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#EVroadtrip: Mit dem Elektroauto durch Südeuropa – Teil 2

Meine Hand war so kalt, dass ich Angst hatte die Kamera fallen zu lassen. Der Regen wurde stärker und der Nebel dichter…

Aber zurück zum Anfang.

Die zweite Woche des #EVroadtrips (lest hier Teil 1) startete um 7 Uhr morgens in Nizza bei 27°C. Ziel war an diesem Tag Terranuova Bracciolini in der Toskana. Also fuhren wir – Michael Ghilmetti, Communications Manager aus Zürich, und ich – auf der hügeligen und von vielen Tunneln durchzogenen A8, Richtung Italien. Kurz vor unserem ersten Stopp in Genua tankten wir den Tesla noch in Varazze mit Ausblick auf die wunderschöne Marina auf.

Der zweite Teil der Route im Überblick:

Symphony Plus in Genua

In Genua wurden wir dann – trotz Feiertag – von den italienischen Kollegen empfangen. Sie zeigten uns Symphony Plus, das Prozessleitsystem von ABB für die ganzheitliche Anlagenautomatisierung und den dazugehörigen, beeindruckenden Kontrollraum. Das coole war, dass man durch die Software auch sehen konnte, wenn an den italienischen ABB-Ladestationen gerade ein Elektroauto geladen wurde. Also würden auch wir sichtbar werden, wenn wir z.B. in Mailand oder Dalmine laden.

Kids und Wechselrichter

Aber zunächst ging es weiter Richtung Süden in die Toskana. Nach drei Stunden kamen wir im südlich von Florenz gelegenen Bellosguardo an. Hier begrüßten uns freudestrahlend mit Ballons und selbstgemalten Bildern die Kinder der Mitarbeiter vom ABB-Werk in Terranuova. Zu der Zeit fand nämlich gerade das ABB Solarcamp statt, in dem die Kinder spielerisch alles über Solar Impulse, Wechselrichter, ABB und was sonst noch damit zusammenhängt, gelernt haben. Das Gebäude liegt direkt neben einem 2 MW-Photovoltaik-Feld, wo ABB die eigenen Produkte testet. Der ideale Zusammenhang zu unserem Roadtrip!

Apropos Photovoltaik, am späteren Nachmittag bekamen wir dann in Terranuova von Daniel Gerber, Manager im Bereich Transport bei ABB Italien, eine Führung durch das dortige Werk. Wir schauten uns nicht nur die Produktion von Wechselrichtern an, sondern auch wie unsere Schnellladesäulen von innen aussehen. Die werden dort nämlich auch hergestellt!


Unser Tesla „tankte“ auf jeden Fall über Nacht an der ABB-Ladesäule in Terranuova Strom und wir konnten mit dem firmeneigenen BMW i3 zu unserem Hotel fahren.

Modena, Mailand und das Smart Lab

Am nächsten Morgen ging es für Michael und mich weiter nach Mailand. Nördlich von Florenz konnten wir die schöne neugebaute Autobahn nutzen und kamen so schnell voran. In Modena machten wir wieder Stopp an einem Tesla Supercharger und gingen zwischenzeitlich im Hotel Kaffee trinken. Wie der Zufall es wollte, war dort gerade eine Veranstaltung von Tesla Energy und ein Mitarbeiter von Tesla sprach uns direkt auf den Roadtrip und Solar Impulse an!

Gegen Mittag kamen wir in Mailand an, dem Hauptquartier von ABB in Italien. Dort wurden wir von der gesamten Kommunikationsabteilung und den Managern der Division „Industrieautomation und Antriebe“ begrüßt.

Nach einem kurzen Mittagessen ging es weiter Richtung Dalmine, wo u.a. das ABB Smart Lab beheimatet ist. Dort bekamen wir eine tolle Führung und lernten viel über die Zusammenhänge und Funktionsweise unserer Produkte (800xA, Symphony Plus, MicroSCADA DMS 600, …) und Smart- und Micro Grids. Zwischenzeitlich lud auch hier der Tesla an der ABB-Ladestation.

Michael musste wieder zurück nach Zürich; dafür bekam ich aber Gesellschaft von Antoni Zolciak, Web-Spezialist bei ABB, der mich bis in Schweiz begleiten sollte.

Gotthard-Pass

Am nächsten Morgen stand das Highlight unseres Roadtrips an. Antoni und ich fuhren bei 28°C in Mailand los, luden kurz in Locarno und dann ging es weiter über den Gotthard-Pass! Der neue Tunnel mit viel ABB-Technik wird ja leider erst im Dezember geöffnet. Aber der Pass, eine der bis zum Bau des ersten Tunnels wichtigsten Nord-Süd-Alpen-Verbindungen, besticht dafür noch immer mit seiner Schönheit. Jeder der Zeit hat, sollte mit seinem Auto dort mal herübergefahren sein! Natürlich hatte das Ganze mit einem Elektroauto einen ganz besonderen Reiz. Um mit unseren Usern dieses Erlebnis zu teilen, hielten wir einen Periscope-Livestream ab. Daher rührt auch der Anfang dieses Blogbeitrags. In Locarno waren es noch 25°C mit Sonnenschein, auf dem Gotthard-Pass dann aber leider nur noch 6°C bei Nebel und Dauerregen. Im Nachhinein hätte ich mir wohl besser Handschuhe einpacken sollen…

Die Schweiz

Am nächsten Morgen ging es von Beckenried weiter nach Zürich zum ABB-Hauptquartier und nach einem kurzen Fotostopp weiter nach Baden. Dort wurden wir von Gioia Lenggenhager, Projektentwicklerin Kommunikation bei ABB Schweiz, freundlich begrüßt und sollten eine kleine Zeitreise begehen. Sie führte uns nämlich zur Villa Boveri, wo Walter Boveri (einer der Gründer von BBC) mit seiner Familie seinerzeit gelebt hat.

In Lenzburg und Turgi besuchten wir dann weitere ABB-Standorte und bekamen auch hier tolle Führungen. Besonders interessant war die Herstellung der Halbleiter-Wafer in Lenzburg. Denn einer von den Halbleitern könnte theoretisch zwei Teslas ein- und ausschalten!
Aber auch in Turgi kamen wir bei den großen Antriebssystemen ins Staunen. So ein Antriebsystem für einen Zug ist dann doch ein bisschen größer als für ein E-Auto.

Etappenziel in Mannheim

Den kurzen, letzten Teil der Strecke legte ich allein zurück. Die Fahrt nach Mannheim wurde nur von einem kurzen Stopp in Achern an einem Supercharger unterbrochen. In Mannheim selbst begrüßten mich Rainer Benz, Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe ABB Deutschland, und Fabian Hess, lokaler Geschäftsbereichsleiter ABB Power Conversion. Aber auch für die Mitarbeiter gab es volles Programm: Sie konnten sich nicht nur über den EVroadtrip informieren, sondern auch den BMW i3 und Elektrofahrräder Probe fahren.

Fazit

Ich denke, unsere Zwischenstopps auf der Route haben gezeigt, wie ABB dazu beiträgt, die Zukunft „grüner“ und effizienter zu gestalten. Denn genauso wie Solar Impulse mit Pionierarbeit auf dem Gebiet der Integration von erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und E-Mobility in der Luft zeigt was möglich ist, tuen wir es mit zukunftsweisenden Technologien am Boden.

Verfolgt den Roadtrip auch nochmal auf Twitter unter dem Hashtag #EVroadtrip!

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zum Thema: “Elektromobilität 2016”. Auf der verlinkten Seite findet ihr auch viele weitere Beiträge zum selben Thema.

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