Ein Blick in die Glaskugel – Zukunft der Automation

© St. Galler Symposium

ABB-CEO Ulrich Spiesshofer präsentierte am St. Gallen Symposium Anfang Mai YuMi, den neuen, zweiarmigen ABB-Roboter für die kollaborative Zusammenarbeit.

Wenn man sich Gedanken über die Zukunft der Automation und Roboter macht, fallen folgende Fragen ein. Werden Arbeitsplätze in Zukunft von Roboter übernommen? Müssen wir uns Sorgen um unsere Arbeitsplätze machen?

Das St. Galler Symposium ist eine internationale Dialogplattform für aktuelle und künftige Führungskräfte. Ulrich Spiesshofer zählte dieses Jahr zu einer Gruppe ausgewählter Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft, die in die Ostschweiz eingeladen wurden, um ihre Ideen und Erfahrungen am St. Gallen Symposium zu präsentieren. Seit April 2015 ist ABB Partner des St. Gallen Symposiums.

Nick Hayek (rechts) und Ulrich Spiesshofer in der Podiumsdiskussion am St. Gallen Symposium.  © ABB
N. Hayek (rechts) und U. Spiesshofer in der Podiumsdiskussion  © ABB

Das Motto – «Proudly small»

Sind grosse Unternehmen besser in der Lage, bahnbrechende Innovationen zu realisieren – oder eher agile kleine Firmen? In einer Podiumsdiskussion – unter anderem mit Nick Hayek, CEO der Swatch Group – erklärte Spiesshofer, dass grosse Unternehmen das Potenzial haben, Innovationen schneller voranzutreiben als Start-Ups: In grösseren Organisationen können sich Technologen auf die Entwicklungsarbeit fokussieren und müssten sich nicht um all die anderen Angelegenheiten kümmern, die nötig seien, ein Geschäft am Laufen zu halten.

Zukunft der Automatisierung

Ein Workshop des Symposiums galt der Zukunft der Automatisierung. Ulrich Spiesshofer diskutierte dabei die grundlegenden Veränderungen in Energietechnik und Automation, und wie die Fortschritte in der Kommunikationstechnologie, der Verarbeitungsgeschwindigkeit und neue, kostengünstige Sensoren es erlauben, immer mehr Information zu sammeln und zu verarbeiten. Er sagte, dass das «Internet der Dinge, Dienste und Menschen» die Industriewelt verändert. Es führe in eine Zukunft, in der Roboter ihren eigenen Zustand diagnostizieren können und einen Servicetechniker kontaktieren, bevor ein Ausfall droht. Diese Fortschritte würden den Industriesektor auf die nächste Stufe der Produktivität bringen, so Spiesshofer, und die Weise verändern, wie Unternehmen ihre globalen Zulieferketten managen.

Kollaborative Zusammenarbeit

Während seiner Präsentation zeigte Spiesshofer einen YuMi-Roboter. So konnten die Teilnehmenden selbst sehen, wie weit die Robotiktechnologie bereits fortgeschritten ist. Er erklärte, dass YuMi primär für die Kleinteilmontage entwickelt wurde, aber die Zukunft liege in der kollaborativen Zusammenarbeit von Robotern mit Menschen.

YuMi, der neue, zweiarmige Industrieroboter von ABB, mit dem Menschen gefahrlos zusammenarbeiten können © ABB
YuMi, der neue, zweiarmige Industrieroboter von ABB, mit dem Menschen gefahrlos zusammenarbeiten können © ABB

Menschen sollten nicht befürchten, ihren Arbeitsplatz an Roboter zu verlieren, so Spiesshofer, denn die nächste industrielle Revolution – eben das «Internet der Dinge, Dienste und Menschen» – schaffe eine neue Ära der Möglichkeiten für Menschen und Arbeit. In der angeregten Diskussionsrunde betonte Spiesshofer, es sei kein Zufall, dass die Länder mit der höchsten Industrieroboterdichte – Japan, Deutschland und Südkorea – mit die tiefsten Arbeitslosenquoten ausweisen. Das liege in der erhöhten Produktivität durch den Einsatz von Robotern begründet – und damit in der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.

Somit sind die Eingangsfragen berechtig, aber im Hinblick auf den kollaborativen ABB-Roboter namens YuMi eher unbegründet. Das zukünftige Ziel ist eine Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Mehr über YuMi erfahrt ihr auf der Webseite: www.abb.com/yumi.

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Über den Autor

Alexandra Hinz

Ich bin als Digital Communications Manager bei ABB Schweiz tätig. Hauptsächlich kümmere ich mit um alles rund ums Web, sprich den Internetauftritt als auch um die Social Media. Ich leite Projekte, bin aber auch ab und an selber im Videoraum anzutreffen, wo ich Videos aufnehme und selber schneide. Meine grosse Leidenschaft ist Fussball. Als Fan der deutschen Nationalmannschaft verpasse ich so gut wie kein Heimspiel – natürlich live im Stadion.
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