Positive Bilanz des grössten Batteriespeichers der Schweiz

© ABB

Wie können Batteriespeicher helfen, die Schwankungen im Netz auszugleichen?

Welche Rolle spielen sie in Smart Grids? Diese Fragen waren Bestandteil des nunmehr zweijährigen Testbetriebs des Batteriespeichers in Dietikon, den die EKZ zusammen mit ABB realisiert hat. Das Fazit ist positiv.

Die Ausgangslage ist die: Der wachsende Anteil von Wind- und Solarkraft im Energiemix stellt neue Anforderungen an die elektrischen Energieübertragungs- und Verteilnetze. Dezentrale Batteriespeicher können eine gute Lösung sein, um Ungleichgewichte zwischen Einspeisung und Verbrauch regulieren zu können. In Dietikon (ZH) installierten ABB und EKZ vor etwas mehr als zwei Jahren die erste und grösste Batterie dieser Art in der Schweiz. Die Batterie kann während 15 Minuten 1 MW Energie ins Mittelspannungs-Verteilnetz einspeisen, respektive von dort beziehen.

ABB-Batteriespeicher bei EKZ am Eröffnungsanlass. © ABB

Wichtige Erkenntnisse für künftige Speicher gewonnen

In der Anlage integriert ist ein ABB-Umrichter, der über effiziente Leistungshalbleitertechnologie den Wechselstrom aus dem Netz in den Gleichstrom für die Batterie umwandelt und umgekehrt. ABB-Steuerungssysteme sind im Einsatz um die Komponenten zu überwachen und aktiv zu steuern. ABB und EKZ erhofften sich durch den Testbetrieb neue Erkenntnisse, die dazu beitragen, die Energiezukunft weiterhin zu sichern.

Nach zwei Jahren im Testbetrieb ziehen beide Unternehmen eine positive Bilanz: Der Speicher funktioniert wie geplant. Im Inselbetrieb kann ein komplettes Bürogebäude gespiesen werden. Ansonsten kann das System für Spitzenlastmanagement (Peak Shaving), für die Blindleistungsregelung und als Regelreserve für das Übertragungsnetz (Primärregelung) eingesetzt werden. Auch bei der Integration einer Photovoltaikanlage sowie beim Laden von unterschiedlichen Elektrofahrzeugen konnten wesentliche Erfahrungen gesammelt werden. Zudem konnten grosse Fortschritte bei der Optimierung der Systemsteuerung erzielt sowie wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf ein zukünftiges Design von Speichersystemen gewonnen werden. In Zukunft wird es darum gehen, die bestmögliche Kombination der einzelnen Anwendungen zu finden, damit sich der Einsatz eines Batteriespeichers wirtschaftlich gestalten lässt, so die EKZ.

Wie gesagt, das Fazit ist positiv. Weitere Informationen findest du hier.

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Über den Autor

Melanie Nyfeler

Ich arbeite bei ABB Schweiz in der Pressestelle, betreue Schweizer Wirtschafts- und Fachmedien und beantworte Medienanfragen. Zudem bin ich für Publikationen zuständig, schreibe Artikel und Social-Media-Beiträge. Als ehemalige Journalistin bin vielseitig interessiert, lese gerne und liebe grosse wie kleine Reisen ins nahe Ausland sowie in die grosse, weite Welt.
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