Lernende in den USA Teil 1: Von fremden Masseinheiten bis zum Greenbelt-Training

Diesen Sommer machen sechs Lernende von ABB Schweiz erstmalig für zehn Wochen einen Austausch bei ABB in den USA. Robin und Sandro ziehen ein erstes Fazit.

In unserer Blog-Serie «Lernende in den USA» werden die sechs Lernenden nacheinander von ihren Eindrücken berichten. Die ersten vier Wochen sind um – den Anfang machen Robin und Sandro, die gemeinsam ihre ersten Erlebnisse und Erfahrungen aufgeschrieben haben:

Einen Auslandsaufenthalt in einem so jungen Alter zu erleben ist eine riesige Erfahrung, welche wir nur ungern verpassen wollten. Auch unsere Selbstständigkeit unter Beweis zu stellen und neue Kontakte zu knüpfen, waren einige unserer Beweggründe, um an diesem Austausch in die USA teilzunehmen. In der Geschäftssparte «Motors and Generators» in Fort Smith, Arkansas, haben wir die Chance, mehr über die lokalen Produkte, Prozesse und die Arbeitskultur zu erfahren. Darüber hinaus absolvieren wir hier das Greenbelt-Training, welches ein internationales anerkanntes Zertifikat für statistische Analysen ist. Ein solches Zertifikat schon so früh in unserer Karriere zu erhalten, ist ein riesiger Vorteil für die Zukunft und das wollten wir uns natürlich nur ungern entgehen lassen.

Greenbelt-Training und die Umsetzung in die Praxis

Momentan sind wir in der vierten von insgesamt zehn Wochen unseres Aufenthaltes angelangt. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir können schon auf vier sehr lehrreiche Wochen zurückschauen. Drei dieser vier Wochen verbrachten wir zusammen mit den lokalen Lehrlingen und starteten gemeinsam mit ihnen in das Greenbelt-Training. Bei diesem Training lernen wir das Bestimmen von Fehlern innerhalb eines Prozesses, das Auswerten und Analysieren verschiedener Daten sowie die Behebung der anhand von den Daten identifizierten Fehler. Das alles dient zur Kostenreduzierung innerhalb eines Betriebes und auch zur Förderung der Kundenzufriedenheit. Das Training findet jeweils am Morgen statt, während wir am Nachmittag an unseren Projekten arbeiten. Jeder von uns hat ein individuelles Projekt, bei welchem wir das Gelernte aus dem Greenbelt-Training in die Praxis umsetzten können. Somit haben wir die Möglichkeit in einer riesigen Anlage unser Können zu zeigen und einen internen Prozess zu verbessern.

Schweizer und amerikanische Lernende beim gemeinsamen Bowlingabend. © ABB

Viele spannende Aktivitäten in der Freizeit

Damit wir uns besser mit den Produkten, welche hier produziert werden, identifizieren können, haben wir in diesen Wochen auch ein Motorentraining absolviert, welches uns die Grundlagen eines Motors nähergebracht hat. Neben dem Training hatten wir einige Nebenaktivitäten, wie Paintball spielen, Bowling, Escape Room meistern oder einen Ausflug in den Vergnügungspark. So bleibt uns keineswegs die Freizeit verwehrt.

Um die amerikanische Kultur besser kennen zu lernen, wurden wir bei Gastfamilien untergebracht und fahren von dort aus jeden Tag mit Mietautos zu ABB. Ausserdem haben wir fünf Tage zur freien Verfügung, um Ferien zu beziehen und so das Land zu erkunden.

Alle Lernenden beim Paintball. © ABB

Unterschiede zur Schweiz – gross, grösser, USA

Die auffälligsten Differenzen zur Schweiz, sind zum einen, dass alles viel grösser ist, wie beispielsweise Häuser, Autos und natürlich auch das Essen. Zum anderen gibt es eine Vielzahl von anderen Tieren, wie Roadrunners, Gürteltiere oder Opossums. Wir sind es uns ausserdem nicht gewohnt das man Inch, Foot und Galons als gängige Einheit verwendet. Die amerikanische Bevölkerung an sich ist aber sehr offen und so war das Eingewöhnen ziemlich einfach. In Bezug auf den öffentlichen Verkehr wird hier in Fort Smith lieber der grosse Truck anstelle des Busses oder des Zuges verwendet.

Im Grossen und Ganzen ist Amerika ein super Erlebnis und wir geniessen die Zeit hier.

Auf Erkundungstour durch die USA. © ABB

Robin:
Mein Name ist Robin Niederberger und ich bin 19 Jahre alt. Ich habe vor Kurzem mein drittes Lehrjahr als Elektroniker abgeschlossen und beginne nun mit meinem letzten Jahr. Ich spiele in meiner Freizeit gerne Unihockey, Posaune in einer Musikgesellschaft und bin Leiter in der JuBla (Jugendverein für Kinder zwischen der zweiten und neunten Klasse). Neben diesen Aktivitäten mache ich auch sonstige Sportarten, wie Skateboarding, Skifahren oder allgemeine Fitness.

Sandro:
Mein Name ist Sandro Regli und ich bin 18 Jahre alt. Momentan bin ich im vierten Lehrjahr zum Automatiker. In meiner Freizeit spiele ich gerne Handball oder fahre Ski. Darüber hinaus bin ich auch ein grosser Fan von 3D-Modellierung und benutze ein Programm namens Blender.

 

 

Berufslehre bei ABB Schweiz 

ABB hat eine langjährige Erfahrung als Ausbildungsbetrieb. Durch dieses Wissen, kombiniert mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der ABB-Ausbildung, werden neue Talente von morgen ausgebildet. Gemeinsam mit dem Ausbildungspartner «libs – Industrielle Berufslehren Schweiz», bietet ABB die berufliche Grundausbildung in acht Bereichen an. Weitere Informationen zur Berufslehre findest du hier.

 

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Über den Autor

Nicole Rommelfanger

Als Leiterin der Berufslehre bei ABB bin ich seit 2016 für die Neuausrichtung der Berufslehre bei ABB verantwortlich. Mit der Unterstützung eines engagierten Berufslehre-Teams haben wir die Berufslehre bei ABB strategischer ausrichten können, die Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern gestärkt und die Lehre um zielgruppengerechte Angebote erweitert. Da unsere Lernenden für uns im Zentrum der Berufslehre stehen, sind wir bemüht kontinuierlich mit ihnen im Dialog zu stehen und unsere Angebote stetig weiterzuentwickeln.
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