Echt? Das macht ABB?!

Vom Rennwagen bis ins Raumschiff: Ein bunter Strauß von… Kabelbindern

„Ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit” – dieses Zitat kennt wohl jeder. Als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 – also vor ziemlich genau 50 Jahren – als erster Mensch den Mond betrat, schrieb er Geschichte. Voraussetzung dafür: neueste Technik und das richtige Equipment. Zum Beispiel Kabelbinder.

Im Wettlauf ins All zwischen den USA und der Sowjetunion suchte die NASA nach Ausrüstung, die auch unter extremsten Bedingungen keine Gase ausstößt: Ob Kälte, Strahlung oder Vakuum.  Denn Gase können die empfindlichen Instrumente stören, mit denen Satelliten und andere Raumfahrzeuge zum Beispiel die Atmosphäre analysieren. Herkömmliche Kabelbinder bestehen meist aus Nylon.

Die Geburtsstunde des Ty-Rap

Auf der Erde – schön und gut. Im Weltraum aber eher ungeeignet, da das Material dort schnell ausgasen würde. Eine Alternative musste her und so entwickelte Thomas & Betts, heute Teil der ABB, 1958 den Ty-Rap aus ETFE. ETFE ist ein fluoriertes Copolymer und Derivat von Teflon. Oder um es einfach zu machen: Ein Stoff, der auch Hitze, Kälte, Strahlung und anderen Gefahren trotzt.

Die Idee für den Ty-Rap kam Maurus C. Logan, Ingenieur Thomas & Betts, 1956. In einem Boeing-Werk beobachtete er, wie Arbeiter elektrische Kabel mühsam mit Wachsbändern in den Flugzeugrumpf verschnürten. Schnell fand er ein geeigneteres Material: Nylon. Und so hielt er es schon 1958 in den Händen: das Patent für den Ty-Rap. Zunächst als Helfer für die Luft- und Raumfahrt gedacht, fand der Kabelbinder mit der Stahlnase schnell Einzug in andere Anwendungsbereiche. Mittlerweile findet er sich an den ungewöhnlichsten Einsatzorten wieder: An der Oberfläche des Mars zum Beispiel. In den Motorräumen von Rennwagen. Oder in der Nahrungsmittelindustrie. Hier fertigt ABB Kabelbinder, die eine besondere Eigenschaft haben: Sie sind detektierbar. Durch ihren Blauton und einen geringen Metallanteil lassen sie sich so einfach von Röntgengeräten, Metalldetektoren oder visuellen Erkennungsgeräten aufspüren. Und dem Genuss steht nichts mehr im Wege.

Echte Allrounder

Die Beispiele zeigen: Kabelbinder sind mehr als kleine Plastikteile. Der Ty-Rap ist dabei nicht der einzige Star der ABB-Kabelbinderfamilie. Da gibt es zum Beispiel Ty-Met, sozusagen die harten Kerle unter den Kabelbindern. Sie bestehen aus Edelstahl und sind wie der Ty-Rap enorm strapazierfähig. Deshalb findet man sie zum Beispiel in der Petrochemie, in Bergwerken, Off-Shore oder in anderen aggressiven Umgebungen. Und dann ist da noch eine Art Newcomer unter den Kabelbindern: der bakterienresistente Ty-Fast Ag+. Er besteht aus einem Nylonharz und wird mit einem Silberionen-Additiv gemischt. Schon klar, und wofür soll das gut ein? Es verhindert das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Schimmel auf der Oberfläche des Kabelbinders. Mit seiner antimikrobiellen Wirkung ist der Ty-Fast Ag+ der erste Kabelbinder auf dem Markt, der die Ausbreitung von Bakterien und die Infektionsrate reduziert. Und wo wäre der besser aufgehoben als in Krankenhäusern?! Ziemlich vielseitig also, diese Kabelbinder.

Genau wie das weitere Produktangebot von ABB – und sicher auch an manchen Stellen überraschend. Welche weiteren Helden des Alltags oder Produkthighlights ABB zu bieten hat, könnt ihr in den nächsten Teilen von „Echt? Das macht ABB?!“ nachlesen.

Von A wie Azipod bis Z wie Zement
ABB hat eine Vielzahl an Produkten und Lösungen für die verschiedensten Lebens- und Anwendungsbereiche. Einen Teil davon stellen wir euch in unserer Serie „Echt? Das macht ABB?!“ vor. Vielleicht ist ja auch die ein oder andere Überraschung dabei.

Kategorien and Tags
Über den Autor

Mona Streckert

Ein bisschen was von allem – so könnte man meine Aufgaben in der Unternehmenskommunikation bei ABB beschreiben. Hauptsächlich arbeite ich aber im Bereich Vorstandskommunikation und Public Affairs. Ob KI, E-Mobilität oder Gebäudeautomatisierung, spannende Themen sind in jedem Fall garantiert.
Kommentiere diesen Blogbeitrag