Nicht ohne Sonne!

© ABB

Zwei Schweizer Pionierprojekte – Mont-Soleil und Solar Impulse: Was haben beide miteinander zu tun, ausser, dass beide auf die Sonne angewiesen sind?

Am letzten Mai-Wochenende wurde das 25-jährige Bestehen des Projekts «Mont-Soleil» gefeiert. An zwei Tagen hatten Besucher die Gelegenheit sich die den «Sonnenberg» anzuschauen und sich über Stände und Vorträge weiter zu informieren. Mit dabei war auch mein Kollege Nicolas Loretan. Nicolas arbeitet bei ABB und ist Team-Mitglied von Solar Impulse.

Ich habe Nicolas ein paar Fragen gestellt, um mehr über das Projekt Mont-Soleil und die Verbindung zu Solar Impulse zu erfahren.

Nicolas Loretan (ABB Test-Ingenieur im Projekt "Solar Impulse" © ABB
Nicolas Loretan (ABB-Test-Ingenieur im Projekt “Solar Impulse” © ABB

Nicolas, gerade wurde das 25-jährige Bestehen von Mont-Soleil gefeiert. Was ist das Besondere am Projekt «Mont-Soleil»?

Das Projekt Mont-Soleil wurde von ABB mitgegründet, da in der Fotovoltaik schon damals eine zukunftsträchtige Technologie erkannt wurde. Damals war es mit 500 kW die grösste Solaranlage in Europa. Mont-Soleil ist auch gerade deshalb so besonders, weil es der Situation in einem Labor gleichkommt. So haben die unterschiedlichen internationalen Teilnehmenden die Möglichkeit, Erfahrungen mit neuen Produkten zu machen und diese in Wechselwirkung vor Ort zu testen.

Welche ABB-Produkte sind hier im Einsatz? Was ist der Mehrwert für das Projekt?

Von ABB sind folgende Produkte ein Einsatz: Ein Wechselrichter PVS800 mit 540 kVA, zwei Trafos 400V/16 kV von Trasfor (i.e. ABB) – die bald erneuert werden – und ein Monitoring Tool RTU560 der das SCADA-Protokoll benutzt. Dank dem SCADA kann man die auf Energie die über die Solarzellen auf dem von Mont Soleil gewonnen wird, auf der Webseite Swiss Energypark verfolgen. Eine super Sache!

Nicolas, du bist von seitens ABB im Projekt „Solar Impulse“ integriert gewesen. Was hat Mont-Soleil mit Solar Impulse zu tun?

Mehrere Qualifikationstests der Solarzellen die auf dem Flugzeug montiert sind, wurden durch Mont-Soleil organisiert, beispielsweise ein Härtetest auf 3.580 Meter über Meer auf dem Junfraujoch. Somit handelt es sich um die technische Unterstützung von Seiten Mont Soleil

Was war bei Solar Impulse deine grösste Herausforderung?

Die grösste Herausforderung für mich war zuerst einmal das System zu verstehen, um die Geräte auch testen zu können. Ausserdem musste ich sehr flexibel sein und mich dem Tempo anpassen, damit die sicherheitsrelevanten Geräte, damit Solar Impulse 2 fliegen kann, den technischen Anforderungen entsprechen.

Was fasziniert dich am meisten an Solar Impulse?

Kurz – die Innovation und die entsprechenden technischen Herausforderungen. Was mich ausserdem beeindruckt ist, ein Teil der Luftfahrtgeschichte zu sein, da das Projekt Solar Impulse eine herausragende und weltweit einzigartige Pionierleistung ist.

Meine abschliessende Frage: Wo siehst du Mont-Soleil in den nächsten 25 Jahren?

In Zukunft wird Mont-Soleil seine Leistung steigern können und wird mit dem Netz durch ein ABB-Microgrid-Steuerungssystem inklusive Energiespeicher verbunden sein.

_________________________________________________________________

Mehr Informationen über das Projekt Mont-Soleil findest du auf unserer Webseite. Möchtest du den historischen Pionierflug von Solar Impulse 2 verfolgen, dann besuche unsere Solar-Impulse-Webseite. Hier findest du alle aktuellen Informationen.

Kategorien and Tags
Über den Autor

Alexandra Hinz

Ich bin als Digital Communications Manager bei ABB Schweiz tätig. Hauptsächlich kümmere ich mit um alles rund ums Web, sprich den Internetauftritt als auch um die Social Media. Ich leite Projekte, bin aber auch ab und an selber im Videoraum anzutreffen, wo ich Videos aufnehme und selber schneide. Meine grosse Leidenschaft ist Fussball. Als Fan der deutschen Nationalmannschaft verpasse ich so gut wie kein Heimspiel – natürlich live im Stadion.
Kommentiere diesen Blogbeitrag