Tolle Ausbilder gesucht? Nein, schon längst da!

Patrick Brechenmacher (links) und ich während eines Trainingslagers mit dem Unified Team in der Schweiz © ABB

Was macht eine tolle Ausbildung aus? Neben der Qualität der Lehre selbst, sind es auch oft die Ausbilder. Bewerben lohnt sich, wie mein Interview zeigt!

Ob Mechatroniker, Werkzeugmechaniker oder Industriekaufmann – an 27 Standorten der deutschen ABB lassen sich spannende Berufe erlernen. Ich selbst bin seit einem Jahr bei ABB und mache in Heidelberg eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik. Ich bin über die Initiative „Fit4ING“ zu ABB gekommen, doch dazu erfahrt ihr später mehr.

Für meinen tollen Start hier im Unternehmen möchte ich mich ganz besonders bei unseren Ausbildern bedanken: Sie sind immer für uns da! Bei Problemen an der Hoch- oder Berufsschule helfen Sie uns und bei der Suche nach interessanten Stellen für Praxisphasen können wir uns ebenfalls an sie wenden. Auch bei anderen Problemen stehen sie uns zur Seite, ob beim Ausfüllen von Formularen für Behörden oder bei der Wohnungssuche.

Bei einem Ausbilder möchte ich mich besonders bedanken: Patrick Brechenmacher. Mein Mentor. Er war immer für mich da war und wird uns jetzt leider verlassen. Patrick wechselt vom Training Center Heidelberg an den ABB-Standort Berlin. Bevor er sich auf den Weg dorthin gemacht hat, habe ich ihn um ein Interview gebeten, denn ich finde sein interessanter Werdegang und sein soziales Engagement sind es absolut wert, geteilt zu werden!

Patrick Brechenmacher © ABB

Was führte dich zu ABB, Patrick?

Nach dem Abitur 2006 hatte ich ursprünglich geplant, den Zivildienst zu absolvieren. Doch bevor ich verweigern konnte, wurde ich ausgemustert und so hatte ich damals nicht wirklich viel Zeit, einen Studienplatz zu finden oder mir Gedanken zur Finanzierung zu machen. Kurzerhand entschied ich mich für ein duales Studium. Allerdings hatte ich eine genaue Vorstellung, in welchem Bereich ich arbeiten möchte – das hatte mir bei der gezielten Suche sehr geholfen. Ich wollte unbedingt in einem Energieunternehmen arbeiten, dessen Fokus „Erneuerbare Energien“ ist. Meine Suche hatte Erfolg, denn sie hatte mich zu ABB geführt, das war 2006. Ich entschied mich für ein duales Studium der Fachrichtung Elektrotechnik.

Was hast du nach dem Studium gemacht?

Nach Abschluss des dualen Studiums bin ich in meinem Ausbildungsbereich als Projektleiter für Schaltanlagenprojekte eingestiegen. Zunächst mit einer 75%-Stelle, denn parallel wollte ich mich im Bereich der Erneuerbaren Energien weiterbilden und habe in Karlsruhe einen Master auf diesem Gebiet abgeschlossen. Kurz darauf bin ich von der Abwicklung in den Vertrieb gewechselt und habe gasisolierte Hochspannungsschaltanlagen im französisch-, spanisch- und portugiesisch-sprachigen Ausland verkauft. Während dieser Zeit musste ich viele technische Vorträge vor Kunden halten, das weckte meine Lust an einer nebenberuflichen Tätigkeit als Dozent. Im ATC und an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg habe ich dann verschiedene Lehraufträge wahrgenommen, bevor ich 2013 komplett als Ausbilder nach Heidelberg gewechselt bin. Um auch bei dieser Tätigkeit fachlich auf der Höhe zu sein, habe ich ein Aufbaustudium als Berufsschullehrer mit den Fächern Energie- und Automatisierungstechnik an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg nebenberuflich durchgezogen.

Was beinhaltete deine Tätigkeit als Ausbilder?

Ich habe insgesamt vier Jahre im Trainings Center in Heidelberg als Ausbildungsleiter gearbeitet und war – in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg – für die dualen Studenten verantwortlich. Meine Hauptaufgaben hierbei waren zum Beispiel die Betreuung der Studenten des Bereichs Elektrotechnik und IT und die Leitung verschiedenerer Seminare, die zur Erweiterung der Kompetenzen der Studenten beitragen. Hierzu zählten etwa ein Programmiergrundkurs im Vorpraktikum als Vorbereitung auf das Studium.

