30 Prozent Energieeinsparung dank Gebäudeautomation

Paulo Alvez im technischen Kontrollraum der Umwelt Arena © ABB

Die Umwelt Arena hat den Betrieb ihres Gebäudes mit einem KNX auf Energieeffizienz getrimmt. Die Betreiber schätzen die Einsparung auf über 130‘000 Franken.

Paulo Alves, Betriebsleiter der Umwelt Arena, wischt über den Bildschirm seines Smartphones. Er demonstriert die Funktionalitäten des KNX – des Gebäudeautomationssystems, dank dessen die Umwelt Arena ihren Energieverbrauch seit der Eröffnung im Jahr 2012 um rund einen Drittel senken konnte.

Alves hat das System zu einem grossen Teil selbst programmiert und in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Heute melden Licht- und Bewegungssensoren, wenn sich Besucherinnen in den Ausstellungsräumen befinden, oder wenn die Putzmannschaft ihrer Arbeit nachgeht. Bewegt sich niemand, wird das Licht gedimmt oder ganz ausgeschaltet. Das gleiche gilt für das Parkhaus.

Das KNX lässt sich auch mit dem Smartphone steuern. © ABB

«Das KNX ist aus unserem Betrieb nicht mehr wegzudenken», sagt Walter Schmid, Verwaltungsratspräsident der Umwelt Arena. «Die Energieeinsparungen sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für unsere Finanzen.» Tatsächlich konnte das Gebäude laut den Betreibern seit der Eröffnung über 130‘000 Franken an Stromkosten einsparen.

Heute produziert das futuristische Gebäude dank moderner Gebäudetechnik und den Solaranlagen auf dem Dach über das Jahr gesehen mehr Energie, als es verbraucht. Der CCA-Supermarkt daneben wird fast vollständig von der Umwelt Arena geheizt.

Das futuristische Gebäude produziert über das Jahr gesehen mehr Energie, als es verbraucht. © ABB

Mal Sparflamme, mal Vollgas

Da Verbraucher anhand von Datenvisualisierungen aufgezeichnet werden, hilft das System, Ineffizienzen zu entdecken. Die Nutzung von digitalen Daten wird so zu einem realen Mehrwert – was das Gebäudeautomationssystem als eine typische ABB Ability Smart-Home-Lösung auszeichnet.

«Der springende Punkt ist, dass die Beleuchtung, die Storen und die Lüftung vollautomatisch funktionieren. Es muss niemand das Licht löschen, Storen kurbeln oder die Alarmanlage einschalten – das wird einmal programmiert und regelt sich danach autonom», sagt Marco Savia, KNX Produkt Marketing Specialist von ABB Schweiz.

Dank der Ausschaltautomatik werden die Anlagen nur so lange wie tatsächlich nötig beansprucht. Damit ist die Lebensdauer deutlich länger, als wenn sie immer in voller Kapazität laufen würden. Oder, so formuliert es Marco Savia: «Warum immer Vollgas geben, wenn die Sparflamme manchmal genauso gut ist?»

Wer sich für die Bedienung des KNX interessiert, kann in der Ausstellung der Umwelt Arena die Funktionalitäten selbst ausprobieren. © ABB

 

Neue ABB-Ausstellung in der Umwelt Arena Schweiz

Ende 2017 wurde die ABB-Ausstellung in der Umwelt Arena erneuert. Besucherinnen und Besucher können den Stand von ABB selbst zum Leben erwecken: Beim Betreten reagiert die LED-Beleuchtung, Musik ertönt, und Wind ist zu spüren – je mehr Besucher, desto intensiver. So wird die Umwandlung von elektrischem Strom in verschiedene Energieformen zum Erlebnis. Auch komplexe Anwendungen werden greifbar gemacht – so können Besucher mit einem Industrieroboter Memory spielen.

 

Schon mit einem Roboter Memory gespielt? Bei Interesse lohnt sich ein Besuch in der Umwelt Arena. © ABB
Kategorien and Tags
Über den Autor

Gioia da Silva

Als ich 2015 zu ABB stiess, kannte ich mich in vielen Bereichen der Technik etwa so gut aus, wie ein Polarbär in der Sahara. Nach unzähligen spannenden Begegnungen während meiner Arbeit für die Unternehmenskommunikation weiss ich heute, dass Niederspannung genauso interessant sein kann wie Hochspannung.
Kommentiere diesen Blogbeitrag