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#EVroadtrip: Rein elektrisch von Spanien nach Deutschland – Teil 1

Anfang Juli startete unser EVroadtrip bei dem wir mit einem Elektroauto von Sevilla nach Mannheim, durch Frankreich, Monaco, Italien und die Schweiz fuhren.

Denn: Was Solar Impulse in der Luft erreicht, leistet ABB am Boden.

Unser EVroadtrip startete morgens in Sevilla (lest hier Teil 2 des Beitrags). Veronique Vallieres, Mitarbeiterin der ABB Unternehmenskommunikation und ich fuhren zunächst zum Flughafen, wo Solar Impulse 2 zu dieser Zeit stand. Dort wurden wir herzlich von unserem irischen ABB-Kollegen Eion Caldwell begrüßt, welcher seit März 2016 Teil der Solar Impulse Ground Crew ist.

Am Nachmittag ging‘s weiter zur Extresol Solar Power Station in der Nähe von Mérida, bei der ABB-Komponenten verbaut sind. Mit rund 100km Restreichweite kamen wir in Mérida an, um unser Auto zu laden. Leider mussten wir feststellen, dass die Ladestation nur mit einer bestimmten Ladekarte benutzt werden kann. Auch die benachbarte Polizei konnte uns nicht weiterhelfen, so dass wir uns in umliegenden Hotels und Firmen auf die Suche nach einem CEE-Anschluss machten. CEE-Anschlüsse haben die fünffache Laderate wie eine Haushaltssteckdose.

In einer LKW-Werkstatt wurden wir schließlich fündig, dennoch war die Kapazität nicht ausreichend. Die Energieberechnung unseres Autos zeigte an, dass wir an unserer nächsten Station, Madrid, mit einer Restenergie von -1% ankommen würden. Da wir keine andere Möglichkeit zum Laden hatten, fuhren wir los und versuchten so viel Energie wie möglich zu sparen. Dazu fuhren wir konstant mit einer Geschwindigkeit von 80km/h, schalteten das Radio und die Klimaanlage aus und stellten sogar die Displayhelligkeit auf Minimum. Da die Außentemperatur 40°C betrug, erreichte die Temperatur des Innenraums einen Spitzenwert von 43°C.

Trotz 43°C immernoch gut gelaunt © ABB
Trotz 43°C immernoch gut gelaunt © ABB

Die Energiesparmaßnahmen zeigten schließlich Wirkung und wir erreichten das spanische ABB Hauptquartier in Madrid mit 10% Restenergie. Nach einem rund zweistündigen Ladestopp an einem ABB-Charger starteten wir unsere Nachtfahrt nach Saragossa.

Am nächsten Morgen besuchten wir die dortige ABB, welche Trockentransformatoren für Solaranlagen herstellt. Am Nachmittag erreichten wir ABB in Barcelona, wo wir von den dortigen Kollegen sehr herzlich empfangen wurden.

Hier verließ Veronique den EVroadtrip und ich machte mich mit Beatriz, einer spanischen Kommunikationskollegin auf den Weg, um von den Bergen über Barcelona aus einige Aufnahmen von unserem Auto mit der Stadt im Hintergrund zu machen.

Am dritten Tag des EVroadtrips sammelte ich in Narbonne Maxime, einen französischen Kollegen, ein. Zusammen machten wir uns auf den Weg nach Marseille, wo ABB auf die Effizienzsteigerung von Schiffen spezialisiert ist. Die französischen Kollegen stellten uns dort ihr „EMMA-Programm“ vor, welches die Effizienz von Schiffen mittels richtiger Trimmung, Geschwindigkeit und Kurs deutlich steigern kann.

Die feiernden französischen Fans machten nach ihrem Sieg gegen Deutschland einen erholsamen Schlaf fast unmöglich. In Fréjus trafen wir uns für einen weiteren Videodreh mit Conor Lennon, Verantwortlicher für Sonderprojekte bei ABB, und dem Kameramann Jason.

In Nizza gab es einen weiteren Fahrerwechsel und Maxime kehrte nach Lyon zurück, während wir, Conor, Jason und ich, unsere Fahrt zum Solar Impulse Mission Control Center (MCC) in Monaco fortsetzten. Dieses befindet sich im Auditorium Rainer III. Die Einfahrt liegt im Tunnel am Hafen, welcher auch Teil der Formel 1-Rennstrecke ist. Für mich als Motorsportfan war es ein ganz besonderes Gefühl Teile der Rennstrecke rein elektrisch fahren zu können und hier im Tunnel zum MCC abzubiegen.

Das MCC war sehr eindrucksvoll, aufgrund der vielen Hightech-Kommandoposten zur Überwachung des Flugs von Solar Impulse und des wundervollen Ausblicks auf den Hafen von Monaco. Während des Drehs dort trafen wir Bertrand Piccard, einen der beiden Piloten der Solar Impulse.

Für mich ging es dann per normalem Verkehrsflugzeug zurück nach Deutschland. Meine Kollegin Annalena führte nämlich am Montag den EVroadtrip in die zweite Woche.

Was sie dort alles erlebt hat und wie es weiterging, könnt ihr in ihrem Beitrag nachlesen.

 

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zum Thema: “Elektromobilität 2016”. Auf der verlinkten Seite findet ihr auch viele weitere Beiträge zum selben Thema.

 

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