Das Traumpraktikum – Ein Praktikum mit Turbo

Das ABB Turbocharging Gebäude in Baden © Pol Duhr

Die ersten zwei Monate im Traumpraktikum: von Turboladern, Simulationen, Trainee Meetings, neuen Kontakten und vielem mehr!

Rückblick, auch wenn es mir wie gestern vorkommt: vor nun schon etwas mehr als zwei Monaten stand ich ein bisschen aufgeregt in der Rezeption des Gebäudes von ABB Turbo Systems in Baden. Mein erster Arbeitstag – und viele Fragen schwirrten mir im Kopf herum: Hält das Traumpraktikum, was es verspricht? Werde ich mich gut in meinem Team einleben können? Bin ich der Arbeit fachlich gewachsen?

Nicht aller Anfang ist schwer!

Der herzliche Empfang durch meinen Betreuer Claudio liess diese Zweifel schnell verfliegen. Ich wurde dem Team der Abteilung „Turbocharging Solutions“ vorgestellt. Insgesamt sind wir 12 Leute, und neben mir sind noch drei weitere Praktikanten Teil des Teams. In den ersten Tagen wurde ich durch Marcel aus dem Employer Branding auch in die Specials des Traumpraktikums eingeführt. Das machte Lust auf mehr!

Nachdem ich mich in der ersten Woche eingearbeitet habe (Dokumentationen lesen, Software-Tutorials durcharbeiten etc.) konnte ich dann ab der zweiten Woche richtig loslegen. Die tägliche Arbeit ist abwechslungsreich und interessant, da ich während meines Praktikums nicht nur an einem einzigen Thema arbeiten kann, sondern an verschiedenen Projekten mitwirke. So erhalte ich einen breit gefächerten Einblick in das Tagesgeschäft. Meine Abteilung untersucht und bewertet innovative Aufladungskonzepte für Verbrennungsmotoren mittels Simulation und programmiert auch die dafür erforderliche Software. Dabei kann ich vieles anwenden, was ich im Studium gelernt habe. Ich erstelle Modelle von Aufladungssystemen in der hauseigenen Simulationssoftware ACTUS („Advanced Computations of Turbocharging Systems“), werte Mess- und Simulationsdaten mit Matlab aus, versuche mathematische Korrelationen für verschiedene Effekte zu finden und dokumentiere meine Arbeit in technischen Berichten.

In unserem Büro sind die Dienstwege kurz und alle sind sehr hilfsbereit, sodass man nie alleine dasteht, wenn man mal ein Problem hat. Es herrscht ein sehr angenehmes Arbeitsklima. Man wird auch als Praktikant ernst genommen und kann sich in Meetings einbringen.

Traumhafte Specials

Neben der Arbeit beinhaltet das Praktikum ja auch noch einen „Traum“-Teil – und der hält bis jetzt, was er verspricht! Ich darf an den Monthly Trainee Meetings (MTM) der ABB Trainees in der Schweiz teilnehmen. Im Oktober besuchten wir das SwissGrid-Kontrollzentrum in Laufenburg und konnten uns das grosse Umspannwerk, den „Stern von Laufenburg“, anschauen, so wie Andrea, mein Co-Traumpraktikant, es schon in seinem Blog geschildert hat. Im November führte uns das MTM ins Historische Museum Baden, wo anlässlich des 125-Jahre Jubiläums von ABB die Ausstellung „IndustrieStadt – BBC/ABB und Baden: Beziehungen und Schicksalsgemeinschaften“ interessante Einblicke in die Geschichte der ABB gewährte. Dabei gab es auch einige sehr amüsante Exponate zu begutachten (siehe Foto). Ein Besuch ist sehr empfehlenswert!

ABB Gadget aus den 90ern: Baseball-Kappe mit integriertem Radio und Antenne. Das Konzept hat sich leider nicht durchsetzen können © Pol Duhr
Mit den Trainees im Historischen Museum Baden © Claudia Beyss
Mit den Trainees im Historischen Museum Baden © Claudia Beyss

Daneben gehe ich, wann immer der Terminkalender es zulässt, zum wöchentlichen Trainee-Lunch in Baden. Die gemeinsamen Mittagessen sind eine prima Gelegenheit um in der Trainee-Community Kontakte zu knüpfen und mehr über die Arbeit in verschiedensten Bereichen der ABB zu erfahren. Auch hier hat mich erstaunt, wie offen und hilfsbereit die Leute sind und wie leicht es ist, auch als Praktikant Anschluss zu finden. Der Blick über den eigenen Tellerrand lohnt sich, denn die Trainees arbeiten teilweise in eher management-orientierten Positionen. Mit meinem technischen Background bin ich, in der Hinsicht, noch nicht sehr bewandert; deshalb ist der Austausch sehr aufschlussreich für mich.

Als weiteres Special habe ich eine Mentorin zur Seite gestellt bekommen. Jasmin ist Managerin für Turbocharger Service Agreements. Bei unserem ersten Treffen hat sie mir vieles über die ABB Unternehmensstruktur erklärt. Das war sehr hilfreich, um sich im Unternehmen zurechtzufinden, denn die Struktur ist für Neuankömmlinge auf den ersten (und oft auch auf den zweiten) Blick recht kompliziert. Jasmin hat mich auch zu den Intro-Veranstaltungen der Service-Abteilungen eingeladen. Dort konnte ich mehr über die Organisation des weltweiten Service-Netzwerks für ABB Turbolader erfahren. Der Aufwand der betrieben wird um Kunden in aller Welt im Bedarfsfall rasch mit Ersatzteilen zu versorgen ist wirklich enorm. Sehr beeindruckt hat mich auch eine Führung durch das riesige Ersatzteillager im Service Center.

Kick-off Treffen für das Mentoring mit Jasmin und Marcel © Pol Duhr

Die ersten Monate als Traumpraktikant sind wie im Zeitraffer verflogen und waren schon sehr ereignisvoll und spannend – sozusagen ein Praktikum mit Turbo! Neben der interessanten täglichen Ingenieur-Tätigkeit versüssen die vielen Specials den Aufenthalt bei ABB Turbo Systems zusätzlich, sodass ich jeden Tag gern zur Arbeit nach Baden fahre. Ich freue mich auf die kommenden sechs Monate meines Praktikums und bin überzeugt, dass ich problemlos auch den nächsten Blog mit aufregenden Erlebnissen füllen kann.

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Über den Autor

Pol Duhr

Ich bin 23 Jahre alt und komme aus Luxemburg. Seit nun schon vier Jahren lebe ich in der Schweiz und studiere Maschinenbau an der ETH Zürich. Im Moment absolviere ich das Masterstudium mit Schwerpunkt auf der Thermodynamik und Regelung von Verbrennungsmotoren. Insofern war es naheliegend, sich bei ABB Turbo Systems für ein Praktikum zu bewerben, da man dort grosse Expertise auf diesem Gebiet hat. Ich bin sehr glücklich, dass ich dann sogar die Stelle als „Traumpraktikant“ in der Abteilung Turbocharging Solutions erhalten habe. Ich hoffe, dass ich meinen achtmonatigen Aufenthalt bei der ABB nutzen kann, um mich nicht nur fachlich weiterzubilden, sondern mich auch besser zu vernetzen und viele neue Kontakte zu knüpfen. In meiner Freizeit verausgabe ich mich oft mit meinen Freunden im Badminton-Training und im Winter liebe ich es, Ski zu fahren. Daneben spiele ich gerne Klarinette und bin an allem interessiert, was mit sportlichen Autos oder Motorsport zu tun hat.
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