We are ABB: Prozesstechniker und Lernenden-Spezialist

Mitarbeitende geben Einblicke in ihre Arbeit: Martin Elmer ist Prozesstechniker – und mit 23 Jahren schon Lernenden-Betreuer in der Kunststofftechnologie.

Eins steht fest, langweilig wird Martin auf jeden Fall nicht. Wenn der 23-Jährige morgens zur Arbeit kommt, weiss er noch nicht genau, was der Tag bringen wird. Als Prozesstechniker bei ABB in Uster, in der Produktionsstätte von PMA, ist er das letzte Bindeglied einer Prozesskette für neue Werkzeuge und Einsätze, in die Kunststoff gespritzt wird. Dabei ist es seine Aufgabe, die Produkte auf Herz und Nieren zu prüfen und anhand der Daten Optimierungsvorschläge zu machen. So hat Martin auch kurzfristig alle Hände voll zu tun und einzuspringen, wenn Teile nicht funktionieren: «Es ist manchmal wie Detektiv spielen. Im Sherlock-Holmes-Modus gehe ich dann auf Fehlersuche», erklärt Martin schmunzelnd.

Mit 23 lernt der gelernte Kunststofftechnologe den Nachwuchs an – ein wirksames Konzept. © ABB

Der gelernte Kunststofftechnologe hat von 2011-2015 seine Lehre bei PMA in Uster gemacht, welche seit der Übernahme von Thomas & Betts im Jahr 2013 Teil von ABB Schweiz ist. Nach einem Jahr Schichtarbeit und einer Auszeit im Militär, bewarb er sich schliesslich auf die Stelle als Prozesstechniker, die ihm noch mehr Herausforderung bot. «Mir gefällt wirklich die Abwechslung und Optimierung am Job am besten – dazu beizutragen, etwas wieder zum Laufen zu bringen», meint Martin zu dem Wechsel.

Vom Lernenden zum Ausbilder – junge Mitarbeitende bilden Nachwuchs aus

Gleichzeitig wollte er sich jedoch nicht nur im technischen Bereich engagieren, sondern auch soziale Verantwortung zu übernehmen. Als die Position als Lernenden-Betreuer frei wurde, sah er die Chance und meldete sich direkt – trotz oder gerade wegen seines jungen Alters. Denn dadurch weiss er noch genau, wie es ist, in der Lehre zu sein: «Mir sind die Hürden und Schwierigkeiten im Umgang der Maschinen und des Kunststoffs noch durchaus bewusst. Es macht mir Spass geduldig zu erklären und genau da anzusetzen, wo es aus meiner Erfahrung heraus am meisten mit dem Verständnis gehapert hat», erzählt Martin.

Die 18-jährige Helena mit Martin an der Einlegemaschine. Sie baut sie so um, dass das Metallgewinde, welches von dem Roboter eingelegt wird, mit Kunststoff umspritzt werden kann. © ABB

Seit Ende 2017 bildet Martin nun im Bereich Kunststofftechnik aus und betreut derzeit zwei Lernende. Einem Lernenden hat er bereits erfolgreich zum Abschluss verholfen: «Es war ein wirklich schöner Moment, als der Lernende seinen Abschluss in der Hand hielt.» Als Betreuer sei er jedoch auch etwas streng und erwarte auch von Seiten der Lernenden selbst Engagement und Konzentration. «Im richtigen Arbeitsleben ist dies schliesslich auch gefordert. Mir ist sehr wichtig, dass die Lernenden Wissen mitnehmen, das sie danach für ihr gesamtes weiteres Berufsleben anwenden können. Dabei möchte ich möglichst praxisorientiert arbeiten und sie so gut es geht begleiten. Wenn sie ein Problem haben, können sie jederzeit zu mir kommen.»

Übergreifender Ansprechpartner als Lernenden-Spezialist 

Nebst der Position als Betreuer ist er zusätzlich der Lernenden-Spezialist der Einheit. Das bedeutet, in regelmässiger Absprache mit der ABB Lernenden-Verantwortlichen zu stehen und den Austausch zwischen den Einheiten und der Berufslehreorganisation innerhalb des HRs von ABB Schweiz zu fördern. Damit ist er auch übergreifend erster Ansprechpartner für die Anliegen von der Lernenden-Verantwortlichen und von anderen Lernenden-Betreuern zu jeglichen Ausbildungsfragen und festigt das Lernenden-Leitbild in den Einheiten.

Zusammen mit einem Kollegen kümmert er sich ausserdem auch im Mitarbeitendenkreis und Arbeitsumfeld ums Lernen und Optimieren. Hierzu betreiben sie einen kleinen anonymen Ideenbriefkasten-– falls die rund 110 Mitarbeitenden am Standort Ideen und Verbesserungsvorschläge haben, können sie das dort deponieren.

Immer für einen Spass zu haben: Die Kantinen-Wette

Ausgleich von der Arbeit findet er bei seinen Tieren und in der Natur. «In meiner Freizeit reite ich sehr gerne und besitze auch selbst zwei Pferde. Ausserdem spiele ich noch Faustball im Verein.» Deutlich wird, Herausforderungen nimmt Martin gerne auch in der Freizeit an: Als ein Kollege beim Mittagessen witzelte, warum er nicht einmal mit einem seiner Pferde zu Arbeit kommt, schloss er direkt eine Wette ab und ritt ein paar Tage später einfach von Pfäffikon nach Uster. Natürlich in Absprache und Organisation mit seinem Vorgesetzten – sein Pferd Neisti durfte er dann ausnahmsweise auf der Wiese hinter dem Gebäude «parken».

Martin mit seinem Pferd Neisti. © ABB
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Über den Autor

Greta Clasen

Für ABB als führendes, digitales Technologieunternehmen spannende Themen zu realisieren – diese Vorstellung setzte mich sofort unter Strom. Und doch musste ich bei Themen wie Trockentransformatoren im ersten Moment erst einmal schlucken. Mit mehr Wissen und Verständnis wurde mir jedoch klar, wie viel tatsächlich hinter der für mich erst einmal unbekannten Technik steckt und die Begeisterung kam automatisch. Ich freue mich, jeden Tag tiefer in die komplexesten Themen einzutauchen.
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