Välkommen till Sverige

Mein Trainee Programm führte mich nach Schweden - der Heimat von ASEA, die bei der Fusion mit der Schweizer Firma BBC das «A» in «ABB» beigesteuert hat.

ABB in Schweden – erste Eindrücke

Anfang April 2018 bin ich in Västerås gelandet. Die Bedeutung von ABB für die Stadt war schnell zu erkennen: Bereits das erste, was ich nach der Autobahnausfahrt Västeras sehen konnte, war das ABB Corporate Research Center. Der schwedische ABB-Hauptsitz «Ottar» befindet sich zudem direkt vor dem Hauptbahnhof. Västeras ist mit 3700 von insgesamt 7800 ABB-Mitarbeitenden in Schweden der grösste Standort im Land.

Bevor ich nach Schweden zog, fragte ich meinen Betreuer, ob ich etwas nach Schweden mitbringen oder etwas Spezielles vorbereiten sollte. Die Antwort war: «Ja bitte, bring Freude und ein bisschen Sonne mit». Nun konnte ich definitiv verstehen, warum die Sonne ab April in Schweden so wichtig ist: Im April war der See Mälaren noch gefroren und die Tage fühlten sich definitiv kürzer an als in der Schweiz. Wir hatten sogar einen Tag Schnee. Freude ist ein Schlüsselaspekt der schwedischen Kultur. In den Kaffeepausen, auf Schwedisch Fika (Kaffee mit Zimtschnecken und Schokokugeln), erzählt jeder die Anekdoten der Woche und verbringt gemeinsam eine schöne Zeit. Sie sind dabei immer für ein Spässchen zu haben.

Das Team freute sich darauf, mich zu begrüssen. Mein Betreuer hat mich sogar am ersten Arbeitstag abgeholt, um mir den Weg zur Arbeit zu zeigen und mir die Geschichte von ABB zu erklären. Da ich die letzten 5 Jahre in 3 verschiedenen europäischen Ländern verbracht habe und aufgrund der tollen Leute, die ich hier getroffen habe, fiel es mir direkt leicht, mich zu integrieren. Die ersten zwei Wochen waren schliesslich voll von Einführungen und ich konnte mir für meine nächste Position als Area Sales Manager bei ABB Robotics viel zusätzliches Wissen aneignen.

Die Arbeit bei ABB Robotics als Area Sales Manager

In meiner bisherigen Arbeitserfahrung habe ich einige Roboter in Aktion gesehen und ihre möglichen Anwendungen besonders interessant gefunden. Glücklicherweise fand ich eine Stelle bei ABB Robotics in Schweden, wo ASEA 1978 einen der ersten Industrieroboter auf den Markt brachte.

Mit YuMi © Paula Rios-Rodriguez

In meiner Rolle unterstütze ich die lokalen Sales Units kommerziell und technisch, um sicherzustellen, dass der Endkunde die technisch am besten geeigneten und kosteneffektivsten Lösungen erhält. Die Festlegung des Transferpreises ist auch ein Teil meines Verantwortungsbereichs sowie der Verkauf der Produkte an die lokalen Sales Units, wobei ich mich auf Volumen-, Misch- und Profitabilitätsziele konzentriere und partiell an Verkaufsstrategiediskussionen für den zugewiesenen Bereich teilnehme. Ich bin speziell für fünf Länder verantwortlich: Spanien, Israel, Griechenland, Südafrika und Ägypten. Diese Länder sind die perfekte Mischung für mich, um so viel wie möglich zu lernen, da ihr jeweiliger Unterstützungsbedarf sehr unterschiedlich ist.

Ich habe erkannt, wie gerne ich näher am Kunden beziehungsweise den lokalen Sales Units bin. Es ist wirklich bereichernd, mit Menschen aus verschiedenen Ländern zu arbeiten und zu lernen, wie man sich annähert. Ein weiterer wirklich positiver Punkt ist, zu sehen, wie die lokalen Sales Units wachsen und ihre Motivation dabei, den Markt zu durchdringen. Das macht mir viel Spass!

