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COP 23: Klimawandel ist keine Science-Fiction

Wo auch immer du gerade bist, wenn du das hier liest, im Büro, zu Hause, unterwegs.

Schau aus dem Fenster und stell dir vor die Straße vor dir steht knietief unter Wasser.

Von einer Flut wird langsam alles zerstört. Nun stell dir vor, dass sich diese Flut nicht mehr zurückzieht und das Wasser stattdessen immer weiter steigt – so lange bis dein Haus und schließlich dein ganzes Land untergegangen ist.

Düstere Zukunftsvision

In der Eröffnungsszene des aktuellen Films Blade Runner 2049 fliegt der Charakter von Ryan Gosling über ein Kalifornien, dass in gespenstisches, ockerfarbenes Licht getaucht ist. Weit gucken kann man nicht, die Solarfelder sind verstaubt und nicht funktionsfähig. Man sieht verlassenes Ackerland, keine Bäume. Alles wirkt trostlos und trotz der weiten Einstellungen bedrückend. Auch Los Angeles sieht nicht einladend aus: Extreme Niederschläge und Smog prägen das Bild der Stadt.

Our future begins with his past. #BladeRunner2049, in theaters October 6.

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Dieses Szenario ist gar nicht so abwegig. Wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, dann wird es nicht nur zu einer globalen Erwärmung und immer häufigeren Dürren kommen, sondern auch zu extremen Niederschlägen. Die werden in einem wärmeren Klima häufiger, weil warme Luft mehr Wasser aufnehmen kann. Das geschieht, wenn sich die Luft über dem Meer mit Feuchtigkeit sättigen kann.

Donald Trump hat im Juni angekündigt, dass die USA aus dem Pariser Vertrag zum Klimaabkommen aussteigen wollen. Was für ein Signal ist das für die anderen Länder, wenn der Präsident der Weltmacht USA denkt, dass die Chinesen sich den Klimawandel ausgedacht haben? Haben nicht gerade drei Hurrikans den Südosten der USA verwüstet?

Hollywood bringt schon seit Jahren sogenannte Cli-Fi (Climate-Fiction) Filme und Dokumentationen in unsere Kinos. Angefangen mit “Waterworld” in 1995, „The Day after Tomorrow“ von Roland Emmerich, über Al Gore’s „An Inconvenient Truth“, “Mad Max” und “Geostorm”, thematisieren viele dieser Filme mehr oder weniger die Auswirkungen des Klimawandels auf unserer Erde. Aber Fiktion ist das schon lange nicht mehr.

Die 23. Klimakonferenz

Die internationale Staatengemeinschaft hat die prekäre Lage schon seit Jahren erkannt und inzwischen haben – Stand heute – alle Staaten unserer Erde (bis auf Syrien, –> NACHTRAG: Syrien ist am 7.11.2017 beigetreten, nur die USA fehlen) das Pariser Klimaabkommen von 2015 unterzeichnet. Dieses Abkommen sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten vor.

Mit Spannung wird deswegen auch die diesjährige 23. Klimakonferenz in Bonn (Fidschi hat die Präsidentschaft inne) erwartet. Es ist die erste, nachdem die USA ihren Ausstieg aus dem globalen Klimaabkommen erklärt haben. Aber auch die deutsche Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat klargestellt, dass das Pariser Abkommen Bestand haben wird – auch ohne die USA.

Wenn man in Blade Runner 2049 riesige Schutzmauern sieht, die Los Angeles vor dem gestiegenen Meeresspiegel schützen, wird es höchste Zeit darüber nachzudenken, wie unser Handeln das Klima beeinflusst. Der Inselstaat Fidschi wird uns sicherlich alle daran erinnern, schließlich ist er – wie viele andere Inselstaaten auch – direkt vom ansteigenden Meeresspiegel betroffen und kann keine riesige Mauer wie in Blade Runner bauen.

