Wie können Innovationen in einem 130 Jahre alten Unternehmen am Laufen gehalten werden?

Unser digitales Angebot, ABB Ability™, trägt dazu bei, die Geschichte der Innovation weiter voranzutreiben.

Ich arbeite für eine Technologieführerin, deren Wurzeln mehr als 130 Jahre zurückreichen. Damals hat das Unternehmen den Markt mit einer brandneuen Technologie revolutioniert, wie es Google, Amazon, Uber und Apple in den letzten Jahren getan haben. Zu dieser Zeit hiess die grosse Revolution noch Strom. Heute sind es die Daten.

Die vier Divisionen von ABB sind entweder die Nummer eins oder die Nummer zwei in ihren jeweiligen Märkten. Bei jeder Konferenz, die ich besuche, werden wir gefragt, wie ein 130-jähriges Unternehmen das schaffen kann. Wie kann ABB über einen so langen Zeitraum eine Technologieführerin bleiben?

Die Antwort ist einfach: Indem man den Weg geht und nicht nur Gespräche führt. Wir sagen unseren Kunden nicht nur, wie sie innovativ sein können, sondern nutzen auch unsere eigenen Innovationen. So testen beispielsweise ABB-Roboter in komplizierten Prozessen die Chips, die wir in unserem Halbleiterwerk in Lenzburg, Schweiz, produzieren. Und in unserem Werk in Heidelberg, Deutschland, werden mit Automatisierungswerkzeugen und Robotern von ABB Leitungsschutzschalter hergestellt.

 

Der entscheidende digitale Wegbereiter, der diese Innovation vorantreibt, ist ABB Ability™, unser digitales Angebot. ABB Ability™ reicht vom Device über Edge bis zur Cloud und beinhaltet eine Plattform an Lösungen, die es unseren Kunden ermöglicht, ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu senken. ABB Ability™ wurde 2017 lanciert und bietet heute bereits mehr als 210 Lösungen an.

Um Innovation im Zentrum unserer Unternehmenskultur zu halten, umgeben wir uns mit anderen Innovatoren. Innovation kann nicht isoliert gedeihen, daher ist es wichtig, Teil eines Innovationsökosystems zu sein. Im Zeitalter der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz (KI) ist dies wichtiger denn je, angesichts des Tempos und der Komplexität des technologischen Wandels, der für jedes Unternehmen einfach zu gross ist, um ihn allein zu meistern.

Wir verbinden uns mit diesen Innovatoren durch Partnerschaften mit weltweit führenden Unternehmen wie Microsoft, Universitäten wie dem Imperial College in London und der ETH in Zürich und natürlich mit kreativen Startups. Unsere Branchenkooperation mit Microsoft macht digitale Lösungen von ABB Ability™ in der Azure Cloud verfügbar. Wir haben mit HPE zusammengearbeitet, um sichere Edge-Rechenzentren bereitzustellen, und mit IBM Watson, um KI-basierte Lösungen für die Industrie zu entwickeln.

Das ABB Ability™ Leuchtturm-Programm ist ein interner Inkubator von ABB, bei dessen Aufbau ich vor zwei Jahren mitgewirkt habe. Es ist ein Katalysator für all die innovativen und kreativen Ideen, die im gesamten Unternehmen entstehen. Die Philosophie des Programms «fail fast and learn fast» hat dazu beigetragen, eine Vielzahl neuer Produkte und Initiativen zu entwickeln und zu starten. Diese neuen innovativen Projekte entstanden in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Ein Projekt ebnet den Weg für autonome Seeschiffe mit ABB-Sensoren und Positionierungstechnologie. Ein weiteres Projekt nutzt Drohnen zur Analyse von Pipelines und zur Erkennung von Gaslecks unter Verwendung der patentierten Technologie der Gasanalyse von ABB.

Vor kurzem haben wir ein weiteres spannendes Leuchtturmprojekt vorgestellt: ABB Ability Marketplace™. Es bietet unsere innovative ABB Ability™ Software auf einem zentralen Online-Portal an, auf dem wir unseren Kunden volle Flexibilität beim Kauf und der Anpassung ihres digitalen Lösungsportfolios anbieten. ABB Ability Marketplace™ macht es für unsere Kunden einfacher denn je, das Potenzial unserer vernetzten Produkte und Dienstleistungen zu erschliessen. Wir haben es zu einem vollständig offenen B2B-Markt gemacht, in dem in Zukunft auch unsere Partner ihre besten Innovationen einbringen können.

Man findet da zum Beispiel ABB Ability™ Electrical Distribution Control System (EDCS), das auf unseren innovativen Konnektivitätslösungen und einer Cloud-Computing-Plattform basiert, die unseren Kunden bei der Überwachung, Optimierung und Steuerung der Energieverteilungssysteme in ihren Standorten und Anlagen hilft.

Ein weiteres Beispiel ist ABB Ability™ nMarket. Das Angebot, das im Finale des Wettbewerbs «Microsoft Manufacturing Partner of the Year» war, ist ein praxiserprobtes Transaktionsmanagement-Tool für die heutigen Energiemärkte und bietet eine integrierte, bid-to-bill Transaktionsmanagement-Plattform. Kunden können die neuesten Änderungen der Marktvorschriften sofort von ABB Ability Marketplace™ herunterladen und installieren.

Bei der Entwicklung neuer digitaler Lösungen für unser Portfolio, werden wir das Spektrum unserer Anwendungen, Services und Plug-Ins in Zusammenarbeit mit unseren besten Partnern erweitern. Unser Ziel ist es, der einzige Ort zu werden, an dem sich unsere Kunden und Partner treffen und den maximalen Nutzen aus ABB Ability™ ziehen, indem wir alle möglichen Ressourcen nutzen, um innovativ zu bleiben.

ABB Ability Marketplace™ ist ein Zeugnis der offenen und innovativen Kultur von ABB und markiert den nächsten Schritt auf dem mehr als 130-jährigen Weg. Das Portal wird unsere Kunden, Partner und Entwickler auf neue und spannende Weise zusammenbringen. ABB Ability Marketplace™ ist ein wichtiger Baustein in der digitalen Transformation von ABB und wir möchten unsere Kunden und Partner in die nächste Innovationswelle mit einbeziehen. Wir halten unsere Tradition der Innovation am Laufen.

 

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Über den Autor

Alain Schaefer

Ich kam 2007 zu ABB und hatte verschiedene Führungspositionen im ABB Substation Automation Business in der Schweiz und Südkorea inne. Davor war ich in Brasilien bei Atos Automação, heute Schneider Electric, einem globalen Spezialisten für Energiemanagement und Automatisierung. Meinen Masterabschluss erwarb ich in Elektrotechnik am Instituto Tecnológico de Aeronáutica (ITA), wo ich an Echtzeit-Betriebssystemen für Satelliten arbeitete. Davor habe ich meinen Bachelor-Abschluss in Informatik der Fachhochschule Rapperswil, Schweiz, gemacht.
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