Weltneuheit auf der InnoTrans 2018: Der digitale Kabelschutz

Laura Gehrlein

Wie kann Kabelschutz denn digital sein? Ihr findet, das passt nicht zusammmen? Wir können euch sagen: Doch, passt. Und auf der InnoTrans zeigen wir es euch!

Heute startet die InnoTrans 2018. Wie gewohnt sind auch wir in diesem Jahr in Berlin vor Ort. Viele verschiedene Highlights warten bei uns in Halle 9 am Stand 304 auf euch. Darunter auch eines, das zunächst höchst ungewöhnlich klingt: der digitale Kabelschutz!

Ich habe im Vorfeld mit meinem Kollegen Peter Schuster aus der Schweiz gesprochen, um zu erfahren, wie beide Begriffe zusammenpassen,

Bild: Verantwortlich für den digitalen Kabelschutz ist Peter Schuster
Peter Schuster © ABB

Wie heißt du und in welchem Bereich arbeitest du bei ABB?

Ich heiße Peter Schuster und arbeite im Bereich Niederspannungsprodukte bei ABB in der Schweiz. Dort bin ich für die Innovationsprojekte für Kabelschutzsysteme verantwortlich.

Bitte erkläre in drei Sätzen, worum es bei dem Projekt geht.

Für das Projekt „Digitale Kabelschutzprodukte“ haben wir uns zwei grundlegende Fragen gestellt: Wie können wir unsere Produkte intelligenter machen und wie können wir für Kunden daraus einen Mehrwert generieren?

Inwiefern bist du in das Projekt involviert und was sind deine Aufgaben?

Man hört und liest immer, wie der Megatrend der Digitalisierung alles verändern wird. Innovationen kommen aber nicht von allein. Unsere Idee war es, den Megatrend auch auf unsere Kabel herunterzubrechen. So kam das Ganze zustande.

In Zusammenarbeit mit dem ABB-Forschungszentrum in Dättwil/Schweiz betreue ich das Projekt.

Warum ist das Projekt eine Weltneuheit?

Produkte wie Kabelschutzsysteme sind für den Schutz und für die Verlegung von Kabeln da. Wie kann man diese ‚dummen‘ Produkte intelligent machen und sie in Informationsnetzwerke einbinden, um sie für Industrie 4.0 und Smart Factories bereit zu machen?

Dazu statten wir unsere Kabelprodukte mit Sensoren aus. Das Besondere: Kabelschutzsysteme wie wir sie realisieren, existieren heute noch nicht auf dem Markt. Diese können einen Wassereintritt – z.B. durch eine Beschädigung – oder durch Kondensation im elektrischen System detektieren, was ein großes Problem in vielen Anwendungen darstellt. Besonders wichtig ist die Entdeckung eines Wassereintritts in industriellen Lebensmittelanwendungen, da sich dabei auch gefährliche Keime im elektrischen System verbreiten könnten. So können wir Inspektionen automatisiert durchführen, die Sicherheit erhöhen und zukünftig vielleicht auch eine Prognose zur Lebensdauer abgeben.

 

Was war für dich die größte Herausforderung bei der Umsetzung des Projekts?

Die Einbindung unserer Sensorlösung in eine geeignete Hardware- und Software-Umgebung erschien mir als der schwierigste Teil. Sensoren müssen mit Strom versorgt werden. Die Daten müssen übertragen, gespeichert und visualisiert werden. Glücklicherweise hatten wir in unserem Portfolio eine ähnliche Herausforderung bereits gelöst: Unsere ABB Ability Smart Sensor-Lösung, die man von den Motor- und Pumpensensoren kennt! Dafür sind sowohl Apps, die Speicherung der Daten in der Cloud mit Visualisierung über das Web-basierte Monitoring-Portal als auch die notwendige Hardware verfügbar.

Unsere entwickelten Prototypen mit Feuchte- und Temperatursensoren übertragen per BLE (Bluetooth Low Energy) Daten an das Gateway und darüber an die Apps sowie die ABB Ability Smart Sensor-Plattform, um die ermittelten Daten zu sammeln und zu visualisieren.

Dadurch entstehen nicht nur für unsere potentiellen Kunden Synergien, sondern auch für uns.

Eine Retrofit-Lösung für Wellrohre (links), Adapter- oder Box-Lösung für Sensorintegration (rechts). So kann bspw. sicher festgestellt werden, ob Wasser eintritt oder die Temperatur steigt © ABB

Was begeistert dich an diesem Projekt?

Absolut begeistert hat mich, wie wir durch das Einbinden verschiedener technologischer Bereiche und das Nutzen des ungeheuren, vorhandenen Wissens bei ABB schnell funktionierende Lösungen finden konnten.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?

Täglich warten neue Aufgaben auf mich, was die Arbeit nie langweilig werden und große Gestaltungsspielräume lässt.

Welche menschliche Errungenschaft/Erfindung beeindruckt dich am stärksten und warum?

Die Elektronik mit all ihren Potentialen hat mich immer beeindruckt. Dadurch haben wir heute Computer und Roboter, können Systeme vernetzen und technologische Aufgaben durch künstliche Intelligenz erleichtern. Dies verändert die Welt laufend und schafft neue Möglichkeiten, die man sich früher gar nicht vorstellen konnte.

 

InnoTrans 2018

“Die Zukunft der Mobilität” ist das Thema der InnoTrans 2018, die vom 18. bis 21. September in Berlin stattfindet. Wir zeigen unser Spektrum an zukunftsweisenden Produkten und Lösungen für die Bahnindustrie.

Besucht uns in Halle 9, Stand 304. Wir freuen uns auf euch!

Alle Infos gibt es auf ABB.de/InnoTrans

Über den Autor

Laura Gehrlein

Nach Abschluss meines dualen Studiums bei ABB arbeite ich im Marketing der Division Elektrifizierungsprodukte in Heidelberg. Meine Aufgabenschwerpunkte liegen in der Pressearbeit, der Mitarbeiterkommunikation und im Social Media Bereich. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport und bin immer für gutes Essen zu haben.
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