Als ABB Trainee in Dubai: Eine High-Tech Metropole, die Tradition und Moderne in Einklang bringt.

Der Kite Beach. Im Hintergrund das bekannte Burj-al-Arab Hotel © Adrian Reinhart

„Alles, was ein Mensch sich vorzustellen vermag, werden andere Menschen verwirklichen“.

(Quelle Zitat: http://gutezitate.com/autor/jules-verne)

Jules Vernes wäre wohl fasziniert ob all den kleinen Wundern, die hier in die Tat umgesetzt wurden und werden.

Die Hitze und andere kleine Wunder

Meine Reise begann im Juli 2016 an: Abflug aus einem sommerlichen Zürich, Ankunft in der Wüste – von 30°C auf 50°C. Nachdem dieser erste Temperatur-Schock überwunden war, fing ich an, die Gegend zu erkunden. Natürlich mit dem Auto. Diese Stadt ist nicht für Fussgänger, geschweige denn Velo-Fahrer, konzipiert. Das Erste was ins Auge fällt, sind die vielen riesigen Hochhäuser, innovative Bauten, achtspurigen Strassen – kurzum: die Stadt Dubai ist ein beeindruckendes Abenteuer. Dubai ist nicht nur die Heimat des höchsten Gebäudes der Welt und der berühmten Palmen-Insel sondern auch spektakulärer Einkaufszentren, einer Ski-Halle, zahlreicher Vergnügungsparks und Hotels, welche so verzaubernd sind, dass sie direkt aus den Märchen von 1001 Nacht entstammen könnten.

Hier treffen verschiedenste Kulturen, Traditionen und Religionen aufeinander. Rund 85% der Einwohner sind Ausländer, hauptsächlich aus dem südlichen Asien, Afrika, Europa und Nordamerika. Dementsprechend gestaltet sich auch mein Freundeskreis international und multikulturell. Ich geniesse es mit Kollegen aus Indien, Pakistan und den Philippinen als auch mit Freunden aus Ägypten, Italien oder Deutschland über die aktuellen Welt-Themen zu diskutieren. Politik habe ich noch nie so vielseitig betrachtet wie jetzt gerade und manchmal ist es erschreckend zu realisieren, wie nahe wir hier bei den Geschehnissen sind.

Der höchste Turm der Welt (828 m) bei Nacht: Burj Khalifa mit Lichtspielen © Adrian Reinhart
Der höchste Turm der Welt (828 m) bei Nacht: Burj Khalifa mit Lichtspielen © Adrian Reinhart

Arbeit, oder soll ich sagen: Abenteuer

In dieser neuen Alltags -und Arbeitsumgebung startete ich in mein ich mein drittes Trainee Assignment. Ich arbeite für die lokale ABB Turbolader Einheit und bin für ein Projekt für ein Kraftwerk in Tansania als auch für die Entwicklung eines Service-Standortes im Oman zuständig. Diese Verantwortungen erlauben es mir, die entsprechenden Länder zu bereisen und mein Ausland-Assignment noch bereichernder erfahren zu können.

Auf dem Kraftwerk in Tansania © Adrian Reinhart
Auf dem Kraftwerk in Tansania © Adrian Reinhart

„Gibt’s nicht“ gibt es hier nicht

Dubai ist als Stadt der Dienstleistung bekannt. „Gibt’s nicht“ gibt es hier nicht. Jedes Produkt ist erhältlich und kann 24 Stunden am Tag nach Hause bestellt werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Sportangebot. Ganz in diesem Sinne bin ich in den ersten Wochen einem Handball Team – eine typisch europäische Sportart – beigetreten. Das macht unglaublich Spass und ist ein guter Ausgleich zum beruflichen Alltag.

Auch ausserhalb der Stadt und in der näheren Umgebung gibt es tolle Freizeitmöglichkeiten. Gibt es mal ein verlängertes Wochenende, nutze ich die Zeit um an der Westküste der Vereinigten Arabischen Emirate tauchen zu gehen. Die Artenvielfalt der Korallen, Fische und Meerestiere ist beeindruckend. Die Wüste ist ein geheimnisvoller und atemberaubend schöner Ort. Zwar trifft man anstatt Beduinen und Nomaden hier eher Offroader an; traut man sich aber ein wenig weiter in diesen trockenen Landesabschnitt, erreicht man die Oasenstadt Al-Ain, die den letzten Kamelmarkt des Landes beherbergt. Ein lohnenswerter Ausflug. Kamele sind in der Wüste wild und in grossen Scharen vorzufinden. Wer aber bei den traditionsreichen Kamelrennen vorne mitmischen will, für den führt kein Weg am Handeln und Feilschen um das schnellste Tier vorbei.

Die Wüste © Adrian Reinhart
Die Wüste © Adrian Reinhart

Bald ist Weihnachten

Schon bald ist Weihnachten. Dies bedeutet für die Vereinigten Arabischen Emirate ziemlich wenig. Die Staatsreligion ist der Islam und die öffentliche Ordnung richtet sich auch danach. Geschenke werden hier trotzdem reichlich gekauft. Schliesslich kommen 85% der Bevölkerung aus dem nahen und fernen Ausland und dem Konsum muss auch Genüge getragen werden.

Für mich bedeuten die nahenden Festtage, dass sich mein Abenteuer auf der arabischen Halbinsel zu Ende neigt.

So nahe wie Tradition und Moderne hier in Dubai beieinander liegen, gleicht mein Aufenthalt irgendwie einer Zeitreise, in der man sich nach Belieben vor- und rückwärts bewegen kann.

Die Meerestiefen entdecken © Adrian Reinhart
Die Meerestiefen entdecken © Adrian Reinhart
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Über den Autor

Adrian Reinhart

Mit Abstechern nach Kolumbien und Deutschland, habe ich im Frühjahr 2015 mein Studium in Energietechnik an der ETH Zürich abgeschlossen. Kurz darauf wurde ich als Explorer Trainee Teil der ABB Familie. In meinem ersten Assignment im Service der High-Voltage Produkte in Oerlikon habe ich als Operational Excellence Manager die Zusammenlegung und Prozessharmonisierung zweier Departemente begleitet. Seit Oktober letzten Jahres widme ich mich den ABB Turboladern; Anfangs mit einer Position im Sales Support für Upgrades in Baden. Mittlerweile hat es mich nach Dubai geführt wo ich sowohl die Projektverantwortung für eine Turbolader-Modifikation auf einem Kraftwerk in Tansania trage als auch einen Service Standort im Oman aufbauen darf.
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