Special Olympics Willingen 2017 – eine prägende Erfahrung

Die Eröffnungsfeier © ABB

„Die Special Olympics sind eine tolle Erfahrung“, „Man kommt positiv verändert wieder nach Hause“...

… „Ich würde immer wieder hinfahren und helfen, allein um die tolle Atmosphäre noch einmal zu erleben:”

Diese und viele Rückmeldungen mehr wurden mir vor der Woche in Willingen erzählt. Aber erst jetzt verstehe ich auch, was hinter diesen Worten steckt.

Es ist viel mehr, als eine einfache Erinnerung. Es ist ein Lebensgefühl voller Gefühle, Lebensfreude und Gemeinschaft, das man auf diese Art in unserer Gesellschaft nur noch selten erlebt. Umso glücklicher bin ich, mich dafür angemeldet zu haben. Man geht als Fremder zu den Spielen, doch nach ein paar Stunden fühlt man sich in die Familie aufgenommen. Man kann jeden Menschen ansprechen, und um Hilfe oder Information fragen.

Bei den Special Olympics ist es so einfach ins Gespräch zu kommen und neue Bekanntschaften zu machen. Jeder dort hat Lust dabei zu sein, egal ob Athlet, Organisator oder Helfer. Das ist der Grund, warum insgesamt diese tolle, positive Stimmung herrscht, welche sich auf alle Anwesenden und auch die Besucher überträgt. Trotz des eher mäßigen Wetters hatten alle Mitwirkenden viel Freude daran, etwas zum Gelingen der Spiele beizutragen. Denn es ist überwältigend zu sehen, wie viel Stärke die Athleten aus ihren ganz individuellen Situationen herausholen und präsentieren. Somit hat man als Helfer gar keine Wahl, man muss sich einfach mit den Athleten freuen.

Gemeinsam sind wir stark © ABB

Das Tandem

Ich hatte, wie in den vorangegangenen Blogbeiträgen (s.u.) bereits erläutert, die Ehre, mit Lisa, einer jungen Frau mit geistiger Behinderung, alle meine Aufgaben erfüllen zu dürfen. Das bedeutet Lisa und ich bildeten ein sogenanntes Tandem-Team für alle uns zugeordneten Helfertätigkeiten.

Natürlich habe ich mir vorher viele Gedanken gemacht, wie ich die Situation meistern würde oder worauf ich achten muss. Doch wenn ich jetzt zurückblicke wäre das nicht nötig gewesen. Lisa und ich haben uns bereits im Vorfeld kennengelernt und super verstanden. Sie ist sehr selbstständig, schlau und kreativ, was das Arbeiten mit ihr gemeinsam zu einer tollen Erfahrung machte. Wir haben sehr viel gelacht und alle unsere Aufgaben am Info-Point souverän gemeistert.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Art der Helfertätigkeit wahrgenommen habe und so eine neue, gute Freundin gefunden habe. Wir haben auch zwei Wochen nach Willingen viel Kontakt und interessieren uns füreinander. Auch Lisa meinte, sie würde gerne wieder mitfahren und sich umso mehr freuen, wenn sie mit mir gemeinsam bei den nächsten Spielen in Kiel unterstützen könnte.

Alle ABB-Helfer © ABB

Wie geht es weiter?

Ohne Frage werde ich mich im nächsten Jahr wieder anmelden, um als Helfer mit zu den Special Olympics zu fahren. Wie es bei ABB so ist, wird dann leider die Lostrommel darüber entscheiden, ob ich mitkommen darf. Es hat mir einen riesen Spaß gemacht mit meiner Tandem-Partnerin Lisa die Woche zu verbringen und von ihr und den vielen anderen zu lernen. Ich kann alle positiven Rückmeldungen, die ich im Vorfeld hörte, stolz bestätigen und bin trotz der stressigen Tage sehr dankbar, diese andere, herzliche und offene Welt kennengelernt haben zu dürfen.

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Hier geht’s zum ersten Blogbeitrag: Der erste Kontakt mit den Special Olympics Willingen 2017

Und hier zum Zweiten: Special Olympics Willingen 2017: ABB mittendrin 

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Über den Autor

Sabrina Claus

Meine Heimatstadt ist das wunderschöne Bühl, in der Nähe von Baden-Baden im Schwarzwald. Nach meinem Abitur 2015 habe ich noch im gleichen Jahr ein duales Studium im Fachbereich „BWL Industrie“ an der dualen Hochschule in Mannheim und bei ABB begonnen. Ich bin eine sehr offene und neugierige Person, die auch den Humor im Leben nicht vernachlässigt. Wo ich gerade bin, suche ich den Kontakt zu Menschen. Ich bin sehr sportbegeistert und gerne in der Natur unterwegs.
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