Special Olympics 2014: Preise sind gut – Inklusion ist besser

Inklusion: ABB-Mitarbeiter machen es vor © ABB

Ende des vergangenen Jahres erhielt ABB für ihr Corporate Volunteering Projekt Special Olympics gleich zwei Preise:

Im November wurden wir mit dem Marketingpreis der Metropolregion Rhein-Neckar ausgezeichnet. Wenige Tage später nahm der Vorstandsvorsitzende Peter Terwiesch stellvertretend für die bisher über 2.500 freiwilligen ABB-Helfer den Preis Pro Ehrenamt des Deutschen Olympischen Sportbunds entgegen. Über die Preise herrschte bei uns große Freude. Denn für uns bedeutet das nicht nur, dass wir Anerkennung für unsere Arbeit und unser Engagement bekommen, sondern auch, dass Special Olympics mehr Aufmerksamkeit erhält und weiter in den Fokus der Öffentlichkeit rückt.

Ich persönlich finde: Die Preise sind gut, aber Inklusion ist besser. Inklusion ist nicht nur eine gute Idee, sondern ein Menschenrecht. Inklusion bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden darf.

Jetzt werdet Ihr vielleicht sagen: Da spricht ja jeder drüber! Das ist ja nur ein Trendthema an das man sich dranhängt. Falsch: Erstens läuft unser Engagement für Special Olympics bereits seit fast 15 Jahren – da kann man wirklich nicht von schnell gewonnen Lorbeeren sprechen. Und zweitens reden wir nicht nur darüber, wir tun auch etwas dafür. 2.500 freiwillige Helfer seit 2000 sprechen eine deutliche Sprache. ABB zeigt mit Special Olympics unternehmerische Verantwortung, denn Inklusion ist kein Expertenthema. Es ist ein Thema, das die Zustimmung aller erfordert und deshalb auch eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung hat. Leider wird immer noch zu viel über Definition und Bedeutung sowie Unterscheidung von Integration und Inklusion diskutiert. Für die Special Olympics Athleten ist die Definition ziemlich einfach: Inklusion heißt für sie

  • Gleichberechtigt Sport treiben
  • Mittendrin – auf gleicher Augenhöhe
  • Barrierefreier Zugang insbesondere zu Sportvereinen
  • Auch selbst bestimmen zu können, ob, mit wem und in welcher Sportart sie aktiv werden, oder es auch lassen.

ABB unterstützt die Sportler dabei. Unsere Mitarbeiter geben ihre Zeit und ihr Engagement, um diese Ziele für die Sportler erreichbar zu machen und ein Teil ihres täglichen Lebens werden zu lassen. Die freiwilligen ABB-Helfer haben erkannt, dass gelebte Inklusion auch ihren Alltag bereichert. Sie übernehmen eine wichtige Multiplikator- und Vorbildfunktion, indem sie ihre Ideen zur Inklusion vorleben und damit in die Gesellschaft tragen – nicht nur auf der Unternehmensebene sondern auch im privaten Bereich. Diese gelungenen Beispiele können so Nachahmer finden und andere Unternehmen dazu anregen, sich den Themen Inklusion, Vielfalt, Teilhabe – wie auch immer man es nennen mag – zu öffnen.

Wichtig dabei ist: Wir alle müssen weg vom Bedeutungs- und Definitionsdenken und aktiv werden. Unsere Mitarbeiter werden auch dieses Jahr bei den nationalen Spielen im Mai in Düsseldorf wieder getreu dem Motto „Gemeinsam stark“ zeigen, was ABB und Special Olympics verbindet und was wir unter Inklusion verstehen: Jeder soll mit seinen Stärken und Schwächen dabei sein, keiner draußen stehen, alle mittendrin sein. Denn: Inklusion ist besser!

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Über den Autor

Stephanie Sonneck

Ich arbeite als Redakteurin in der Unternehmenskommunikation von ABB Deutschland. Dort schreibe ich unter anderem Reden für den Vorstand sowie Artikel für die unterschiedlichen ABB-Medien. Eine besondere Herzensangelegenheit ist für mich die Kommunikation rund um unser Corporate Volunteering-Projekt „Special Olympics“ – die größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung. In den nächsten Monaten erfahrt Ihr in meiner Blogreihe mehr über dieses einzigartige Projekt. Bei den Nationalen Spielen sind jedes Jahr 100 bis 150 ABB-Mitarbeiter aus ganz Deutschland als freiwillige Helfer dabei. Die nächsten Winterspiele finden im März 2015 im bayerischen Inzell statt. In unregelmäßigen Abständen berichte ich aus dem Projektteam, das alles rund um die Arbeitseinsätze der freiwilligen Helfer plant und organisiert. Und ich möchte Euch zeigen, was dieses Engagement von ABB und unsere Arbeit dafür so besonders macht.
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