abzusehen und das Studium ist wirklich interessant. Natürlich muss ich mich derzeit etwas mehr anstrengen, alles unter einen Hut zu bekommen, aber das ist es definitiv wert.»

Drei Fragen, drei Antworten

Wie erlebst du die Firmenkultur von ABB?

Sehr offen. Es ist ein grosses Unternehmen und dennoch begegnen mir unheimlich viele nette und tolerante Menschen. Neue Technologien und neues Wissen werden stark gefördert, was bei anderen Unternehmen nicht zwingend der Fall wäre.

Woher kommt dein Interesse für Technik?

Das logische und strukturierte Denken hatte mir schon immer zugesagt. Auch die Tatsache etwas zu erzeugen, welches schlussendlich auch physisch angefasst werden kann, hat mich schon immer inte-ressiert. Daher wusste ich, dass ich mich mit Technik beschäftigen möchte. Lediglich in welchem Bereich war stets offen.

Was sind besondere Herausforderungen?

Die Abhängigkeiten von einzelnen Systemen und die unterschiedlichen Anforderungen, welche ein Produkt erfüllen muss, müssen schlussendlich alle bei der Integration in ein System berücksichtigt und miteingebunden werden. Jede einzelne Arbeit und jedes Projekt sind unterschiedlich, sodass stets neue Herausforderungen dazukommen. Diesbezüglich möglichst flexibel zu reagieren, ist dann entscheidend und herausfordernd.

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Über den Autor

Greta Clasen

Für ABB als führendes, digitales Technologieunternehmen spannende Themen zu realisieren – diese Vorstellung setzte mich sofort unter Strom. Und doch musste ich bei Themen wie Trockentransformatoren im ersten Moment erst einmal schlucken. Mit mehr Wissen und Verständnis wurde mir jedoch klar, wie viel tatsächlich hinter der für mich erst einmal unbekannten Technik steckt und die Begeisterung kam automatisch. Ich freue mich, jeden Tag tiefer in die komplexesten Themen einzutauchen.
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