Special Olympics Willingen 2017: Sein Leben mit anderen Augen sehen

Ulrich Straub bei hilft einem Athleten beim Langlauf © ABB

„Man bekommt so viel zurück!“

Seit dem Jahr 2000 ist er immer bei den Special Olympics mit dabei und natürlich war er auch in Willingen wieder mit vor Ort. Die Rede ist von Ulrich Straub, 76 Jahre jung und großer Fan der Special Olympics. Urlich Straub ist ehemaliger Mitarbeiter von ABB, aber auch im Rentenalter unterstützt er zusammen mit seiner Frau Erika die Veranstaltungen vor Ort, egal ob Sommer oder Winter.

In Willingen standen die beiden deswegen auch einmal selbst im Mittelpunkt. Im Rahmen der Langlaufwettbewerbe an der EWF-Biathlon-Arena wurden sie von Markus Ochsner, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor der deutschen ABB und Bernhard Conrads, OK-Präsident und Erster Vizepräsident Special Olympics Deutschland, für ihr vorbildliches Engagement geehrt.

Auch ein Grund für mich, Ulrich Straub einmal persönlich zu seinem Engagement zu befragen.

Ulrich Straub © ABB

Wie heißt du und in welchem Bereich hast du bei ABB gearbeitet?

Ich heiße Ulrich Straub und habe im Jahr 1960 als Werkzeugmacher bei ABB (bzw. dem Tochterunternehmen Busch-Jaeger Elektro) begonnen. Danach war ich Vorarbeiter, wurde dann zum Meister im Werkzeugbau ernannt und habe eine nebenberufliche Weiterbildung zum Industriemeister gemacht. Danach erhielt ich die Ernennug zum Obermeister im Betriebsmittelbau. Seit 1975 war ich Mitglied des Betriebsrates und seit dem Jahr 1994 freigestellt als stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, außerdem war ich Mitglied des Konzernbetriebsrates und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Busch-Jaeger. Seit Mai 2001 genieße ich meine Rente.

Was machst du jetzt?

Wir verreisen drei bis vier Mal im Jahr mit unserem Wohnwagen in Deutschland und in das nähere Ausland. Des Weiteren helfen wir ehrenamtlich bei unseren Vereinen im Ort.

Bitte erkläre in drei Sätzen, worum es bei den Special Olympics geht.

Hierdurch erhalten die Athleten mit geistiger Behinderung die Möglichkeit sich im sportlichen Wettkampf zu messen und wir Helfer geben ihnen Zuwendung, Hilfe und das Gefühl der Anerkennung.

Inwiefern bist du bei den Special Olympics involviert und was sind deine Aufgaben?

Erst durch meine und die Hilfe anderer Helfer ist es möglich eine Olympiade durchzuführen und somit den Athleten die Möglichkeit zu geben sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Meine Aufgaben waren: Siegerehrungen durchführen, Einsätze als Riegenführer oder andere Helfer-Tätigkeiten.

Was war für dich das schönste Erlebnis bei den Special Olympics?

Die Freude und die Zuwendung der Athelten, dies wird besonders bei den Siegerehrungen deutlich.

Was begeistert dich an deiner Helfertätigkeit für Special Olympics, dass du jedes Jahr seit 2000 dabei bist?

Uns motiviert die Freude, Dankbarkeit, Unbefangenheit und Zuneigung, die uns entgegen gebracht werden.

Warum lohnt es sich, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Der Einsatz wird belohnt durch die Dankbarkeit und Freude der Athleten. Gleichzeitig wird ihr Selbstwertgefühl gesteigert durch die Zuwendung von uns Helfern und die Anerkennung ihrer Leistungen.

Welche Frage sollte sich jeder mindestens einmal im Leben stellen?

Habe ich mich für das  Allgemeinwohl eingesetzt, oder habe ich nur meine eigenen Interessen gesucht? Warum ist man manchmal so unzufrieden? Wer nur einmal an den Special Olympics teilgenommen hat wird sein Leben mit anderen Augen sehen.

Ehrung von Ulrich und Erika Straub während der Special Olympics in Willingen © ABB
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Über den Autor

Heidrun Weigert

Als Corporate Communications Specialist habe ich einen Einblick in viele spannende Themen bei ABB. Besonders Spaß macht es mir, die Geschichten hinter den Projekten und News zu erzählen - und so die Kolleginnen und Kollegen - und ihre Arbeit - zu zeigen. In meiner Freizeit bin ich mit meiner Familie am liebsten in unserem Schrebergarten und mache mir die Hände schmutzig.
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