Lernende in den USA Teil 3/3: Die Highlights eines einzigartigen Auslandserlebnisses

Diesen Sommer machten sechs Lernende von ABB Schweiz erstmalig einen Austausch bei ABB in den USA. Nach ihrer Rückkehr blicken Valeria und Thaaqib zurück.

In unserer Blog-Serie «Lernende in den USA» erzählen die sechs Lernenden nacheinander von ihren Eindrücken. Die zehn Wochen sind um – zum Abschluss berichten nun Valeria und Thaaqib von ihrem erlebnisreichen Auslandsaufenthalt.

In unseren zehn Wochen bei ABB «Motors and Generators» in Fort Smith, USA, haben wir viel erlebt und Verschiedenes ausprobiert. Leider ist die Zeit vorbei, und wir verlassen den Ort schweren Herzens. Wir haben uns alle verändert, sind selbstständiger und offener geworden. Durch das ständige Beisammensein sind wir einander nähergekommen, sodass wir uns fast schon wie eine kleine Familie fühlen. Wir werden unsere Freiheit vermissen, welche wir durch die Autos und die Gastfamilien erhalten haben. Sie haben uns stets die Freiheit gegeben, das zu machen, worauf wir Lust hatten.

Freizeitaktivitäten in den USA

In Fort Smith gab es einiges zu entdecken. Von den Aktivitäten, welche für uns von anderen Mitarbeitenden organisiert wurden, haben wir vor allem das Paintballspiel, den Schiessstand, das American-Football-Spiel und das Baseballspiel sehr genossen. Da das Kino in den USA um einiges günstiger ist als in der Schweiz, hat man uns dort auch häufig gefunden.

 

 

Dank unserer Gastfamilien konnten wir auch Gleichaltrige kennenlernen, welche nicht bei ABB arbeiten, und mit ihnen gemeinsam etwas unternehmen. Somit haben sie Einblicke in unser europäisches und wir in ihr amerikanisches Leben erhalten. Denn obwohl wir gleich alt sind, gibt es viele Unterschiede in unserer Erziehung. Viele von ihnen sind am Ende des Sommers ins College gewechselt, und sie luden uns ein, dort mit ihnen Zeit zu verbringen – was uns einen interessanten Eindruck des amerikanischen College-Lebens gegeben hat.

Ein Highlight von Thaaqib war die Show der Blue Man Group, welche er in Fayetteville mit seinen Gasteltern gesehen hat. Valeria verbrachte viel Zeit mit ihrer neunjährigen Gastschwester, was für sie insgesamt zu den grössten Highlights überhaupt zählt.

Von Chicago bis Orlando

Unsere zwei Reisen, die wir während dieser Zeit unternommen haben, gehören natürlich auch zu unseren Highlights. So waren drei von uns in Chicago, fünf von uns in Orlando. In Chicago haben die Jungs das «Lollapalooza» Festival besucht, Sonne am Sandstrand vom Lake Michigan getankt und einen Teil von Thaaqibs Familie besucht. Diese haben alle mit gutem Essen versorgt und Tipps für «Must-sees» in Chicago gegeben. Eine exklusive Stadtführung gab es auch von einem der Söhne einer Gastfamilie, der in Chicago lebt.

In Orlando haben wir uns eine kleine Auszeit gegönnt, gut gegessen, Spiele gespielt und Filme geschaut. Orlando ist aber auch die Stadt der Freizeitparks, und somit haben wir unter anderem den Universal Orlando Themenpark besucht. Fast einen ganzen Tag verbrachten wir damit, alles anzuschauen und über die teuren Preise zu staunen. An einem anderen Tag haben wir unser Geld bei einer langen Shoppingtour in einer Outlet-Mall ausgegeben. Das war ziemlich lustig: Dadurch, dass einige von uns einen ähnlichen Geschmack haben, passierte es mehrmals, dass zwei Personen das Gleiche gekauft haben – und somit im Partnerlook aufeinander gestossen sind.

Arbeiten bei ABB in Fort Smith

Bei der Arbeit war es stets aufregend, neue Mitarbeitende kennenzulernen. Sie waren alle sehr interessiert an uns, da wir so jung sind und doch schon so viel über den Beruf wissen. Oft lobten sie unser Englisch, da es in Amerika nicht so üblich ist, dass man mehr als eine Sprache sprechen kann. Für manche von uns war es das erste Mal, dass sie in einer Fabrik gearbeitet haben. Daher war die Grösse dieser Fabrik für sie erst recht unfassbar. So grosse Fabriken gibt es in der Schweiz wohl nicht.