Die schwedische Trainee-Gemeinschaft

In meiner ersten Woche in Schweden habe ich schon die aktuelle Gruppe der schwedischen Trainees während eines Abendessens kennengelernt, mit denen ich nun den Grossteil meiner Freizeit verbringe. Von Anfang an haben sie mich auch zu ihren Study Visits eingeladen. Dadurch hatte ich die Chance, die Produktionsanlagen von Robotics, Electrification Products, Transformers und Surge Arresters zu besuchen.

Produktionsanlage von Robotics mit den schwedischen Trainees während dem Study Visit © Paula Rios-Rodriguez

Als Teil des schwedischen Traineeprogramms laden die Trainees wöchentlich einen der Manager zum Abendessen ein, um mehr über deren/dessen Erfahrungen zu lernen. Diese Gelegenheit in einer entspannten Atmosphäre finde ich einzigartig. Die Trainees kochen das Abendessen zusammen. Das heißt, dass sie nach dem Traineeprogramm sogar Experten in der Küche und Eventorganisation werden.

In der schwedischen Kultur ist Sport ein Muss. Seit ich in Schweden angekommen bin, haben sich die Trainingsstunden für mich deutlich erhöht. Im Sommer haben wir uns gemeinsam mit den Trainees auf einen 10 km langen Benefizlauf zum Thema Blutspenden – «Blodomloppet» – vorbereitet, in dem wir ABB vertraten. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass das Managementteam in Schweden sehr erreichbar ist. Wir hatten die Chance, zusammen mit Johan Söderström (Country Manager für Schweden) im selben Team zu laufen!

ABB beim «Blodomloppet» © Paula Rios-Rodriguez

Sehr positive Erfahrung in Schweden

Zusammenfassend habe ich nur gute Erfahrungen während dieser 6 Monate gesammelt. Ich habe sehr viel gelernt, sowohl aus professioneller als auch kultureller Perspektive! Meine Arbeitserfahrung in Schweden war daher grossartig und sie haben mir die volle Verantwortung für die Rolle übertragen.

Explorer Trainee Programm von ABB Schweiz
Das Swiss Explorer Trainee Programm fokussiert sich auf die praktische Ausbildung junger Absolventinnen und Absolventen im Ingenieurbereich mit bis zu anderthalb Jahren Berufserfahrung. Während drei «Assignments» à 6 Monaten lernen die Trainees unterschiedliche Bereiche von ABB kennen. Sie gestalten das Programm aktiv selbst mit, in dem sie sich die «Assignments» selbst suchen und somit von Beginn an mitentscheiden, welchen beruflichen Weg sie während, aber auch nach dem Programm, einschlagen. Ziel eines Trainee-Programms ist es, auf eine breite und aufeinander abgestimmte Basis für die anschliessende Festanstellung bei ABB Schweiz hinzuwirken. Mehr Informationen über das Trainee Programm findest Du hier.

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Über den Autor

Paula Rios-Rodriguez

In meinem Studium «Industrial Engineering» habe ich den Schwerpunkt auf Maschinenbau gelegt. Nach meiner ersten Arbeitserfahrung als Projektingenieurin bei CERN in Genf, habe ich das ABB Trai-neeprogramm wegen der Möglichkeit, in verschiedenen Bereiche zu arbeiten, begonnen. Während des ersten Assignments arbeitete ich als Qualitätsingenieurin für gasisolierte Schaltanlagen in Oerlikon. Seit April 2018 absolviere ich als Area Sales Managerin für ABB Robotics in Schweden meinen Aus-landsaufenthalt. In meiner Freizeit reise ich gern, mache Sport in der Natur (Jogging, Radfahren, Wan-dern) und verbringe Zeit mit Freunden (Kaffee trinken, kochen und kulturelle Veranstaltungen).
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