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Lasst uns die Schnellladeinfrastruktur auf den Weg bringen

An Zapfsäulen braucht man ja auch keinen Adapter…

Am 5. Juli hat Volvo Cars angekündigt, dass alle Modelle, die ab 2019 vom Band laufen, mit Elektromotoren ausgestattet werden. Damit ist Volvo der erste traditionelle Autohersteller, der voll auf Elektrifizierung setzt und sie zum Kern seines Geschäfts macht. Der schwedische Autobauer will elektrifizierte Fahrzeuge über seine gesamte Modellpalette anbieten, von reinen Elektrofahrzeugen, über Plug-in-Hybridmodelle bis zu Mildhybrid-Fahrzeugen.

Diese Ankündigung ist ein starkes Signal für die Zukunft der Elektromobilität. Die Umsetzung wird enorme Investitionen in die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und in die Ausrüstung der Ladestationen erfordern.

Damit Elektrofahrzeuge auch für weite Strecken problemlos genutzt werden können, bedarf es umfassender, öffentlich zugänglicher Schnellladenetze mit einer ähnlichen Flächendeckung, wie Tankstellen, und es müssen genug Ladepunkte zur Verfügung stehen, so dass sich an den Ladestationen keine Schlangen bilden.

An DC-Schnellladestationen dauert das Aufladen auf ca. 80 % heute schon nicht länger, als die Zeit, die man für eine Tasse Kaffee braucht. Was jetzt dringend geklärt werden muss, ist die Frage, welcher der unterschiedlichen Schnellladestandards für Elektrofahrzeuge, die derzeit um die Vorherrschaft kämpfen, universell verwendet werden soll. Es kann nicht sein, dass dir deine App eine Ladestation in der Nähe anzeigt, und du vor Ort feststellen musst, dass dein Stecker nicht in den Anschluss passt, oder dass du einen Satz Adapter im Auto haben musst, damit du nicht irgendwann ohne Strom dastehst.

Der Schnellladestandard der Wahl von Kia Soul EV, Citroën, Mitsubishi EVs, Peugeot und Nissan ist CHAdeMO. CHAdeMO hat sich in Japan und in Teilen der USA, insbesondere in Kalifornien, schnell durchgesetzt, während Audi, BMW, Mercedes-Benz, Daimler, Ford, Fiat Chrysler, General Motors, Porsche, Volkswagen und jetzt auch Volvo mit dem neueren Schnellladestandard Combined Charging Solution (CCS) arbeiten. Und damit nicht genug: Tesla hat im Alleingang das Tesla Supercharging System entwickelt, wobei das neue Model 3 jedoch einen dualen Stecker haben soll, für Tesla- und CCS-Anschlüsse.

ABB ist dieses Problem mit einer kosteneffizienten AC/DC-Schnellladestation angegangen, die verschiedene Standards unterstützt. Neben CHAdeMO-, CCS- und Typ 2 AC-Anschlüssen verfügt diese Ladestation auch über einen Adapter für die Verbindung zwischen CHAdeMO und Tesla. Die Aufladung erfolgt in der Regel innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Die Vorteile eines universellen Standards, wie bei den Zapfpistolen für Benziner oder Dieselfahrzeuge, liegen jedoch auf der Hand. Undenkbar, an der Zapfsäule feststellen zu müssen, dass man einen Trichter braucht, weil die Tanköffnung nicht mit der Zapfpistole kompatibel ist. Elektrofahrzeuge sind auf dem besten Weg, das private Verkehrsmittel der Zukunft zu werden. Ist es jetzt nicht an der Zeit, sich auf einen universellen Schnellladestandard zu einigen und die Schnellladeinfrastruktur auf den Weg zu bringen?

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Hier findet ihr mehr Informationen zu unseren Schnellladesäulen.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade “Elektromobilität” von Ingenieurversteher.de.

1 Comments

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  • Nadir Mandioni

    In der Tat gibt es noch keine Einigung - hoffentlich bald nur noch DC und CCS Stecker. Die Zukunft wird es zeigen. Die ABB hat früh schon begonnen es allen Recht zu machen.
    Trotzdem ist bei 50 resp. 46kW Schluss. Schon bald wird die Leistung und Stecker die 100kW erreichen oder sogar übertreffen. Erst dann erreicht man die Kaffee Zeiten mit ca. 5-15'.
    Happy business

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