Schweizer Firmen sind Spitze

Preisübergabe MX-Award an das ABB-Werk High Current Systems in Oerlikon © ABB

Zwei Schweizer ABB-Einheiten haben kürzlich bewiesen, dass sie effizient und kundenorientiert arbeiten. Sie wurden zu den besten Fabriken in Europa erkoren

Teures Europa. Hochlohnland Schweiz. Da sagt man doch schnell einmal, investieren lohne sich nicht. Weit gefehlt: Innerhalb des ABB-Konzerns gilt die Schweiz als attraktiver Standort, der ausgebaut werden kann. Ausschlaggebend dafür sind Rahmenbedingungen, die weiterhin internationale Geschäfte ermöglichen, sowie die hohe Produktivität der Schweizer Landesgesellschaft. Zudem steht die Schweiz steht auf Platz 1 der Liste der innovativsten Industrieländer weltweit – noch vor Singapur. Und so hat der ABB-Konzern auch investiert: Unlängst wurde zum Beispiel das neue Labor für Leistungselektronik im ABB-Forschungszentrum in Baden für 18 Millionen Franken im Beisein von Bundesrätin Doris Leuthard feierlich eröffnet.

Aber nicht nur die Innovationskraft und die guten strukturellen wie personellen Rahmenbedingungen sind ein Pluspunkt der kleinen Schweiz. Auch Effizienz und Kundenorientierung werden hierzulande grossgeschrieben. Das haben gleich zwei lokale Geschäftseinheiten von ABB Schweiz bewiesen. Um selbst einen Benchmark zu erhalten, haben sie an internationalen Wettbewerben teilgenommen – und abgeräumt.

ABB Transportation hat namhafte andere europäische Firmen ausgestochen und wurde beste Fabrik im deutschprachigen Raum. @ABB
ABB Transportation hat namhafte andere europäische Firmen ausgestochen und wurde beste Fabrik im deutschprachigen Raum © ABB

Beste Fabrik um deutschsprachigen Raum

Eine der besten Fabriken Europas steht im aargauischen Turgi: ABB Traction wurde mit dem „Industrial Excellence Award 2014“ für die beste Fabrik im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Die lokale Geschäftseinheit von ABB Schweiz entwickelt und produziert Bahnstromrichter und Traktionspakete für den Antrieb und die elektrische Ausrüstung von Schienenfahrzeugen. Das Werk hat den Preis, der jedes Jahr von mehreren renommierten internationalen Wirtschaftsschulen wie der deutschen WHU und des INSEAD in Frankreich vergeben wird, ex aequo mit einem Motorenhersteller in Deutschland erhalten.

Dabei werden alle Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Lieferanten bis hin zum Endkunden überprüft. „Die Jury beeindruckte, dass eine Produktion in einem Hochlohnland wie der Schweiz über mehr als ein Jahrzehnt verlässlich zweistellige Wachstumsraten zeigt und in einem harten internationalen Wettbewerb Marktanteile gewinnt“, erklärt Harald Hepp, Chief Operating Officer für die Local Product Group Transportation. Sein Team ist entsprechend stolz, mit dieser Auszeichnung namhafte andere Firmen in Europa ausgestochen zu haben.

Beste Kundenorientierung    

2010 war bereits die Produktionsstätte für Generatorschalter von ABB Schweiz in Oerlikon zur besten Fabrik Europas gekürt worden. Dieses Jahr wollten die ABB-Verantwortlichen noch einen draufsetzen und bewarben sich für den Manufacturing Excellence Award, der von einer Jury aus Wissenschaft, Industrie und Medien jährlich vergeben wird. Sie gewannen den Preis in der Kategorie Kundenorientierung. „Das ist die Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben hier in Oerlikon dank der Umstellung auf die Fliessfertigung nicht nur besonders effiziente Produktionsprozesse, sondern auch eine sehr gute Kundenorientierung“, freut sich Daniel Zeidler, Teilbereichsleiter bei ABB High Current Systems.

Diese Kundennähe zeichnet sich durch wöchentliche interne Feedbackrunden, regelmässige Kundenumfragen, umfassende Service-Angebote und regelmässige Schulungen aus. Zudem kann der Kunde den Produktionsprozess seines Generatorschalters jederzeit verfolgen und ist bei Endprüfungen und Abnahmen immer dabei – entweder selbst vor Ort oder per Videokonferenz. „Das funktioniert wie in der gläsernen Manufaktur eines Automobilherstellers. Für uns gehören Offenheit und Transparenz zum Kundenverständnis“, so Zeidler.

Immer dranbleiben

Diese Beispiele zeigen, dass sich Unternehmen im „good old Europe“ mit Innovationskraft, gut ausgebildeten Mitarbeitenden, hoher Produktivität und bester Kundenbindung im harten internationalen Wettbewerb behaupten können. Aber: „Wir müssen ständig dranbleiben“, wie die beiden ABB-Verantwortlichen unisono verkünden. Also: Bleiben wir daran!

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Über den Autor

Melanie Nyfeler

Ich arbeite bei ABB Schweiz in der Pressestelle, betreue Schweizer Wirtschafts- und Fachmedien und beantworte Medienanfragen. Zudem bin ich für Publikationen zuständig, schreibe Artikel und Social-Media-Beiträge. Als ehemalige Journalistin bin vielseitig interessiert, lese gerne und liebe grosse wie kleine Reisen ins nahe Ausland sowie in die grosse, weite Welt.
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