Intelligent wohnen im dritten Lebensabschnitt

Gioia da Silva

Daniel Berner gewährt uns einen Einblick in seinen Alltag im digital vernetzten Zuhause. Er programmiert die Heizung für Ferienabwesenheiten am Smartphone.

Daniel Berner und Marianne Oesch Berner, ein sympathisches Paar im Ruhestand, sind Ende 2017 in ihr neues Zuhause eingezogen: In eine lichtdurchflutete Eigentumswohnung in der generationendurchmischten bonacasa-Überbauung in Utzenstorf – in ein hochmodernes, digital vernetztes Smart Home.

«Heute geht es uns hier ausgezeichnet; wir sind selbstständig und brauchen keinerlei Unterstützung. Im Hinblick auf kommende Jahrzehnte, wenn wir den Haushalt vielleicht nicht mehr alleine meistern können, sind wir aber froh zu wissen, dass wir auf Unterstützung zählen könnten», erklärt Marianne Oesch Berner. Dafür wohnt das Paar tatsächlich an einem idealen Ort: in einer bonacasa-Überbauung, die die Selbstständigkeit von älteren Menschen enorm erleichtert (siehe unten).

Grips statt Bizeps?

Was Daniel Berner am Wohnkonzept im Moment am meisten begeistert, ist das moderne Haussteuerungssystem, mit dem er Licht, Storen und Heizung der ganzen Wohnung selbst konfiguriert hat. Auf seinem Smartphone führt er die Funktionalitäten vor: Licht ein, Storen runter – ohne vom Sofa aufzustehen. «Der grösste Vorteil unseres ‚Smart Homes‘ ist der Komfort. Wir können zum Beispiel jeden Raum einzeln ansteuern – so ist unsere Wohlfühltemperatur im Schlafzimmer ein, zwei Grad kühler als im Wohnzimmer», erklärt Berner.

Der pensionierte Ingenieur glaubt, dass die Technik eine grosse Hilfe werden könnte, falls die körperliche Fitness im Alter nachlassen sollte. Sonnenstoren an grossen Balkontüren nach oben zu kurbeln, braucht bekanntlich eine starke Armmuskulatur. Berner erledigt das mit einem Tippen auf den Bildschirm seines Smartphones. Grips statt Bizeps? «Ach was, so schwierig war die Konfiguration gar nicht», sagt Berner bescheiden. Er stelle aber vor allem bei älteren Menschen eine gewisse Schwellenangst fest, ergänzt er. Manche Nachbarn wüssten nicht, wie sie die Haussteuerung mit der App oder am Computer konfigurieren könnten und würden sich daher vor der Bedienung scheuen. «Dabei wäre es sehr benutzerfreundlich», sagt Berner.

Um Unsicherheiten im Umgang mit der digitalen Technik abzubauen hat bonacasa für die Bewohnerinnen und Bewohner der Überbauung zusammen mit ABB eine Informationsveranstaltung durchgeführt. «Das Interesse war gross und der eine oder die andere hatten sogar richtig Spass an den neuen Möglichkeiten», sagt Dr. Alain Benz, Geschäftsleitungsmitglied von bonainvest AG, der Immobilienanlagegesellschaft, die Bauprojekte von bonacasa realisiert.

«Das ABB-free@home Haussteuerungssystem in der Wohnung der Berners ist ein gutes Beispiel für unsere ABB Ability Smart Home Lösungen: Digital vernetzte Geräte und Anlagen reduzieren den Energieverbrauch der Gebäude, steigern den Komfort der Bewohner und erhöhen die Zeit, in der eine Person eigenständig in ihrer Wohnung leben kann», erklärt Christian Ebneter, Verkaufsleiter Gebäudeautomation bei ABB Schweiz.

Richtig eingesetzt kann Smart-Home-Technologie älteren Menschen also helfen, so lange wie möglich dort zu wohnen, wo sie sich am wohlsten fühlen: zu Hause.

Bonacasa: Wohnen mit Service

Wohnungen, die nach bonacasa-Standard gebaut und organisiert sind, unterscheiden sich in drei wesentlichen Punkten von herkömmlichen Wohnungen.

Bauweise
Erstens sind sie konsequent schwellen- und stufenfrei gebaut, was nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Familien mit Kindern oder für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, grosse Vorteile bietet. Die schwellenfreie Bauweise ist aber nur das markanteste Merkmal von ca. 200, die erfüllt sein müssen, um dem bonacasa-Standard gerecht zu werden.

Servicedienstleitungen
Zweitens können Bewohner von bonacasa-Wohnungen Servicedienstleitungen in Anspruch nehmen. Das Service-Telefon organisiert zum Beispiel eine Putzhilfe, ein Handwerker oder bestellt ein Taxi. Und eine Concierge füttert die Katze und lüftet die Wohnung während Ferienabwesenheiten oder hilft älteren Bewohnern mit kleinen Diensten wie Zeitungsbündel entsorgen. Die 24/7-Notrufzentrale steht bei medizinischen Notfällen bereit.

Haussteuerungssystem
Drittens haben seit 2016 alle neugebauten Wohnungen von bonacasa ein intelligentes Haussteuerungssystem von ABB. In Kombination mit dem ausgeklügelten bonacasa-Notrufsystem bietet das Haussteuerungssystem den Bewohnern mehr Komfort und Sicherheit und reduziert gleichzeitig den Energiebedarf der Gebäude.

Drahtlos und sprachgesteuert
Seit 2017 gibt es das Haussteuerungssystem ABB-free@home auch in einer drahtlosen Variante. Diese eignet sich besonders gut für den nachträglichen Einbau bei Umbauten und Renovierungen, da kein fixes Bus-Kabel verlegt werden muss. Seit einigen Monaten lässt sich die Haussteuerung ausserdem mit der Sprachsteuerung von «Amazon Alexa» und mit dem «Sonos Home Sound System» verbinden.

Über den Autor

Gioia da Silva

Als ich 2015 zu ABB stiess, kannte ich mich in vielen Bereichen der Technik etwa so gut aus, wie ein Polarbär in der Sahara. Nach unzähligen spannenden Begegnungen während meiner Arbeit für die Unternehmenskommunikation weiss ich heute, dass Niederspannung genauso interessant sein kann wie Hochspannung.
Kommentiere diesen Blogbeitrag
Community Guidelines