Kompetenz in Energie beim Installateurstreffen in Heidelberg

Interview mit Tim Kothe, WIHA Werkzeuge GmbH, über das Installateurstreffen zu dem ABB nach Heidelberg eingeladen hatte.

Auf der Veranstaltung hatten wir mit 20 Teilnehmern über Schutzkonzepte moderner Verteilungen, Neuigkeiten in der Normung, Lösungen für Energieeffizienz und den fachgerechten Einbau von Installationsgeräten gesprochen.

Zur fachgerechten Installation gehört neben der “sauberen” Abisolierung der Leitung auch der korrekte Anschluss mit dem richtigen Drehmoment. Und genau dafür hatten wir beim ersten Installateurstreffen 2019 kompetente Hilfe im Haus gehabt: die WIHA Werkzeuge GmbH

Ein interessantes Thema, über das ich auf der Veranstaltung mit Tim Kothe von WIHA sprechen konnte:

© Tim Kothe

In welchem Bereich bei WIHA arbeitest du und was sind deine Aufgaben?

Ich bin seit Mitte 2016 bei WIHA und arbeite als Key Account Manager. Hauptsächlich bin ich für die Betreuung des Elektrogroßhandels bzw. des Segments VDE – Elektrohandwerk verantwortlich. Dieses stellt bei WIHA eines der strategischen Segmente dar – wir sind fokussiert auf den Anwender selbst und haben durch unsere eigene Fertigung viele Möglichkeiten Produkte, u.a. im VDE-Bereich, selbst entwickeln und produzieren zu können. Der speedE steht dabei derzeit als Produkt im Vordergrund, weitere Themen sind z.B. die Drehmomentbegrenzung. Viele WIHA-Produkte für den Elektriker haben wir in einen Werkzeugkoffer „gepackt“, um ihm ein rundes Sortiment anbieten zu können. Genaueres darüber erfährt man in folgendem Video:


Bitte erkläre in drei Sätzen worum es bei der Zusammenarbeit geht.

Im Großen und Ganzen geht es hauptsächlich darum, dem Anwender zu vermitteln, auf was er beim Einbau von Sicherungsautomaten achten sollte. Das Thema Drehmoment spielt durch die Angabe auf dem Sicherungsautomat eine sehr wichtige Rolle. Kommt es beispielsweise zu Schäden oder Beschädigungen am Sicherungsautomat ist der Ärger groß! Wenn kein Ersatz auf der Baustelle vorhanden ist, muss zum nächsten Lager oder Elektrogroßhandel gefahren und nachgekauft werden. Das kostet Zeit und Geld. Aber: das muss nicht sein, es lässt sich durch die Verwendung des richtigen Drehmoment-Werkzeuges verhindern.

Drei Hauptbestandteile stehen für uns besonders im Vordergrund:

  1. Sicherheit – VDE-Werkzeuge bieten vollen Schutz (zugelassen für 1.000 Volt AC)
  2. Gesundheit -Ergonomisches Griffkonzept (Empfohlen von Ärzten und Therapeuten des AGR)
  3. Materialschutz – Begrenzung des Drehmoments dient zur Vermeidung von Materialbeschädigungen

Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Wir nutzen schon seit einigen Jahren die Sicherungsautomaten von ABB, um z.B. auf Messen demonstrieren zu können, wie die Drehmomentschraubendreher funktionieren. Auf der Light+Building 2018 habe ich dann über den für WIHA zuständigen Außendienst von ABB den Kontakt zu Dir, Florian, bekommen. Schon in den ersten Gesprächen konnten wir schnell feststellen, dass wir Synergieeffekte beider Unternehmen nutzen können. Daraus hat sich dann schnell ein reger Austausch entwickelt – im März folgte unsere erste gemeinsame Anwender-Schulung beim Installateurstreffen bei ABB in Heidelberg.

 

Inwiefern bist du involviert und was sind deine Aufgaben?

Auf Seiten von WIHA war ich für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich. Gemeinsam mit meinem ABB-Counterpart – also dir – habe ich dafür gesorgt, dass alle uns wichtigen Themen und Produkte vor Ort präsentiert und genutzt werden konnten. Beim Termin selbst war dann ein Kollege vom Produktmanagement vor Ort, der den Teilnehmern bei der Schulung ihre Fragen detailliert und kompetent beantworten konnte.

 

Ausstellung der Wiha VDE Werkzeuge während des Installateurstreffen © ABB

Was war für dich die größte Herausforderung bei der Umsetzung? 

Die gab es nicht – alles verlief aus meiner Sicht reibungslos und die Planung von ABB war hervorragend!

Was begeistert dich an der Kooperation beim Installateurstreffen? 

Die Vermittlung von Wissen und vor allem auch der Austausch und das Feedback der Anwender. Das passt zu unserem Segment-Ansatz – Produkte für den Anwender zu entwickeln, um ihm die Lösung bieten zu können, die er sucht und seine Arbeit effizienter macht.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß? 

Die Vielfältigkeit der Aufgaben, zudem natürlich auch der interkulturelle Kontakt bei Auslandsdienstreisen und das Kennenlernen verschiedener Mentalitäten.

Welche Frage sollte man sich mindestens einmal im Leben stellen? 

Schwierig zu sagen. Ich bin der Meinung, dass man sich, nicht zu kritisch, häufig selbst hinterfragen sollte. Sich selbst zu reflektieren und auf sein Gegenüber einzustellen ist meiner Meinung nach sehr wichtig und hilft einem sehr, sich weiterzuentwickeln und weiter zu lernen.

Welche menschliche Errungenschaft/Erfindung beeindruckt dich am stärksten und warum?

Die Entdeckung und die Nutzbarmachung des Feuers, dass die Grundlage für die menschliche Zivilisation darstellt.

 

Vielen Dank für den Dialog lieber Tim und ich freue mich auf unser nächstes Installateurstreffen!

 

Du bist Elektriker und willst am Installateurstreffen teilnehmen? Melde dich bei uns unter info.bje@de.abb.com mit dem Betreff „Installateurstreffen“.

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Über den Autor

Florian Krackhecke

Ich arbeite bei ABB im Bereich der Niederspannungsprodukte als Produktmarketingmanager für Installationsprodukte. Meine Aufgabenschwerpunkte liegen in der Lebenszyklusbetreuung von Sicherungsautomaten und unserem Stecksockelsystem Smissline TP. In diesem Zusammenhang erstelle ich den richtigen Marketing Mix und unterstütze das operative Tagesgeschäft. Am liebsten erkläre ich jedoch meine Produkte, informiere mich auf Messen und Veranstaltungen über neue Trends, Produkte, Anwendungen und Lösungen im Rahmen der Energieeinspeisung und Verteilung von Niederspannungsanlagen.
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