Allegra Grischun – unterwegs im ABB-Design

Der Zug von RhB im ABB-Design © ABB/Badrutt

Ein Allegra-Zug der Rhätischen Bahn fährt nun mit ABB-Design durch Graubünden. Vielleicht kommst auch du schon auf der Fahrt zur Skipiste auf den Genuss?

Davos war schon immer eine Reise wert – sei es zum Skifahren auf den Pisten des Jakobshorns, sei es, um die gute Höhenluft zu geniessen wie dies Thomas Mann einst beschrieben hat, oder sei es, um Angela Merkel und Barack Obama am World Economic Forum (WEF) zu treffen.

Über hundertjährige Zusammenarbeit

Seit Neuestem gibt es eine zusätzliche Attraktion: einen eleganten weissen Zug der Allegra-Flotte von Stadler Rail. Er verkehrt zwischen Landquart und Davos und ist später auch auf dem gesamten Streckennetz anzutreffen. Er hebt sich nicht nur durch sein Äusseres von den roten Zügen der Rhätischen Bahn deutlich ab – er ist der einzige weisse Zug auf dem gesamten Streckennetz –, gleichzeitig symbolisiert er mit seinem ABB-Branding die über hundertjährige Zusammenarbeit der beiden Pionier-Unternehmen.

Die Rhätische Bahn (RhB) stellte vor genau 125 Jahren ihren ersten Dampfzug auf die Gleise. Seit später auf Elektrizität umgestellt wurde, stammten praktisch alle RhB-Lokomotiven aus dem Hause ABB/BBC. Die beiden ersten Loks wurden bereits 1913 auf der Albulastrecke ins Engadin eingesetzt und sind teilweise noch immer betriebsfähig.

Innovative ABB-Technologie für zwei Systeme

Heute fahren bei der RhB die Züge des „Glacier Express“ sowie die neue Flotte „Allegra“ mit innovativer ABB-Technologie. Diese Triebzüge des Rollmaterialherstellers Stadler Rail sind mit sehr leistungsstarken und robusten Antriebspaketen ausgestattet. Denn der Antrieb muss einerseits die ausgeprägten Steigungen im Streckennetz bei extrem tiefen Wintertemperaturen überwinden. Andererseits muss er auf zwei verschiedenen Systemen funktionieren – bei Gleichstrom mit 1 kV auf der Berninastrecke sowie bei Wechselstrom mit 11 kV auf dem übrigen Streckennetz. So ist es erstmals möglich, von Landquart bis ins Puschlav zu fahen ohne den Zug wechseln zu müssen.

Spitzentechnologie aus der Schweiz

Was vielleicht nicht so spektakulär tönt, musste von den ABB-Ingenieuren erst für die speziellen Anforderungen der RhB entwickelt werden. Neben seiner Fähigkeit, auf zwei Systemen zu fahren, ist der Zug zudem besonders energieeffizient, denn der ABB-Antrieb speist die Energie, die beim Bremsen des Zuges freigesetzt wird, wieder ins Netz zurück. In diesen innovativen Lösungen steckt viel Schweizer Know-how: Die Bahnstromrichter werden am ABB-Standort Turgi entwickelt und produziert. In Genf werden die Traktionstransformatoren für das Antriebpaket gefertigt.

Fahrt durch das Gebiet des Unesco-Welterbes
Wenn du also demnächst wieder nach Davos zum Skifahren fährst, steige einfach in den ABB-Zug ein. Oder aber du nimmst die Route durch das Unesco-Welterbe, durch das Albulatal mit dem imposanten Landwasserviadukt bei Filisur, nach St. Moritz. Die Bündner Berglandschaften sind garantiert eine Reise wert. Ob der Zug nun weiss oder rot ist – es ist immer ABB-Technologie an Bord. Bun viadi!

Hier findest du die Aufzeichnung der Zug-Einweihung sowie weitere Informationen zum Einweihungs-Anlass.

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Über den Autor

Melanie Nyfeler

Ich arbeite bei ABB Schweiz in der Pressestelle, betreue Schweizer Wirtschafts- und Fachmedien und beantworte Medienanfragen. Zudem bin ich für Publikationen zuständig, schreibe Artikel und Social-Media-Beiträge. Als ehemalige Journalistin bin vielseitig interessiert, lese gerne und liebe grosse wie kleine Reisen ins nahe Ausland sowie in die grosse, weite Welt.
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