ABB und Startups Teil 2: Wie Greenlytics das Energiesystem von morgen managt

Zusammenarbeit von morgen: Digitale Partnerschaften, Co-Creation und Startups gehören bei ABB in jedem Fall dazu

Teil 1 unserer Blogreihe über Startups verpasst? Kein Problem, hier geht es direkt zum Artikel: “Schnell, schneller Startup”

Der Countdown läuft. Am 16. Mai 2019 findet der Demo Day in Berlin statt. Dort präsentieren die sieben Startups aus unserem AI Industrial Accelerator Programm ihre Lösungen. Und es wird ein Gewinner gekürt. Wer das sein wird, das entscheidet die Jury in Berlin. Ein heißer Anwärter ist Greenlytics. Im Interview stellen wir euch das Stockholmer Startup vor.

Welche Vision steckt hinter Greenlytics?

Unsere Vision ist es, das verteilte und komplexe Energiesystem von morgen zu koordinieren. Dafür nutzen wir die Macht der Daten. Wir sammeln riesige Mengen an Wetter-, Produktions- und Marktdaten. Daraus können wir dann konkrete Handlungsempfehlungen für Stromhändler und Disponenten ableiten.

Was macht Greenlytics einzigartig?

Wir haben eine eigene KI-basierte Lösung entwickelt, die die Produktion von erneuerbarem Strom mit höchster Genauigkeit prognostizieren kann. Das Besondere bei uns: Wir nutzen diese Prognose, um optimale Entscheidungen für den Netzbetrieb zu treffen.

Was war der Antrieb, das Startup zu gründen?

Ich habe ein Jahr lang bei einem großen Versorgungsunternehmen im Stromhandel gearbeitet. Dort habe ich festgestellt, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt. Sowohl beim Handel als auch beim Vertrieb von Anlagen im Stromnetz.

Durch die Optimierung des Netzbetriebs können erneuerbare Energien schneller in das System integriert werden. Das hat mich sogar noch mehr motiviert.

Warum ist ABB der perfekte Partner für Greenlytics?

ABB ist einer der führenden Anbieter bei Anlagen und Dienstleistungen für die Energiewirtschaft. Wir können von ABB lernen und die globale Präsenz nutzen, um unsere eigenen Services zu erbringen. Das hilft uns enorm.

Was können ABB und Greenlytics voneinander lernen?

Durch die Zusammenarbeit mit einer ABB-Geschäftseinheit aus Deutschland lernen wir den deutschen Strommarkt kennen. Gleichzeitig können wir unsere Erfahrungen aus dem schwedischen Strommarkt mit dem ABB-Team teilen.

Wo seht ihr Greenlytics in der Zukunft?

Wir sind dann in der Lage, unser Leistungsversprechen in einem entsprechenden Maß zu erfüllen und unseren Einfluss bei der Transformation des Stromsystems deutlich zu erhöhen. Man kann sagen: In fünf Jahren steht Greenlytics auf eigenen Beinen.

Was waren eure größten Hürden auf dem Weg zur Gründung? Welche Herausforderungen gibt es heute noch?

Unsere größte Herausforderung ist es momentan, unsere Technologie zu entwickeln und zu testen. Wir müssen zeigen, was wir bieten und welchen Nutzen unsere Kunden haben. Und dann ist da natürlich noch das Thema Skalierung. Das ist mindestens genauso, wenn nicht noch herausfordernder.

Wie kann ABB dabei unterstützen?

Während des ABB Industrial AI Accelerators arbeiten wir mit einem Team von ABB zusammen. Dabei erhalten wir großartiges Feedback.

Startup vs. Großkonzern: Wie läuft die Zusammenarbeit mit ABB?

Wir arbeiten mit einem recht kleinen Team von ABB zusammen. Und das fühlt sich eigentlich auch wie ein Startup an. So ähnlich wie wir. Das macht die Zusammenarbeit sehr schnell, wir können Hindernisse umgehen und gemeinsam neue Lösungen finden.

Wie stellt ihr euch die Zusammenarbeit in Zukunft vor?

Wir sehen starke Synergien zwischen dem Produktangebot von Greenlytics und ABB OPTIMAX. Durch die Kombination unserer Systeme könnten wir eine Ende-zu-Ende-Plattform für Datenerfassung, Prognose, Handel und Controlling verteilter Energieanlagen bereitstellen.

Welche Empfehlung würdet ihr anderen Gründer mit auf den Weg geben?

Fangt mit einer Vision an, die euch begeistert. Ein Unternehmen zu gründen, ist schwierig und kostet Zeit. Wenn du nicht liebst, was du tust, ist es das nicht wert.

 

ABB Industrial  AI Accelerator-Programm
In dem ABB-Programm können Startups ihre KI-Lösungen für die Industrie testen und vermarkten. In einem viermonatigen Programm arbeiten verschiedenen ABB-Einheiten seit Ende Januar mit ausgewählten Startups zusammen. Die Ergebnisse des Programms werden im Mai vorgestellt. Auf der Hannover Messe haben sich die Startups erst mal selbst vorgestellt. 

 

 

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Über den Autor

Mona Streckert

Ein bisschen was von allem – so könnte man meine Aufgaben in der Unternehmenskommunikation bei ABB beschreiben. Hauptsächlich arbeite ich aber im Bereich Vorstandskommunikation und Public Affairs. Ob KI, E-Mobilität oder Gebäudeautomatisierung, spannende Themen sind in jedem Fall garantiert.
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