Erneuerbare Energien © Master Wen on Unsplash

ABB unterstützt mit Technologien eine „grünere Zukunft“

Ich weiß, dass jeder mit dem Begriff „Klimawandel“ etwas anfangen kann. Jeder macht sich mehr oder weniger Gedanken darüber, aber leider wird immer noch viel zu wenig gehandelt. Deswegen bin ich froh für einen Konzern zu arbeiten, der sich genau darüber Gedanken macht!

ABB hat selbst vor kurzem eine Stellungnahme zum Klimawandel und zur globalen Erwärmung abgegeben. Wir unterstützen das Pariser Klimaabkommen und um die gesetzten Ziele zu erreichen, erfordert es erhebliche Investitionen in neue und verbesserte Technologien.

Unsere Technologien ermöglichen Energieeinsparungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Elektrizität bis zum Endverbrauchspunkt. Unsere Lösungen optimieren die Energieeffizienz in der Industrie. Und unsere unübertroffenen Angebote für eine nachhaltige Mobilität, wie z.B. die Bahnelektrifizierung und das Laden von Elektrofahrzeugen, sowie intelligente Gebäudetechnologien optimieren den Energieverbrauch, vermeiden Treibhausgasemissionen und unterstützen den Übergang zu einer CO2-armen, klimaresistenten Wirtschaft.

Nachhaltige Mobilität für eine umweltfreundliche, emissionsfreie und intelligente Zukunft

Doch zurück zu Blade Runner. Hier gibt es natürlich auch fliegende Autos. Wie diese in Zukunft angetrieben werden, wird nicht direkt offengelegt, jedoch weiß jeder der sich mit dem Thema Klimawandel und Treibhausgasemissionen beschäftigt hat, dass wir um alternative Antriebe nicht herumkommen.

ABB prägt die Mobilitätswende und trägt dazu bei, diese zu beschleunigen. Mit unserer Präsenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich E-Mobilität können wir vollständig integrierte Lösungen bieten, die Ländern, Städten, Unternehmen und Privateigentümern dabei helfen, die Zukunft des Verkehrs umweltfreundlicher und sauberer zu gestalten.

Außerdem haben wir uns selbst zum Ziel gesetzt, die Energieintensität von ABB bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren.

Belassen wir es bei Science-Fiction!

Denn auch ich möchte auf unserer Erde weiterhin angenehm leben können. Ich möchte nicht aufgrund eines steigenden Meeresspiegels meine Heimat verlassen müssen und ich möchte auch nicht ins Kino gehen müssen, um mir dort Filme anzusehen, die mir in Zukunft zeigen werden, wie die Erde einmal war.

Das Schöne an Blade Runner 2049 hat der Hauptdarsteller Ryan Gosling sehr treffend in einem Satz zusammengefasst:

The power of science fiction is that you’re able to experience the worst-case scenario without actually having to live it.

Belassen wir es dabei!

Noch kann man vor Eisbergen segeln © Jesse Orrico on Unsplash

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Titelbild Copyright: Andreas Weith auf Wikimedia Commons (Größe des Bildes wurde angepasst)

2 Comments

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  • Letizia Sta

    Da ich selbst im Bahnbereich bei ABB arbeite, finde ich es natürlich sehr gut, dass diese Technologien fociert werden. Allerdings finde ich es etwas schade, dass diese Einstellung nicht wirklich beim Mitarbeiter ankommt. Früher gab es wohl eine Möglichkeit ein Jobticket zu erwerben. Heute muss ich die umweltverträgliche Bahnfahrt komplett selbst zahlen. Ich hätte mir hier etwas mehr Unterstützung seitens ABB gewünscht, sodass mehr Mitarbeiter wieder auf die Bahn umsteigen und ihren Teil zum Klimaerhalt beitragen.
    Vielen Dank für den sonst sehr spannenden Blog Beitrag, der genau die Themen anspricht, die mich momentan bewegen.

    • Annalena Dietrich

      Hi Letizia,
      da stimme ich dir zu. Ich habe intern auch schon mit Kollegen über das Jobticket gesprochen. Ich werde es nochmal an die richtigen Ansprechpartner weitergeben.
      Vielen Dank auch für dein Lob! 🙂

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