Unser „Kleiner“ macht mich mächtig stolz

© ABB

Mit einem neuen smarten Sensor von ABB können künftig Millionen Elektromotoren überwacht werden. Und in der Praxis schlägt er sich auch gut!

Motoren in der Industrie sind einfache Arbeitspferde. Oder besser gesagt, sie waren es – gut 120 Jahre lang. Mit unseren smarten Sensoren ändert sich das jetzt grundlegend. Sie machen Motoren zu intelligenten Geräten, die ihren Servicebedarf melden. Das ist Industrie 4.0 im besten Sinne.

Der einfache Weg zum Internet der Dinge

Mit dem „Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen” (Internet of Things, Services and People; IoTSP) unterstützen wir unsere Kunden dabei, die Chancen der Digitalisierung zu erschließen. Die smarten Sensoren machen viele Millionen Motoren jetzt IoTSP-fähig, damit werden sie Teil von Industrie-4.0-Projekten. Das Schöne dabei ist, dass die Sensoren nicht nur große, sondern auch kleine Firmen nutzen können. Denn sie sind kostengünstig, schnell installiert und können einfach ausgelesen werden. Darüber hinaus eröffnen sie viele spannende und neuartige Dienstleistungen.

In Deutschland gibt es schon etliche Unternehmen, die sich intensiv mit Industrie 4.0 beschäftigen. Eines davon, ein weltweit tätiger Konzern, wollte von uns einen Lösungsvorschlag dafür haben. Im Gegensatz zu unseren Marktbegleitern konnten wir dem Kunden schon bald etwas Anfassbares bieten – unsere smarten Sensoren, die ABB gerade neu entwickelt hatte. Deshalb war ich besonders gespannt, ob sie nicht nur im Labor, sondern auch in der Praxis überzeugen.

Wir haben die smarten Sensoren an verschiedenen Förderpumpenmotoren in einer Anlage des Kunden angebracht. Dort sollten sie Daten sammeln und dem Kunden den Wartungsbedarf und die Effizienz seiner Motoren aufzeigen. Die Sensoren haben ihre Arbeit gut gemacht. Jetzt sind wir dabei, mit den Daten weitere Dienste und Lösungen für den Kunden zu entwickeln, die seine Produktion und Wartung noch effizienter machen. Ungeplante Stillstände und Produktionsausfälle sind damit passé.

Dickes Lob vom Kunden

Die Sensoren hatten wir selbst installiert und zusammen mit dem Kunden in Betrieb genommen. Anschließend sind wir in einem kleinen Rundgang jeden Motor abgelaufen. Den Servicemitarbeitern des Kunden hatten wir ein Smartphone gegeben, mit dem sie die Motordaten auslesen konnten. Der Rundgang hat keine Stunde gedauert. Danach wurde uns gesagt, dass die Lösung so intuitiv ist, dass sie das Monitoring künftig selbst machen wollen. Wenn ABB etwas so lange entwickelt und vom Kunden dann gesagt bekommt, dass es einfach zu handhaben ist, dann ist es schlicht das größte Lob, das man bekommen kann.

Wir haben auch noch von anderer Seite ein dickes Lob bekommen, und das freut mich besonders: Der Kunde hat eine eigene Truppe für den Motorservice. Die Wartungsspezialisten müssen bislang noch von Anlage zu Anlage gehen und ihr ganzes Equipment mit sich schleppen, um vor Ort Messungen zu machen. Auch sie finden unsere kleinen, smarten Sensoren gut. Denn die Sensoren lassen sich einfach und schnell an jedem Niederspannungsmotor befestigen. Statt nur stichprobenartig können sie die Motoren damit künftig durchgehend überwachen.

____________________________–

Kommt uns noch auf der Hannover Messe besuchen und schaut euch den Smart Sensor live an! Halle 11, Stand A 35.

Kategorien and Tags
Über den Autor

Ulf Ahrend

Ich arbeite am ABB-Forschungszentrum in Ladenburg, wo ich mich mit der sensorbasierten Zustandsüberwachung und dem sogenannten Energy Harvesting beschäftige. Sensortechnologie war schon ein Schwerpunkt von mir an der Universität. Ich habe Physik studiert und im Maschinenbau promoviert. Entspannung finde ich ihn meiner Freizeit durch zwei Dinge: durch meine Familie und durch Sport, insbesondere Laufen und Rennradfahren.
Kommentiere diesen Blogbeitrag