Die Digitalisierung als Chance? Gemeinsam die Zukunft der Schweiz gestalten

Greta Clasen

Roboter, Virtual Reality und künstliche Intelligenz – am zweiten Schweizer Digitaltag begeisterten die Möglichkeiten der Digitalisierung tausende Besucher.

Die quirlige Motivation, in der digitalen Zukunft etwas zu bewegen und die Digitalisierung in allen Bereichen zum Vorteil für die Gesellschaft zu nutzen, riss mich und viele andere sofort mit. ABB unterstützte die Veranstaltung, und wir zeigten am Zürich HB und am Genfer Bahnhof unsere Lösungen – gemeinsam mit rund 70 Partnerorganisationen, die am 25. Oktober mit ihren Innovationen im Rahmen des Digitaltags des Vereins digitalswitzerland vertreten waren.

Chancen für Mensch und Wirtschaft

Schon kurz nach Beginn wurde der weltweit erste zweiarmige kollaborative Roboter YuMi («You & Me») von ABB an unseren Ständen zum Star und schrieb fleissig Autogramme für Gross und Klein. Dank seinem sicheren Design kann er in der Industrie Seite an Seite mit Menschen zusammenarbeiten, etwa in der Kleinteilmontage. Solche digitalen Lösungen helfen Industrieunternehmen, ihre Produktivität zu steigern.

ABB Ability™ bietet derweil über 200 digitale Lösungen wie Steuerungssysteme und Fernüberwachungsdienste für Kunden in den Bereichen Industrie, Mobilität, Gebäude und Energieversorgung. Dies stiess auch beim Thema nachhaltiger Verkehr mit Elektroautos auf grosses Interesse. Digital vernetzte Ladestationen ermöglichen eine proaktive Wartung, einen schnellen Service und ebnen den Weg in Richtung nachhaltiger Zukunft mit Elektroautos. Intelligente digitale Gebäudesysteme sparen zudem Energie und steigern Komfort und Sicherheit – auch für ältere Menschen eine hilfreiche Unterstützung.

Podiumsdiskussion über künstliche Intelligenz

Doch auch Risiken und mögliche Bedenken der Menschen bei der Digitalisierung wurden berücksichtigt. Der Digitaltag bot hierzu öffentliche Diskussionen und Fragemöglichkeiten an. Beim Stammtisch wurde das Thema «Künstliche Intelligenz – Sind uns die Maschinen bald überlegen?» diskutiert. Für Christopher Ganz, Group Research and Development Digital Lead von ABB, ist künstliche Intelligenz eines der Werkzeuge von vielen, die wir Zusammenspiel von Systemen und Menschen nutzen und in der Industrie anwenden, um Probleme zu lösen.

Dabei nannte Christopher Ganz Beispiele in der heutigen Anwendung bei ABB: So dient sie der Mustererkennung von Geräten, um frühzeitig problematische Entwicklungen zu entdecken. Ein weiteres Beispiel seien Schiffe, insbesondere Kreuzfahrtschiffe. Hier nützt künstliche Intelligenz, um sie vollautomatisch und sicher im Hafen anzudocken. Insgesamt sei es immer ein Zusammenspiel von künstlicher Intelligenz, Automatisierungslösungen und den Menschen. Er entschärfte dabei die Bedenken, dass Maschinen uns überholen könnten: Der Verstand des Menschen, problematische und komplexe Situationen zu erkennen, ist den Maschinen überlegen. Dennoch müssen sich die Menschen mit der Digitalisierung auseinandersetzen und ihre Vor- und Nachtteile kennen. Weitere Fragen konnten dem Experten am Nachmittag im Data Café gestellt werden.

Bundespräsident sieht Chancen durch die Zusammenarbeit aller Akteure

Alain Berset, Bundespräsident der Schweiz, sieht bei der Digitalisierung einen wichtigen Punkt in der Zusammenarbeit der Schweizer Organisationen: Die digitale Strategie des Bundesrats gehe in den Dialog mit sämtlichen Akteuren von der Wirtschaft bis zur Wissenschaft und der Verwaltung bis zur Zivilgesellschaft. Diese Zusammenarbeit falle derweil leicht. Die Schweiz binde gewohnheitsmässig alle in die Debatten ein und besitze den richtigen Mix, um sich differenziert mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung auseinanderzusetzen.

Er liess sich im Anschluss an seinem Vortrag die ABB-Lösungen zeigen und testete persönlich den ABB-FIA-Formel-E-Simulator am Zürcher Stand.

Der Digitaltag hat gezeigt: Die Digitalisierung steht als Schubkraft hinter den grossen Veränderungen unserer Zeit und ist schliesslich eine riesige Chance für heutige und künftige Generationen. Gemeinsam können wir das Beste aus der Entwicklung machen. Und für mich steht fest – einige Innovationen machen bereits richtig Spass.

Über den Autor

Greta Clasen

Für ABB als führendes, digitales Technologieunternehmen spannende Themen zu realisieren – diese Vorstellung setzte mich sofort unter Strom. Noch dazu der YuMi bei meinem Robo-Tic? Perfekt. Und doch musste ich bei Themen wie Trockentransformatoren im ersten Moment erst einmal schlucken. Mit mehr Wissen und Verständnis wurde mir jedoch klar, wie viel tatsächlich hinter der für mich erst einmal unbekannten Technik steckt und die Begeisterung kam automatisch. Ich freue mich, jeden Tag tiefer in die komplexesten Themen einzutauchen.
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