Smarten Wohnungen gehört die Zukunft

Mit dem Smartphone die Heizung voreinstellen und das Beleuchtungsszenario auswählen: Das klingt nicht nur bequem, sondern ist auch umweltfreundlich.

Rund 45 % des Schweizer Energiebedarfs fallen in Gebäuden an. Eine Studie von Energie Schweiz aus dem Jahr 2016 zeigt, dass allein Effizienzmassnahmen bei der Gebäudetechnik 15 % des Energieverbrauchs und 40 % der Treibhausgasemissionen vermeiden würden.

Das ist nicht reine Theorie, wie ein Projekt mit 120 Haushalten in der Stadt Rösrath bei Köln zeigt: In den herkömmlichen Einfamilienhäusern mit zentraler Gasheizung wurde im Frühling 2016 je ein Smart-Home-System installiert. Die Auswertung 2018 zeigt, dass manche den Gasverbrauch für Heizung und Warmwasser um 20 bis 30 Prozent reduzieren konnten. Diese Top-Sparer hatten sich mit dem System beschäftigt und viele Automatisierungen programmiert.

Bequem vom Sofa aus Licht, Kaffeemaschine oder Musik steuern

Das zeigt aber auch, dass die einfache Bedienbarkeit ein wichtiger Faktor für die weitere Verbreitung von intelligenter Gebäudeautomation ist. Auch die Interoperabilität sollte Smart-Home-Lösungen noch universeller gestalten. Beispielsweise können über das Smart-Home-System ABB-free@home Haushaltgeräte von Bosch oder Miele mit eingebunden werden. Das bringt ein Höchstmass an Komfort. So kann etwa der Status der Spülmaschine vom Sofa aus überwacht werden. Durch die Aktivierung der Morgenszene wird ein behagliches Licht eingeschaltet, Lieblingssongs werden abgespielt, und die Kaffeemaschine heizt sich auf. Und beim Verlassen des Hauses können über den Befehl «Alles aus» die Haushaltsgeräte und viele andere Funktionen der Hausautomation ausgeschaltet werden. Der grosse Vorteil: Alle Geräte und Funktionen sind über das Internetportal MyBuildings zu steuern.

Mit nur ein paar Klicks Geräte in der Wohnung steuern: Gebäudeautomation macht’s möglich. © ABB

ABB-free@home heisst das Hausautomationssystem für Privatkunden, das ohne vertiefte Programmierkenntnisse eingerichtet und betrieben werden kann. Es ist kostengünstiger und intuitiver bedienbar als das KNX-Bus-System für komplexere Anwendungen meist in gewerblichen oder öffentlichen Gebäuden, für das ABB – einer der Marktführer im Bereich Smart Homes – ebenfalls eine breite Palette an Software und Produkten anbietet.

Es wird etwa auch von bonacasa eingesetzt und steht auch in einer drahtlosen Variante mit Komponenten zur Verfügung, die mit integrierten Funkmodulen miteinander kommunizieren können. Das verwandelt die Wohnung drahtlos in ein intelligentes Zuhause. Ob Jalousien, Beleuchtung, Heizung, Klimaanlage, Türkommunikation oder Szenen: alles aus der Ferne bedienbar über Smartphone, Laptop oder Schalter und Panels an der Wand – auch mit einfach programmierbaren Szenarien.

Hohe Energieeffizienz

Die Steigerung der Energieeffizienz ist gewiss ein Faktor für die zunehmende Bedeutung der Gebäudeautomation. Die Zunahme an Komfort und Sicherheit steht für die Endanwender in den eigenen vier Wänden aber nicht minder im Fokus. Mehr Sicherheit bieten Elemente wie Türkommunikation mit fernüberwachter Zugangskontrolle, Bewegungsmelder, Anwesenheitssimulationen, Fensterüberwachung oder Panikschalter.

Genauso wie Fahrassistenzsysteme im Auto zunehmend zum Standard werden, dürften digitale Automationslösungen auch in Wohnbauten bald häufiger unseren Alltag erleichtern. Die Marktdurchdringung in Europa ist – im Vergleich zum führenden Nordamerika – zwar noch tief. Ende 2016 waren hier weniger als 4 % aller Haushalte mit smarter Technologie ausgerüstet. Gemäss dem Marktforschungsinstitut Berg Insight soll die Zahl der Smart Homes aber rasant wachsen, mit einer Zunahme des Marktvolumens dieser Lösungen um knapp 50 % jährlich alleine bis 2021.

Eigentlich logisch: die Digitalisierung hat unseren Alltag längst modernisiert. Telefon und Auto weisen heute ganz andere Features auf als noch vor zehn, geschweige denn zwanzig Jahren. Wohnungen werden zwar weniger schnell erneuert. Doch digitale Funktionen werden auch hier in wenigen Jahren selbstverständlicher Bestandteil des Alltags sein.

 

Smart Living
Smart Living – auch und besonders im Alter: Intelligente Gebäudeautomation kann dazu beitragen, dass Menschen länger eigenständig in ihrer Wohnung leben können. Speziell im dritten Lebensabschnitt erleichtert die Automation den Alltag, während zuverlässige Alarmsysteme Sicherheit geben. So kombiniert bonacasa, Schweizer Marktführer für «Smart Living», schwellenfreie Bauweise und eigene Servicedienstleistungen seit 2016 in neu gebauten Wohnungen mit dem intelligenten, benutzer-freundlichen Gebäudeautomationssystem ABB-free@home. Das bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Komfort und Sicherheit, während es gleichzeitig den Energiebedarf der Gebäude verringert.

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Über den Autor

Daniel M. Müller

Ich stieg 2007 als Trainee bei ABB ein. Zurzeit leite ich Marketing & Sales des Geschäftsbereichs Elektrifizierung bei ABB in der Schweiz. Zuvor war ich längere Zeit in Osteuropa tätig, zuletzt als Lead Division Manager für den damaligen Geschäftsbereich Fertigungsautomation und Antriebe. Studiert habe ich Wirtschaft an der HEC Lausanne sowie an der Universität Bern.
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