Mädchen und Technik? Na klar!

Meine Kollegen aus dem zweiten Lehrjahr und ich © ABB

Was hat mich dazu bewogen eine Ausbildung zu Mechatronikerin zu machen und was muss die Politik verändern, um mehr Mädchen für tech. Berufe zu begeistern?

Mein Papa war früher bei ABB und hat im Bereich Schaltanlagen gearbeitet. Zu Hause hat er alles selbst gemacht und wir brauchten eigentlich nie einen Handwerker. Ich bin also in einem Technikhaushalt groß geworden. Das hat mich geprägt. Denn damit waren mir quasi die Grundlagen für Technik in die Wiege gelegt.

Am liebsten Porsche

Vor einigen Jahren habe ich in einem Fahrradladen ein Praktikum absolviert und dabei auch Fahrräder repariert. Dort habe ich einen Arbeitskollegen kennengelernt, der Porsche fährt und der hat mich zu einer Werkstatt mitgenommen in den Oldtimer repariert werden. Das hat mich fasziniert. Denn ich liebe es total, handwerklich zu arbeiten, zu fräsen, zu schrauben, zu bohren, zu feilen und auch mal dreckige Hände zu haben. Das Tollste ist dann, wenn man am Ende einer erfolgreichen Reparatur sieht, was man geleistet hat.

In diesem Fall ist das Erfolgserlebnis, die abschließende Probefahrt mit dem Oldtimer, den man repariert hat. Am liebsten repariere ich Porsche. Das ist dann schon etwas Besonderes, einen Porsche Probe zufahren.

Mechatronik: Total abwechslungsreich und spannend

Was hat mich bewogen bei ABB eine Ausbildung zur Mechatronikerin anzufangen? Für mich kam von Anfang an nur eine technische Ausbildung in Frage. Technik macht mir einfach Spaß. Ein Job im Büro ohne praktisches Arbeiten wäre nichts für mich.  Daher habe ich mich gerade für diese Ausbildung entschieden. ABB kannte ich natürlich von meinem Papa. Nach der Schule habe ich mich aber auch bei verschiedenen Unternehmen beworben. Dann wurde ich von ABB zum Vorstellungsgespräch eingeladen und bekam auch gleich die Zusage. Das hat mich überzeugt und ich habe meine Entscheidung bisher auch nicht bereut.

Die Welt verändert sich und damit auch die Arbeitswelt. Als Mechatroniker hat man mit Metall, Informatik, Elektrotechnik zu tun. Das ist total abwechslungsreich und spannend. Ich liebe Technik und meine Ausbildung. Ich kann diese Ausbildung nur jedem empfehlen, egal ob Junge oder Mädchen. Hier im ABB Training Center haben wir die besten Voraussetzungen. Auch weil mit ABB Stotz-Kontakt der größte Produktionsstandort von ABB in Deutschland mit einer hochmodernen Fertigung direkt nebenan ist.

Am Tag der offenen Tür im ABB-Training Center in Heidelberg konnte ich meinen Job als Mechatronikerin vorstellen © ABB

Ich weiß und sage was ich will

Als Mädchen in einem von Männern dominierten technischen Beruf hat man es natürlich nicht immer einfach. Vor allem auch, wenn man das einzige Mädchen unter 28 Jungs ist. Da muss man sich dann durchbeißen und auch klare Ansagen machen. Und natürlich muss man auch hin und wieder Kommentare aushalten und den Jungs Paroli bieten. Aber ich wusste ja auf was ich mich einlasse.

Tipps für die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin

Am Freitag hatten wir anlässlich unseres 10-jährigen Jubiläums elf Schulklassen von ABB-Partnerschulen hier im ABB Training Center, die wir über die Ausbildungsmöglichkeiten bei uns informiert haben. Da war das Interesse nach meiner Erfahrung eher gering.

Dafür hatte ich nachmittags ein cooles Gespräch mit der Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, die uns auch besucht hat. Sie wollte wissen, wie die Ausbildung bei ABB ist, hat aber auch sehr detaillierte technische Fragen gestellt. Und sie hat mich nach Tipps gefragt, was die Politik verändern müsste, um mehr Mädchen für technische Berufe zu begeistern.

Im Gespräch mit Ministerin Theresia Bauer, verantwortlich für Hochschulen, Forschungs- und Kunsteinrichtungen © ABB

Ich habe ihr gesagt, es müsste mehr technischen Unterricht an Schulen geben und die Schulen müssten auch mehr Unternehmen besuchen, damit die Schüler in der Praxis sehen, welche Vorteile technische Berufe haben. Beeindruckt hat mich bei der Ministerin, dass sie keine oberflächlichen Fragen gestellt hat, sondern sehr detailliert bestimmte Themen angesprochen hat. Das erlebt man ja bei Politikern heute eher selten.

Der Familie den Ausbildungsplatz gezeigt

Am 5. Mai hatten wir im ABB Training Center dann noch den Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit. Es waren viele Interessenten da, die sich über die Ausbildung bei ABB informiert haben. Auch meine ganze Familie aus Viernheim war da. Da konnte ich meinen Eltern und Geschwistern meinen Arbeitsplatz zeigen. Alle waren zum ersten Mal hier im ABB Training Center und fanden es total cool zu sehen, wie ich hier arbeite.

Normalweise erzähle ich ihnen abends zu Hause immer nur von meiner Arbeit. Jetzt konnten sie sich alles auch mal live anschauen. Das waren zwei erlebnis- und abwechslungsreiche Tage, die mir sehr viel Spaß gemacht haben.

Drei Wochen ins Legoland

Mein nächstes Highlight steht schon vor der Tür. Nach Pfingsten fahre ich nach Dänemark und mache im Legoland drei Wochen lang ein Auslandspraktikum. Da freue ich mich schon total. Ich kann nur jedem eine technische Ausbildung bei ABB empfehlen – egal ob Junge oder Mädchen. Mechatroniker ist ein spannender und abwechslungsreicher Beruf mit Zukunft. Und ABB bietet als internationales Unternehmen nicht nur eine erstklassige Ausbildung, sondern später auch beste Karrieremöglichkeiten.

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Über den Autor

Christina van Hülst

Mein Name ist Christina van Hülst. Ich bin 23 Jahre alt und mache eine Mechatronik-Ausbildung im ABB Training Center in Heidelberg. Ich bin das einzige Mädchen in der 29-köpfigen Mechatroniker Gruppe des zweiten Lehrjahres und habe gerade meine Zwischenprüfung erfolgreich bestanden. Meine Hobbys? Eigentlich alles was mit Technik zu tun hat. Vor allem mag ich aber Oldtimer.
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