Zeit für einen Rück- und Ausblick auf ein ABB-Trainee-Programm

Mit dem Frühling kommt auch der Wechsel der Assignments und somit eine Phase der Veränderung für uns Trainees. Zeit für einen Rück- und Ausblick!

Die Zeit vergeht wie im Flug und schon sind die ersten sechs Monate vorbei. Kaum hat man sich am neuen Ort so richtig eingelebt, ist es auch schon wieder Zeit Abschied zu nehmen. Gleichzeitig werden aber auch schon die letzten Details fürs nächste Assignment geklärt und es stellt sich neben der Trauer über den Abschied auch die Vorfreude und Neugier auf das noch Unbekannte ein.

Natürlich befinden sich auch alle anderen Trainees in dieser Phase und es ist spannend zu hören, wohin es die anderen aus meinem Batch hin verschlägt. Einige gehen bereits ins Ausland – Skandinavien scheint diesen Sommer „the place to be“ zu sein – andere bleiben wie ich noch ein bisschen in der Schweiz. Es ist schon komisch nach diesen sechs Monaten, in denen wir zu einem tollen Team zusammengeschweisst wurden, plötzlich «Auf Wiedersehen» zu sagen im vollen Bewusstsein, dass man sich vielleicht erst in einem Jahr wieder sieht.

Mit all diesen Veränderungen scheint es der richtige Moment zu sein, um kurz inne zu halten für einen Rückblick auf die letzten Monate und einen Ausblick in die Zukunft.

Rückblick

Die letzten sechs Monate habe ich bei den Gasisolierten Schaltanlagen (kurz GIS) in Oerlikon verbracht. Diese Anlagen kannte ich bereits aus dem Studium ein bisschen, jedoch nur auf dem Papier. So war es für mich äusserst spannend zu erfahren, wie solche Anlagen in Realität projektiert, produziert und dann auch installiert werden. In meiner Funktion als „Assistant to COO“ hatte ich die einmalige Möglichkeit in alle Phasen und Aspekte eines Projektes hineinzuschauen und so ein gesamtheitliches Bild von dieser Abteilung zu erhalten.

Die GIS in Oerlikon
Das Bürogebäude der GIS in Oerlikon © F.Bosshard

Als kleines Zückerchen lag ausserdem die Fabrik direkt nebenan, und so konnte ich vor Ort miterleben, wie eine GIS Anlage entsteht. Mit Engelsgeduld zeigten und erklärten mir die Linienleiter ihre Bereiche und ich erfuhr erstmals von Themen wie „Lean Manufacturing“ und „Quality Control“.

Durch meine diversen Aufgaben – die Themen reichten von Sparmassnahmen bis Lackiersystemen – kam ich mit vielen Menschen in Kontakt und musste mich in den unterschiedlichsten Situationen zurechtfinden. So konnte ich viele Erfahrungen sammeln, die ich als sehr bereichernd empfand und die mir in Zukunft sicher noch das eine oder andere Mal helfen werden. Kurz, ich durfte eine sehr schöne und intensive Zeit bei der GIS verbringen, an die ich mich noch lange mit Freude zurückerinnern werde.

Ausblick

Neuer Ort, neues Team, neue Funktion, neues Produkt! In meinem zweiten Assignment erhalte ich nun die Gelegenheit in etwas ländlicherer Umgebung in die Welt der Eisenbahnen und Elektrobusse einzutauchen. Zeit sich in einem neuen Team einzuleben und mit den hiesigen Prozessen vertraut zu werden.

Turgi2
Blick aufs ABB Areal in Turgi © F.Bosshard

Als ich mich fürs Trainee Programm entschied, war für mich klar, dass ich in meinen Stationen unterschiedliche Funktionen ausprobieren möchte. Und so freue ich mich nun sehr darauf, mich in den kommenden sechs Monaten mit den Aufgaben eines Technischen Projektleiters vertraut zu machen und ab und zu wohl auch ein paar Engineering Tasks erledigen zu dürfen.

Bereits jetzt ist klar, dass sich die Arbeit hier stark von derjenigen bei der GIS-Abteilung unterscheidet. In Oerlikon arbeitete ich normalerweise an vielen Dingen parallel und kratzte oft nur an der Oberfläche von technischen Fragestellungen. Hier jedoch kommt es schon vor, dass man mal ein paar Stunden am Stück ein technisches Problem analysiert und sich auch um Detailfragen kümmern muss. Wurde mir in Oerlikon manchmal mit einem Augenzwinkern mitgeteilt, dass ich noch viel zu sehr wie ein Ingenieur denke, so kommt meine Ingenieursseele hier in Turgi voll auf ihre Kosten. Obwohl, eine reine Ingenieursseele ist sie nach den sechs Monaten in Oerlikon wohl auch nicht mehr!

Nun bin ich gespannt, was die nächsten Monate für mich auf Lager haben, und bin überzeugt, dass ich Ende September um viele Erfahrungen reicher auf dieses Assignment zurückblicken werde. Und wer weiss welche Veränderungen für mich anstehen, wenn sich all die jetzt noch zaghaft grünen Blätter hier an der schönen Limmat langsam rot färben…

 

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Über den Autor

Franziska Bosshard

Ich habe an der ETH Zürich Elektrotechnik und Informationstechnologie studiert und bin seit Oktober 2015 im Explorer Trainee Programm bei ABB. Nach zwei Stationen in der Schweiz als Führungsunterstützung bei den Gasisolierten Schaltanlagen und als Technische Projektleiterin in der Traktionsabteilung, absolviere ich zurzeit mein letztes Assignment in Neuseeland. Hier bekomme ich als Teil des Teams, welches für Produktmanagement und Sales Support zuständig ist, gerade einen spannenden Einblick ins Power Protection Angebot von ABB. Ausserhalb des Büros trifft man mich oft auf Reisen an und auch hier in Neuseeland mache ich an den Wochenenden jeweils gerne die weitere Umgebung unsicher.
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