ABB setzt Zürcher Durchmesserlinie unter Strom

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ABB ist für den Bahnstrom und die gesamte Energieversorgung des neuen Durchgangbahnhofes Löwenstrasse samt Verkaufsläden zuständig.

Endlich ist es soweit: Wer regelmässig über den Zürcher Hauptbahnhof pendelt oder dort den Zug nimmt, wundert sich schon lange, wie die neue Durchmesserlinie wohl aussehen wird und was sich hinter den vielen Bauabschrankungen verbirgt. Mitte Juni nun soll alles in Betrieb gehen: Über den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse verkehren S-Bahnen, in den zusätzlichen Ladenpassagen kann geshoppt und gegessen werden und der Weinbergtunnel bis nach Oerlikon wird erstmals befahren. Mit der rund 10 Kilometer langen Durchmesserlinie – ein jahrelanges, imposantes unterirdisches Grossprojekt mitten in der grössten Schweizer Stadt – wird der Zürcher Hauptbahnhof entlastet. Gemäss SBB sind schnellere und direktere Zugsverbindungen möglich – die Schweiz rückt von West nach Ost näher zusammen.

 Am 14. Juli wird die Durchmesserlinie im Bahnhof Zürich eröffent. Bild @ ABB
Am 14. Juli wird die Durchmesserlinie im Bahnhof Zürich eröffent © ABB

Energieversorgung für den Bahnstrom

Damit alles reibungslos funktioniert, braucht es genügend Energie. Dafür sorgt ABB Schweiz. Das Unternehmen liefert die gesamte elektrische Energieversorgung für den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse mit seinen zusätzlichen 45 Läden ebenso wie für den Verkehr der Züge – ein Gesamtvolumen von rund 6,1 Millionen Franken, ein grosser Brocken für das Business!

Zum einen fahren die Züge mit dem von ABB-Anlagen bereitgestellten 16.7-Hertz-Fahrstrom: ABB lieferte die luftisolierten Mittelspannungsschaltanlagen für die Schienenstränge, die vom Tiefbahnhof Löwenstrasse nach Oerlikon führen. Insgesamt 33 Schaltfelder sind in zwei Schaltposten im Bahnhof Löwenstrasse und Weinbergtunnel Oerlikon installiert. Die Anlagen wurden speziell für Indoor-Einsätze im Bahnbereich entwickelt.

Gesamte Energieverteilung im Durchgangsbahnhof

Zum anderen sorgen die Mittel- und Niederspannungsanlagen von ABB dafür, dass der neue Durchgangsbahnhof Löwenstrasse genügend Energie hat. Vier Trafostationen im Hauptbahnhof Zürich speisen die Infrastruktur ein. Modulare, luftisolierte ABB-Mittelspannungsschaltanlagen stellen den nötigen 50-Hertz-Strom für die Entrauchungsanlage, die Perronbeleuchtung, die Rolltreppen oder die neuen Geschäfte bereit. Die Haupt- und Feinverteilung erfolgt über insgesamt drei Niederspannungsverteilungen sowie über Smissline-Geräte, die von ABB geliefert und vom Systemintegrator AZ Elektro installiert wurden. So wird sichergestellt, dass der Strom jeden Shop, Lift und Billettschalter auch erreicht.

Strom für den Bauch von Zürich

Im Bahnhof Oerlikon stehen ebenfalls Mittel- und Niederspannungsanlagen von ABB: Dort werden für die Durchmesserlinie die Gleise 7 und 8 erweitert und benötigen entsprechenden 50-Hertz-Anlagen.

Wer also das nächste Mal in der S-Bahn durch Oerlikon, den Weinbergtunnel und den neuen Bahnhof Löwenstrasse fährt oder dort shoppen geht, sollte wissen: Ohne elektrotechnische Versorgungsanlagen von ABB läuft nichts dort unten im Bauch von Zürich.

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Über den Autor

Melanie Nyfeler

Ich arbeite bei ABB Schweiz in der Pressestelle, betreue Schweizer Wirtschafts- und Fachmedien und beantworte Medienanfragen. Zudem bin ich für Publikationen zuständig, schreibe Artikel und Social-Media-Beiträge. Als ehemalige Journalistin bin vielseitig interessiert, lese gerne und liebe grosse wie kleine Reisen ins nahe Ausland sowie in die grosse, weite Welt.
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