Unser normaler Arbeitstag sah in Amerika ganz anders aus als in der Schweiz. Das fing schon mit dem Arbeitsweg an: Zum ersten Mal sind wir gemeinsam in einem Auto zur Arbeit gefahren, anstatt wie sonst üblich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. In den ersten zwei Wochen hatten wir jeweils morgens das theoretische «Green Belt»-Training für das Qualitätsmanagement, und nachmittags konnten wir das Gelernte direkt an unseren Projekten anwenden. Nach der erfolgreich bestandenen theoretischen Prüfung des «Green Belts» arbeiteten wir vollumfänglich an unseren Projekten. Auch die Projektdokumentation mussten wir sorgfältig bearbeiten, was viel mehr Zeit in Anspruch nahm als wir anfänglich erwartet hatten.

Herausforderungen gemeinsam meistern

Wir alle hatten aber auch verschiedene Hürden zu überwältigen. Ob Heimweh, Probleme mit der Kreditkarte, Kommunikationsprobleme oder Probleme mit dem Autofahren – wir mussten versuchen, sie selbstständig zu lösen. Manche konnten die Herausforderungen besser überwältigen als andere. Mit allem, was wir machen mussten, der Arbeit in Amerika, unser «Green Belt»-Zertifikat, der Schularbeiten und die ABB-Aufgaben, konnte einem das alles schnell zu viel werden. Aber wir hatten immer einander, haben uns in allem gegenseitig unterstützt und hatten immer ein offenes Ohr, um einander zuzuhören. Schliesslich sind es sieben Stunden Zeitverschiebung nach Europa, und damit nach Hause. Somit hatten wir nicht so viele Möglichkeiten, um schnell Zuhause anzurufen, weil man etwas vergessen hat, was «s’Mami sicher weiss».

Da wir uns inzwischen als eine gemeinsame Familie sehen, nennen wir unsere Hauptbetreuungspersonen scherzhaft auch unsere Eltern. Nicole als unsere Mami und Jason als unser Papi mussten stets aufpassen, dass «ihre sechs Kinder» gut untergebracht sind und nicht zu viel Blödsinn machten.

Amerika in zehn Wochen – Erinnerungen für immer

Alles, was wir im «Green Belt»-Training gelernt haben, werden wir natürlich mit in die Schweiz nehmen. In jedem Fall kann man sagen, dass wir die Zeit in Amerika stets schätzen werden. Wir sind unheimlich dankbar, dass wir die «Versuchskaninchen» sein durften, denn wir haben uns nicht nur im Arbeitsleben, sondern auch persönlich weiterentwickelt. Diese Erfahrung wird uns nie jemand nehmen können. Wir nehmen sie mit uns mit, genauso wie die vielen Erinnerungen – und alles aus unseren Shoppingeskapaden.

 

Valeria:
Mein Name ist Valeria De Caro und ich bin 19 Jahre alt. Vor einigen Wochen bin ich ins 4. Lehrjahr meiner Polymechaniker-Lehre gestartet. In der Schweiz arbeite ich bei Power Grids High Voltage mit den Ingenieuren zusammen. In meiner Freizeit bin ich als Synchronschwimmtrainerin tätig und verbringe gerne Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden.

 

 

Thaaqib:
Ich bin Thaaqib Ahamed Sheeraz und ich 18 Jahre alt. Im August bin ich in das 4. Lehrjahr meiner Automatiker-Lehre gestartet. In der Schweiz arbeite ich in Turgi in der Abteilung Industrial Automation Energie Industries, in der ich Erregeranlagen im CAD designe. In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit meinen Freunden und bin auch in der Jungwacht Wohlen tätig.

 

 

Berufslehre bei ABB Schweiz 

ABB hat eine langjährige Erfahrung als Ausbildungsbetrieb. Durch dieses Wissen, kombiniert mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der ABB-Ausbildung, werden neue Talente von morgen ausgebildet. Gemeinsam mit dem Ausbildungspartner «libs – Industrielle Berufslehren Schweiz», bietet ABB die berufliche Grundausbildung in acht Bereichen an. Weitere Informationen zur Berufslehre findest du hier.

 

Kategorien and Tags
Über den Autor

Nicole Rommelfanger

Als Leiterin der Berufslehre bei ABB bin ich seit 2016 für die Neuausrichtung der Berufslehre bei ABB verantwortlich. Mit der Unterstützung eines engagierten Berufslehre-Teams haben wir die Berufslehre bei ABB strategischer ausrichten können, die Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern gestärkt und die Lehre um zielgruppengerechte Angebote erweitert. Da unsere Lernenden für uns im Zentrum der Berufslehre stehen, sind wir bemüht kontinuierlich mit ihnen im Dialog zu stehen und unsere Angebote stetig weiterzuentwickeln.
Kommentiere diesen Blogbeitrag