ABB-Praktikant oder Kaffeekocher?

Ein Beispiel über ein freiwilliges, praxisorientiertes Zusatzprogramm an einer international renommierten Firma von zwei wissbegierigen Schülern.

Ein Praktikum, wie es jeder kennt:

Mit zu wenig Schlaf quält man sich aus dem Bett und zwängt sich in die engen Businessklamotten, die man nur dann anzieht, wenn der Kleiderschrank nichts mehr zu bieten hat.

Während des Kaffeetrinkens stellt man fest, dass man bereits keine Chance mehr hat, den nur alle zwei Stunden fahrenden Zug zu bekommen. Nach der Odyssee durch die öffentlichen Verkehrsmittel endlich am Arbeitsplatz, bekommt man den ersten Rüpel wegen Zuspätkommens.

Die nächsten Stunden verbringt man damit, den verpassten Schlaf der vorherigen Nächte nachzuholen, da der Praktikumsbetreuer einem eigentlich keine Aufmerksamkeit schenkt. Außer es geht ums Kaffee bringen, denn wissenstechnisch kann man ihm das Wasser gewiss nicht reichen.

Mittags geht es (alleine) in die veraltete Kantine. Dementsprechend schmeckt die schon begrenzte Auswahl an Essen auf eine sonderbare Weise besonders schlecht.

So verlief auch der restliche Tag – besonders schlecht.

Aber mal ganz ehrlich, dachtet ihr wirklich ABB behandelt ihre Praktikanten wie im oben genannten Beispiel?

Natürlich nicht!

Wir können nämlich von ganz anderen Erfahrungen berichten.

Der erste Tag begann nicht im Chaos, denn die öffentlichen Verkehrsmittel erreichen den ABB-Standort in Mannheim fast „minütlich“. Auch die Arbeitszeiten waren gut zu vertreten.

Schon am Empfang wurde man freundlich aufgenommen und gleich von der Praktikumsbetreuerin in den Betrieb hineingeführt. Nach einer kurzen Einweisung in das Unternehmen, bekam man recht schnell einen übersichtlichen Eindruck über das Berufsleben bei einem international vertretenen Konzern.

Wir hatten den Vorteil, dass wir uns nicht nur in einem Bereich, sondern in vielen verschiedenen beteiligen durften. Dazu zählte die Personalabteilung (dank unserer Betreuerin Katharina Handrich), der Bereich des Controlling, der Assistenz, des Talent Managements und des Marketings. Es wurde stets ein Auge auf uns geworfen und man half uns wo offene Fragen bestanden. Außerdem wurden wir immer vor neue Aufgaben gestellt, die mit Sicherheit nichts mit Kaffeekochen zu tun hatten. Wir durften mit den verschiedenen Tools, wie zum Beispiel dem SAP-System arbeiten, sowie an zahlreichen Meetings teilhaben, was einen sehr tiefen Blick in das Unternehmen ermöglichte.

Meistens pünktlich zur Mittagszeit liefen wir mit unseren jeweils kurzzeitigen Betreuern in die nur 200 Meter entfernte Kantine, um dort für wenig Geld ein wirklich köstliches Essen zu verspeisen.

Danach ging es gleich wieder an die Arbeitsstelle, wo in der Nachmittagszeit häufig Recherchen auf Eigeninitiative geplant waren.

Was uns in den letzten beiden Wochen besonders gut gefallen hat waren die Ausflüge zu den Standorten Heidelberg (ins Ausbildungszentrum) und Ladenburg (ins Forschungszentrum). Hierbei bekam man abermals einen genaueren Einblick, wie ABB in ihre Auszubildenden und in ihre Forschung investiert: Den Auszubildenden wird ein sehr umfangreiches Angebot dargelegt, welches gerade für die jüngere Generation besonders lukrativ ist. Auch in der Forschung ist ABB mit ihren neusten Technologien, Konkurrenzfirmen in manchen Bereichen weit voraus.

Wir empfanden den Ausflug nach Ladenburg als besonders interessant, da hier die neusten Produkte als Exponate ausgestellt waren. Das Ausmaß der neuen Technologie war sehr beeindruckend, gerade für uns Schüler.

Unser Fazit

Wir können somit sicher sagen, dass uns das ABB Praktikum geholfen hat, eine gute Vorstellung über das Berufsleben zu bekommen. Auch bei unserer eigenen beruflichen Orientierung wirkt es richtungsweisend.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal recht herzlich bei allen bedanken, die uns betreut und unterstützt haben.

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Über den Autor

Carmen Meyer und Jannika Jung

Wir sind beide Oberstufenschüler in Rheinland-Pfalz und haben ein freiwilliges Praktikum im Personalbereich bei ABB gemacht. Durch unser gemeinsames musikalisches Hobby haben wir Katharina Handrich kennengelernt, die uns dieses tolle Praktikum ermöglicht hat. Ein BWL Studium können wir uns beide vorstellen, vor allem ein duales Studium bei ABB würde uns zusagen. In unserer Freizeit machen wir gerne Sport, treffen uns mit Freunden und spielen Saxofon und Klarinette. Nach unserem Abitur möchten wir möglichst viele Orte der Welt bereisen.
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