We are ABB: Die Forscherin

Mariya Porus im Gas-Analytik Labor im Forschungszentrum Baden-Dättwil © ABB

Mariya Porus entwickelt am Forschungszentrum in Dättwil neue Sensor-Technologien. Sie erklärt, warum sie gerne in der Privatwirtschaft forscht.

Oberflächenchemie: Auf diesem Gebiet hat Mariya Porus Ende Juni 2012 doktoriert. Kaum eine Woche später hatte sie ihren ersten Tag in ihrer neuen Rolle als «Scientist Sensor Technologies» im Konzernforschungszentrum von ABB. Damals arbeitete sie an ihrem ersten, und auch an einem der schönsten Projekten ihrer bisherigen Laufbahn: An der Sensor-Technologie in der «Öko-GIS», jener gasisolierten Schaltanlage in Zürich Oerlikon, bei der ABB zum ersten Mal ein ökologisches Gasgemisch einsetzte.

Forschung mit praktischem Nutzen

«Was ich an der Forschung in der Privatwirtschat am meisten schätze, ist, dass was ich produziere, tatsächlich angewendet wird», sagt Mariya. Und: «Ich mag alles, was konkret ist.» Nichts mit Forschung um der Forschung willen also? «Nein, ich möchte mein Produkt ‚leben‘ sehen. In der realen Welt.»

In ihrem Alltag beschäftigt sich Mariya mit Materialkompatibilität, mit dem Testen von Prototypen und dem Validieren von neuen Produkten. Dazu besucht sie ABB-Fabriken und testet ihre Prototypen auf Alltagstauglichkeit. So erlebt sie ihren Job als sehr abwechslungsreich. Ausserdem schätzt sie die Berufskolleginnen und Kollegen, die nicht nur geographisch, sondern auch akademisch viele verschiedene Hintergründe mitbringen.

Ein neues Leben

Aufgewachsen ist Mariya in Moskau; in die Schweiz kam sie durch ihr Doktorat in Genf. Eingereist sei sie mit nur einem einzigen Koffer. «Ich glaube, der war sogar nur Handgepäck», sagt sie und lacht. Eine Frau, die ihr Leben kurzerhand von neuem aufgebaut hat. Mit einem Mittelpunkt: Ihre Arbeit, die dazu beiträgt, dass die Welt für künftige Generationen nachhaltiger wird. Gibt es eine schönere Motivation?

Mariya schliesst das Ventil des Druckbehälters. © ABB

Q&A Mariya 

Seit wann interessierst du dich für die Forschung?

Meine Eltern waren beide Wissenschaftler, beide haben einen Doktortitel. Somit war es für mich ganz natürlich, dass ich mich auch mit Forschung auseinandersetzen würde. Tatsächlich war ich schon als Kind fasziniert von Chemie. Ich fand es abenteuerlich, verschiedene Flüssigkeiten zusammenzumischen und dann zu beobachten, wie sich zum Beispiel die Farbe verändert.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spass?

Meine Arbeit ist sehr diversifiziert – ich arbeite nie zu lange an der gleichen Sache. Ausserdem lerne ich viel und kann meine Kompetenzen ständig ausbauen. Was ich sehr schätze, ist, dass ich bei ABB immer die Möglichkeit hatte, mich weiterzuentwickeln.

Wie erlebst du die Firmenkultur bei ABB?

Sehr offen. Im Forschungszentrum arbeiten die verschiedenen Abteilungen stark zusammen. Das hilft allen, fachlich aber auch organisatorisch immer auf dem neusten Stand zu bleiben. In unserem Team wird ausserdem das „Out of the box“-Denken kultiviert. Wenn wir zum Beispiel beim Start eines neuen Projektes brainstormen, dann gehen wir einfach mal davon aus, dass alles möglich ist. Das macht nicht nur Spass, sondern entwickelt auch spannende, neue Lösungsansätze.

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Über den Autor

Gioia da Silva

Als ich 2015 zu ABB stiess, kannte ich mich in vielen Bereichen der Technik etwa so gut aus, wie ein Polarbär in der Sahara. Nach unzähligen spannenden Begegnungen während meiner Arbeit für die Unternehmenskommunikation weiss ich heute, dass Niederspannung genauso interessant sein kann wie Hochspannung.
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