Warum gehst du jetzt nach Berlin?

Meine Frau Milena arbeitet seit über einem Jahr dort und hat leider keine Möglichkeit, nach Baden-Württemberg zu wechseln. Die Fernbeziehung war für meine Frau und mich sowie unseren Sohn Gabriel nicht immer leicht.

Natürlich freue ich mich auch auf die neuen Aufgaben, die mich dort erwarten. Ich werde dort wieder als Projektleiter tätig sein und – um es mal etwas hochtrabend zu formulieren – die Elektrizitätsversorgung der Hauptstadt sicherstellen.

Was wirst du ganz besonders vermissen?

Generell das Ausbildungszentrum und alles, was damit zusammenhängt – ‚meine‘ Studenten, meine Kollegen und Vorgesetzen, meine Aufgaben, die Räumlichkeiten… Und natürlich auch die besonderen Projekte, die ich betreuen durfte. Also zum Beispiel das Trainieren des inklusiven Fußballteams, das aus der Lebenshilfe-Fußballmannschaft und Azubis sowie dualen Studenten der ABB besteht. Oder auch „Fit4Ing“ – also das Projekt, über das wir beide uns kennengelernt haben.

Siegerbild nach einem gewonnen Trainingsspiel, Patrick ist nicht nur ein super Ausbilder, sondern auch ein sehr guter Fußballer. Im rechten Bild ist Patrick mit zwei Mitspielern der Lebenshilfe im Gespräch © ABB

Das Projekt kennen einige Leser vielleicht nicht, deshalb: Was steckt hinter „Fit4ING“?

Bei dieser Initiative geht es um die Integration von Geflüchteten in die Arbeitswelt. Hierbei werden Geflüchtete durch die Hilfe von Studenten und Azubis auf ein Studium oder eine Ausbildung vorbereitet. Ich kümmere mich zum Beispiel darum, dass sie Nachhilfe in wichtigen Fächern und Hilfe bei dem Erlernen von Fachvokabular bekommen. Doch bei „Fit4ING“ ist nicht nur der Studienerfolg im Fokus, sondern auch die Integration unserer ‚Schützlinge‘ im gesamten Konzern und in anderen sozialen Gruppen.

Ich finde es wichtig, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten sozial zu engagieren. Ich übernehme gerne zusätzlich zu meinem Arbeitsbereich weitere Verantwortung innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Euch Azubis und Studenten ermutige ich – wie du weißt – deshalb auch immer wieder, bei solchen Projekten mitzumachen. Davon profitieren nämlich nicht nur die, die Hilfe brauchen, sondern auch ihr selbst. Man lernt viel für sich. Das muss man einfach selbst erfahren!

Ich finde euch Ausbilder ja echt super – Was zeichnet denn aus deiner Sicht Ausbilder und Ausbildung bei ABB aus?

In meinen Augen ist es das Interesse an der Weiterentwicklung der Auszubildenden und Studenten. Wir haben bei ABB die fantastische Situation, dass es ein Team von Ausbildern gibt, deren Beruf und Berufung es ist, die besten Rahmenbedingungen für eure Entwicklung zu schaffen. Das betrifft sowohl den fachlichen, den betrieblichen, als auch den persönlichen Bereich. Hoffentlich kommt diese Einstellung auch so rüber, denn das ist der Unterschied zwischen einer guten und einer hervorragenden, begeisternden und rundherum tollen Ausbildung. Weil ich vom Konzept und vom Ausbildungsteam überzeugt bin, kann ich jedem, der sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium interessiert, nur raten, sich bei ABB zu bewerben!

Vielen Dank für das Gespräch, Patrick. Ich finde schade, dass du uns verlässt, bin aber froh, dass wir noch so viele andere tolle Ausbilder im Training Center haben!

Ich wünsche dir alles Gute für deinen neuen Job in Berlin. Auch im Namen der dualen Studenten möchte ich mich für deine Arbeit und dein Engagement herzlich bedanken!

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Interesse an einer Ausbildung bei ABB? Schaut doch mal auf ABB.de vorbei oder lernt uns auf Berufsmessen und Veranstaltungen persönlich kennen!

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Über den Autor

Omran Barrouk

Mein Name ist Omran Barrouk und ich bin in 1993 in Syrien geboren. Ich mache eine Ausbildung bei ABB als Elektroniker für Betriebstechnik und bin über die Initiative"Fit4ING" zu ABB gekommen.
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