Energie für die Traditionsglace

Eine Niederspannungshauptverteilung von ABB sorgt beim Migros-Tochterunternehmen Midor in Meilen für das berühmte Schweizer Eis am Stiel.

Die Vanilleglace der Migros mit dem Seehund auf der Verpackung kennt vermutlich jedes Kind in der Schweiz. Und auch bei vielen Erwachsenen dürfte sie schöne Erinnerungen wecken. Denn das Produkt gibt es schon seit Mitte der siebziger Jahre, genau wie die Erdbeerglace mit dem Affen und die Schokoladenglace mit dem Bär. Die Traditionsprodukte kommen wie alle anderen Glacen der Migros aus Meilen am rechten Zürichseeufer. Dort hat das Nahrungsmittelunternehmen Midor, das zur M-Industrie gehört, seinen Hauptsitz.

27 Millionen Stück Eis am Stiel
Sämtliche Eiswaren werden im Werk 4 des Firmengeländes hergestellt. Dort sind rund 70 Mitarbeitende tätig. Sie stellen mit ihren Maschinen pro Jahr 9200 Tonnen der kühlen Köstlichkeiten her – allein von den Migrosglacen mit den Tiermotiven sind es jährlich 27 Millionen Stück.

In diesem Hitzesommer lief das Glacegeschäft besonders gut © ABB

Umfassende Modernisierung
Der Herstellungsprozess braucht eine beträchtliche Menge Energie, insbesondere für die Kälteanlage. Entsprechend wichtig ist die Stromversorgung. Sie wurde im vergangenen Jahr zu einem grossen Teil erneuert. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Infrastrukturmodernisierung im Werk 4 und umfasste unter anderem den Ersatz der Niederspannungshauptverteilung. Sie versorgt sämtliche Verbraucher im Gebäude mit Strom.

BBC-Anlage über 30 Jahre in Betrieb
Die bestehende Niederspannungsanlage stammte von der ABB-Vorgängerin BBC. Sie war nach weit über dreissig Jahren Betriebszeit allmählich am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Bei der Suche nach einem Ersatz fiel die Wahl wiederum auf ABB. Das Unternehmen lieferte eine moderne Niederspannungsanlage des Typs MNS 3.0 mit 17 Feldern und Leistungsschaltern ABB SACE Emax 2 der neuesten Generation.

ABB lieferte die moderne Niederspannungsanlage MNS 3.0 © ABB

Hoher Zeitdruck und wenig Platz
Eine grosse Herausforderung war der sehr enge Zeitrahmen: Innerhalb von nur zwei Wochen deinstallierte das Projektteam die alte Anlage, montierte die neue, schloss sie an und setzte sie in Betrieb. Länger hätte der Ersatz nicht dauern dürfen, stand doch die Glaceproduktion in dieser Zeit still. Parallel wurden andere Modernisierungsarbeiten durchgeführt, zum Beispiel die Sanierung der Tiefkühllager. Dem Team gelang es jedoch, alle Herausforderungen zu meistern.

Energieverteilung langfristig gesichert
Die Verantwortlichen setzen nun darauf, dass die neue Anlage mindestens für die kommenden dreissig Jahre zuverlässig funktioniert. Aller Voraussicht nach werden auch in einigen Jahrzehnten noch Jung und Alt mit Freude Glace konsumieren. Die MNS 3.0 trägt ihren Teil dazu bei, dass der Nachschub so bald nicht versiegt.

Das charakteristische Design der «Seehund-Glace» mit Vanillegeschmack stammt aus dem Jahr 1975 © ABB
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Über den Autor

Frederic Haervelid

Ich arbeite in der Unternehmenskommunikation von ABB Schweiz als Projektleiter. In meiner Freizeit treibe ich Sport oder treffe mich mit Freunden. Ich interessiere mich für Gesundheit und Fitness, liebe Bücher und mag "Die Simpsons".
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