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Heidis Schöpferin in Holz gefräst

Für die Kampagne #Woodvetia hat das ibW-Technologiezentrum eine lebensgrosse Statue von Johanna Spyri aus Holz gefgefräst – mithilfe eines ABB-Roboters.

Das Bundesamt für Umwelt hat mit der Schweizer Wald- und Holzbranche Anfang Jahr die Kampagne #Woodvetia lanciert. Ziel ist es, die Bevölkerung dafür zu gewinnen, bei Neubauten, Umbauprojekten oder beim Kauf von Möbeln auf Schweizer Holz zu setzen. Denn es könnte viel mehr einheimisches Holz genutzt werden, ohne dem Wald zu schaden.

Als Botschafter dieser Kampagne dienen Persönlichkeiten der Schweizer Geschichte, in Lebensgrösse aus Schweizer Holz gefertigt. Dafür werden jeweils Bäume gefällt, die gleich alt sind wie die verkörperte historische Person.

Die Försterlehrlinge Vincenzo Galati, links, und Adrian Schorta, stehen neben einer Föhre @ ibW/KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Eine dieser Botschafterin für Schweizer Holz ist Johanna Spyri, die Schöpferin der wohl berühmtesten Schweizer Romanfigur – Heidi. Für sie wurden in der Nähe von Maienfeld zwei alte Waldföhren geschlagen, zu Brettern gesägt, in Blöcke gespannt, und dann ins Technologiezentrum der Höheren Fachschule Südostschweiz ibW gebracht.

Den Kopf der Statue frästen die Studenten der ibW mit einer CNC-Maschine. Für den lebensgrossen Körper kam die Roboterzelle zum Einsatz. Der dort installierte IRB 6640 von ABB kann mit seinen sechs Achsen, seiner Reichweite von 2,8 Metern und der zusätzlichen, vier Meter langen Verfahrachse IRBT auch grosse Werkstücke bearbeiten.

Studenten der ibW Höhere Fachschule Südostschweiz erarbeiten einen 3D-Scan für ein Modell © ibW/KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Für die zu fräsende Skulptur wurde zuerst ein Model in Kleidung des späten 19. Jahrhunderts gesteckt und durch Produktdesign-Studenten dreidimensional gescannt. Diese Daten bildeten die Grundlage der Roboter-Programmierung: Mit der Software Mastercam wurden die Werkzeugwege generiert, welche anschliessend über die Software Octopuz in Roboterbewegungen umgesetzt wurden.

Studenten der ibW Höhere Fachschule Südostschweiz erarbeiten einen 3D-Scan der Autorin Johanna Spyri © ibW/KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Als erstes fräste der IRB 6640 den Körper aus dem Holzblock mit einem Schuppfräser grob vor. Danach arbeitete er die Details mit verschiedenen Kugelfräsen immer feiner aus, beginnend mit einem Radius von 65 mm bis hinunter auf 6 mm.

Der ABB Roboter IRB 6640 im Einsatz © ibW/Keystone

Nach rund 18 Stunden Fräsarbeit war das Werk vollbracht; der Kopf konnte mit dem Körper vereint werden. Seit Anfang Februar steht die mit ihrem Detailreichtum alles andere als hölzern wirkende Spyri-Statue passenderweise in der Autobahnraststätte «Heidiland» bei Maienfeld.

Das fertige Werk der hölzernen Johanna Spyri, die Schöpferin der wohl berühmtesten Schweizer Romanfigur – Heidi © ibW/Keystone

https://www.woodvetia.ch/de/holzfiguren/johanna-spyri

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