Meine Arbeit im Formenbau

Spritzgießmaschine für Musterteile © ABB

Hier erhaltet ihr einen kurzen Überblick über meine Ausbildung im Bereich des Formenbaus.

Am Ende des 2. Ausbildungsjahres wurde es für uns Azubis so langsam ernst, wir wurden in unsere Abteilungen versetzt. Zwei von den Werkzeugmechanikern kamen in den Schnittbau (Stanztechnik), drei in den Formenbau (Kunststofftechnik) und einer kam in den SondermaschinenbauIch kam in den Formenbau und von dieser Arbeit möchte ich euch heute berichten.

Dazu vorher eine kleine Geschichte: Immer wenn ich erzähle, dass ich eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker mache, fragt man mich ob ich etwa Schraubenschlüssel oder Schraubenzieher baue. Ich muss sagen, ganz so einfach ist es dann doch nicht.

“Ähnlich wie Zahnpasta”

Eigentlich ist es nämlich so, dass ich Werkzeuge repariere, prüfe und reinige, welche Kunststoffteile herstellen. Kunststoff wird in diesen Werkzeugen paströs (ähnlich wie Zahnpasta) eingespritzt und dann in dem Werkzeug geformt. Fast so wie Sandförmchen von kleinen Kindern am Strand. Doch nun zu meiner täglichen Arbeit.

Seit August letzten Jahres arbeite ich nun im Formenbau. Am Anfang fiel mir das Ganze noch recht schwer. Das ist glaube ich aber auch nicht alltäglich, dass man mit Werkzeugen hantiert die bis zu 500kg wiegen. Auch der Umgang mit dem Deckenkran ist am Anfang noch recht gewöhnungsbedürftig, allerdings lernt man doch alles auch recht schnell, nicht zuletzt weil einem auch die Gesellen der Abteilung immer helfen.

Grundsätzlich gibt es zwei Dinge die an einem Werkzeug gemacht werden können, welches zu uns von der Produktion kommt:

  1. Reparieren
  2. Reinigen bzw. überprüfen

So jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich: Wie kann denn Kunststoff ein Werkzeug aus Stahl beschädigen? Nun dazu muss man wissen, dass der Kunststoff teilweise kleinste Glasfasern enthält und mit riesigen Drücken eingespritzt wird, teilweise mit 2000bar. Durch den Fluss des Kunststoffes geht der Stahl im Werkzeug nach einer gewissen Zeit kaputt.

Manchmal müssen diese Werkzeuge aber auch nur gereinigt und überprüft werden. Hierzu werden die Komponenten komplett auseinander genommen und in einem Ultraschallbad oder mit Schmiergelpapier gereinigt.

Alles in Allem macht mir meine Arbeit hier im Formenbau sehr viel Spaß und ich habe schon viel gelernt. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr mir diese gern im Kommentarfeld stellen.

Spritzgießwerkzeug
Hier sieht man ein Spritzgießwerkzeug. Es wiegt ca 500kg © ABB

 

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Über den Autor

Niklas Bitzer

Ausbildung: Werkzeugmechaniker | Alter: 23 Jahre | Hobbys: Unternehmungen mit Freunden, Kino, lesen, feiern | Stärken: Ich kann gut auf Leute zu gehen, bin zuverlässig, immer pünktlich und kann meine Meinung vertreten | Was ich an ABB mag? An ABB gefällt mir das eigenständige Ausbildungszentrum, welches nur für Auszubildende und Studenten ist. Es wird ganz besonders auf die Auszubildenden eingegangen und man wird besonders gut auf den theoretischen Teil in der Schule und den praktischen Teil im Betrieb vorbereitet. Des Weiteren mag ich an ABB, dass einem die Türen zur Welt offen stehen. Da ABB ein weltweit agierendes Unternehmen ist, hat man alle nur vorstellbaren Möglichkeiten, genau das zu machen, was man möchte.
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